Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor J. Hummelsberger am 07. Dezember 2009
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Bildung und Kultur

Zustand Städt. Gymnasien

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Ude,

wie Sie wissen besteht bei vielen städtischen Gymnasien ein erheblicher Renovierúngsstau.

In einem besonders schlechten Zustand befindet sich das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in der Nibelungenstrasse. Eine Grundrenovierung ist hier überfällig. In bestimmten Teilgebäuden wächst Efeu in die Klassenzimmer, die Klassenräume werden seit Jahren nur noch durch Eltern renoviert.

Katastrophal und nicht hinnehmbar ist die Toillettensituation. Vielleicht hört sich das für Sie banal an, aber diese sind in einem grauenhaften, verdreckten Zustand, es gibt keine Abfalleimer, Toilettenpapierhalter, teilweise fehlen Türen, es fehlt an Seife, Handtüchern, Papier. Ich habe eine 14jährige Tochter an dieser Schule, für die dies eine Zumutung darstellt. Darüber hinaus ist dies ein Hygienemangel.

Für die Renovoeringsmassnahmen wurden seitens des Elternbeirats € 20.000 geschätzt, incl. Malerarbeiten, Klopapier- und Handtuchspender, Seifenspender. Die durchuas bemühte Schulleitung hat maxiaml € 6000 dafür zur Verfügung. Zwar werden auch wir Eltern dafür mit einstehen, ich erwarte aber hier von Stadt München, dass sie ihre Pflicht erfüllt.

Wird die Stadt München die Renovierungskosten zahlen?

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Dr. Josef Hummelsberger

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Antwort
von Christian Ude am 01. März 2010
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Dr. Hummelsberger,

am 19. Januar fand in der Schule ein Ortstermin mit der Schulleitung, Elternbeiratsmitgliedern sowie Vertretern des Baureferats und des Schulreferats statt, um u.a. den derzeitigen Zustand der sanitären Anlagen zu überprüfen.

Dabei wurde festgestellt, dass die WC-Anlagen technisch voll funktionsfähig sind, auch eine übermäßige Geruchsbelästigung wurde von den Beteiligten der Begehung nicht wahrgenommen. Gravierende hygienische Mängel oder Gefahrenstellen waren nicht zu erkennen. Man war sich jedoch einig, dass der optische Eindruck vor allem durch zahlreiche Graffitis sowie wilde Schmierereien an den WC-Trennwänden beeinträchtigt wird.

Mit Schulleitung und Elternbeirat wurde daraufhin folgendes Vorgehen abgestimmt:

Kleinere Reparaturen, wie z. B. der Ersatz von defekten Türgriffen oder fehlenden Wandspiegeln, können möglichst zeitnah im Rahmen des Bauunterhaltes durchgeführt werden.

Die Beschaffung von fehlenden Seifenspendern, Handtuchhaltern oder Abfalleimern ist Aufgabe der Schule, der dafür entsprechende Finanzmittel zur Verfügung stehen.

Die Beseitigung der Wandschmierereien in den WC-Anlangen ist dagegen aufwändiger – die dazu erforderlichen Arbeiten werden voraussichtlich erst ab 2011 sukzessive durchgeführt werden können. Die Kosten hierfür übernimmt selbstverständlich die Stadt in ihrer Eigenschaft als Sachaufwandsträgerin für die Münchner öffentlichen Schulen.

Mit freundlichen Grüßen