Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Katrin Richthofer am 21. Dezember 2010
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Mobilität und Verkehr

Zebrastreifen Hofangerstraße

Sehr geehrter Herr Ude,

durch die Anfrage zum Thema "Zone 30 in der Hofangerstr." wurde ich auf diese Plattform aufmerksam. Selbst Mutter dreier Kinder, vor denen eben dort schon Autos mit quietschenden Reifen gerade noch zu stehen kamen, möchte ich mich dieser Anfrage nicht nur voll und ganz anschließen, sondern sie noch erweitern um die Anfrage, warum sich die Stadt so verbissen gegen einen Zebrastreifen zum einzigen Westzugang des Ostparks wehrt.

Das Thema geistert seit Jahren durch die Bezirksausschußsitzungen, selbst habe ich einen spannenden Schriftverkehr dazu geführt. Fazit: Genug Autos gibt es allemal, aber eben nicht genügend Fußgänger, die hier versuchen, die Straße zu überqueren. Nicht wirklich verwunderlich für jeden, der einmal versucht hat, über diese Stadtautobahn zu kommen - zumal mit Kindern im Schlepptau...

Die nette Anregung, die Kinder sollten doch bitte auf ihrem Weg in den Ostpark die Ampel bei der U-Bahn Michaelibad 400m weiter vorne benutzen, ist Kindern nicht ganz einfach zu vermitteln - besonders insofern, als es hier nach dem durch Ampeln gesicherten Teil der Straße leider auch noch einen zu überwindenden "unbeampelten" Rechtsabbieger gibt - auch hier habe ich schon quietschende Reifen erlebt...

Zu "München - eine Stadt für Kinder" (statt für Autos...) gehören für die vielen in Ramersdorf ansäßigen Familien sicher Taten an der Hofangerstraße. Eine Zone 30 und ein Zebrastreifen würden helfen, damit wir und unsere Kinder unsere wunderschöne Stadt in Sicherheit genießen können.

Mit den besten Grüßen

Katrin Richthofer

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Antwort
von Christian Ude am 03. März 2011
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Richthofer,

bei der Errichtung von Fußgängerüberwegen ist das Kreisverwaltungsreferat als zuständige Straßenverkehrsbehörde nicht komplett frei in seiner Entscheidung. Vielmehr müssen bundeseinheitlichen Richtlinien beachtet werden, welche bestimmte Voraussetzungen für die Einrichtung eines Zebrastreifens vorschreiben. Hauptkriterium dabei ist die Verkehrsfrequenz sowie der sog. „gebündelte“ Fußgängerverkehr.

Wie Sie bereits in Ihrer Anfrage erwähnt haben, wird die Hofangerstraße häufig frequentiert, so dass die erforderliche Verkehrsbelastung auch erreicht ist. Jedoch reicht die Zahl der überquerenden Fußgänger in Höhe des Ostpark bei Weitem nicht aus. Selbst bei einer großzügigen Auslegung der geforderten Mindestwerte – das ist zulässig, wenn es sich um besonders schutzbedürftige Personen wie um Kinder oder ältere Personen handelt – reicht das Fußgängeraufkommen an dieser Stelle nicht aus, um einen Fußgängerüberweg einrichten zu können. Mehrfache Verkehrsbeobachtungen haben auch ergeben, dass Fußgänger an ganz unterschiedlichen Stellen die Hofangerstraße überquerten, so dass auch keine „Bündelung“ in Höhe des Ostpark-Zuganges gegeben ist.

Wir bedauern daher mitteilen zu müssen, dass die Einrichtung eines Zebrastreifens nicht möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen