Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Archiviert
Autor E. Dr. Kaiser am 04. März 2013
3335 Leser · 81 Stimmen (-13 / +68) · 0 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Yogaschule nicht förderfähig?

Sehr geehrter Herr Ude,
wo kann ich in München "legal" und bezahlbar Räume für eine Yogaschule mieten?

Als rechtlich selbständiges Kooperationszentrum von Yoga-Vidya e.V., der in Deutschland ca. 100 solcher Zentren hat, suche ich verzweifelt und vergeblich bezahlbare Räumlichkeiten. Im Dezember 2012 wollten wir unsere Yogaschule in einem gewerblichen Büro eröffnen. In Unkenntnis der Tatsache, daß man hierfür eine Nutzungsänderung auf "Yogaschule" hätte beantragen müssen. Von heute auf morgen hat die LBK unsere frisch renovierte Schule geschlossen. Seither suche ich eine bezahlbare Räumlichkeit. Dabei mußte ich feststellen, daß die erschwinglichen Objekte z.B. in Münchner Technologiezentren nicht für unsere Nutzung zugelassen sind.
Gefördert werden hier nur produzierende Gewerbe, Werkstätten, Handwerker. In einem anderen Umfeld werden Künstler gefördert.
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Yoga wurde hundertfach wissenschaftlich nachgewiesen, Yoga ist ruhig und friedlich, wird aber im "Gesetz" lt. LBK wie ein Fitnessstudio behandelt mit den entsprechenden Auflagen an z.B. Stellplätze, Lärmschutz -anders als z.B. Arztpraxen, die sicher nicht weniger Publikumsverkehr haben und dementsprechend nicht "leiser" sein können.

Da man mit Yoga fürs Volk sowieso nicht "reich" wird, man aber Gutes für die Menschen tun möchte, frage ich mich schon, warum dies bisher noch nicht zu den Behörden durchdrungen ist. Die einschlägigen internetseiten der Immobilienanbieter haben entweder Büros/Praxen oder hallen im Angebot, letzter meist mehrere 100qm groß und damit unerschwinglich, erster benötigen wieder eine Nutzungsänderung. In unserem falle hätte diese lt. LBK mindetens 4 Monate gedauert, wobei wir in der zwischenzeit keinerlei Unetrricht in den Räumen hätten halten dürfen - andernfalls gäbe es ein Bußgeld, was sich jede Woche verdoppeln würde.

Kann man so mit uns Bürgern umgehen? Die Beamten haben sich nur auf "Ihr Gesetz" berufen und uns keinerlei Chance auf einen positiven Bescheid eingeräumt. Es ist müßig zu sagen, daß die Investitionen dort umsonst waren, ich derzeit keine Einnahmen aus Yogakursen habe und das Ganze deutlich an meine Existenz geht - insbesonders als es keine entsprechenden Räume gibt. Die horrenden Mieten in München tun das Ihre dazu.
Vermieter scheuen logischerweise den Aufwand einer "Nutzungsänderungsbeantragung".

Ich frage also ganz konkret: Ist Yogaunterricht nicht förderungswürdig?

Wird es nicht Zeit, hier eine Gesetzeslage zu schaffen, die es freiberuflichen Yogalehrern erlaubt, in "legalen" Räumen zu unterrichten?
ich wette, daß 90% der Yogastudios in Büros oder Praxisräumen "illegal" hinsichtlich der Nutzung betrieben werden. Wie ist Ihre Stellungnahme dazu?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich für die wachsende Zahl der Yogalehrenden einsetzen würden.
Ganz konkret wäre ich für einen Tipp für eine erschwingliche Immobilie dankbar. (ca. 80-120qm à 10 €).

Besten Dank und Gruß
Dr. Elisabeth Kaiser
Yoga-Vidya München

+55

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.