Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Jana Ibishi am 02. Juli 2013
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Gesellschaft und Soziales

Zerstörte Hoffnung durch GEWOFAG

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Christian Ude,

da Sie Aufsichtsratvorsitzender der GEWOFAG Holding GmbH, als auch unser Oberbürgermeister sind, sehe ich Sie als den richtigen Ansprechpartner in meiner Angelegenheit.

Ich bin eine junge Frau die derzeit im neunten Monat schwanger ist. Aufgrund eines Interessenkonfliktes mit meinem Vermieter, bin ich ab Oktober 2013 wohnungslos. Das Wohnungsamt habe ich informiert und habe auch meinen Bescheid erhalten, jedoch mit weniger Punkten als erwartet. Man könne mehr für mich tun, wenn ich schon obdachlos bin, heißt es. Es bleibt also nichts anderes übrig als auf einen Wohnungsvorschlag zu warten.

Da ich eine freie München Modell Wohnung in Riem entdeckte, sendete ich meine kompletten Unterlagen zur Gewofag mit Bitte um Besichtigungstermin, welchen ich auch erhielt. Ich ging also pünktlich mit meinem Verlobten zum Besichtigungstermin.

Die Dame schien sehr freundlich und an unserer Wohnungssuche interessiert. Sie erklärte, falls wir in Riem bleiben möchte, so hat Sie noch einige 4-Zimmer Wohnungen (wir besichtigten an dem Tag eine 3-Zimmer Wohnung), schließlich seien 4 Zimmer besser als 3. Sie habe in Riem noch einige OEF Wohnungen, sowie Sozialwohnungen. Wenn wir also Interesse haben, so können wir uns gerne nochmal treffen und die anderen Wohnungen besichtigen.

Natürlich waren wir überglücklich, und freuten uns auf den von Ihr versprochenen Anruf morgen. Dieser Anruf fand bis heute, 2 Monate nach der Besichtigung, nicht statt.

Ich versuchte Sie telefonisch zu erreichen, doch jedes mal wurde ich von anderen Kolleginnen am Telefon abgewimmelt, dass Sie sich meine Nummer notieren würden und die von mir gewünschte Dame würde mich zurückrufen. Auch dies geschah nicht.

Zur Krönung kam ich wegen einer Gebärmutterhalsverkürzung und Verdacht auf Frühgeburt ins Krankenhaus. Nach Entlassung, verordnete man mir strenge Bettruhe. Doch wie sollte ich diese halten, wenn ich bald wohnungslos bin? Wohin mit meinem Baby?

Also begab ich mich mit Bus und Bahn zur GEWOFAG Zentrale in der Claudius-Keller-Straße. Ich erklärte der Sekretärin die Situation und fragte, ob ich eventuell jetzt die Kollegin kurz sprechen dürfte. Darauhin meinte Sie, die Kollegin hätte einen Termin und keine Zeit für mich.

Just in diesem Moment sehe ich besagte Kollegin vom damaligen Besichtigungstermin lachend und mit Kaffetasse in der Hand durch die Gänge spazieren.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, ich verstehe der Münchner Wohnungsmarkt ist schwierig und sicherlich sind die Mitarbeiter der GEWOFAG stark ausgelastet. Doch wie kann ein Unternehmen, welches gerade für sozialen Umgang steht, solch ein Benehmen an den Tag legen?

Unsere Hoffnung, eine Wohnung in Riem zu bekommen, ganz egal ob nun 3 oder 4 Zimmer, wurde völlig zerstört. Nachdem man uns so freundlich behandelt hat, wie kann es sein, dass wir so unmenschlich abgeschoben wurden?

Letztlich hätte auch ein Anruf gereicht, um eine Absage mitzuteilen - warum ist dies bis heute nicht geschehen?

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor André Jachmann
    am 05. Juli 2013
    1.

    Dieses Verhalten von einigen Mitarbeitern der GEWOFAG ist kennzeichnet für diese Wohnungsbaugesellschaft. Es geht teilweise zu wie im öffentlichen Dienst der 70er und 80er Jahre. Echt schlimm....

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