Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor e m am 01. September 2009
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Gesellschaft und Soziales

Zweitwohnungssteuer aus beruflichen Gründen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wie in allen größeren Städten wird in München eine Zweitwohnungssteuer erhoben. Mit der Schließung des Firmensitzes in Dresden arbeitete ich als allereinerziehende Mutter seit 09/2007 im Mutterkonzern in München. Zu diesem Zeitpunkt bis 12/2008 waren meine Kinder noch minderjährig, wurden aber durch meine Mutter betreut, da ich alleinstehend bin.

Entsprechend ZwSTS muss ich Zweitwohnungssteuer zahlen weil ich nicht verheiratet bin. Ausnahmen bei berufsbedingter Nebenwohnung gelten nur für Verheiratete. Ich verstehe, dass die Ehe unter besonderem Schutz der Gesellschaft steht. Wenn aber eine Mutter aus Angst sozial abzurutschen, Arbeit einer Arbeitslosigkeit vorzieht und die Strapazen wöchentlicher Pendelei von mind. 1000 km auf sich nimmt, um den Kindern einen länderübergreifenden Schulwechsel in der Abiturstufe zu ersparen, wird sie mit einer Gebühr von 558 € bestraft.

Ich möchte gegen den Steuerbescheid nicht klagen, weil das geschriebene Recht keine weitere Ausnahme zulässt. Allerdings sehe ich die moralische Pflicht einer Gesellschaft, nachweislich Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern Ehen nicht schlechter zu stellen.

Ich bitte Sie daher um Ihre Unterstützung mehr für die Berufstätigkeit Alleinerziehender zu tun.

Mit freundlichen Grüßen
Elvira Menzel

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