Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor heidi vilsmeier am 25. Januar 2013
7076 Leser · 197 Stimmen (-20 / +177) · 2 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Wir müssen uns vor den Touristen schämen! Oder hoffen, daß sie nicht "müssen"...

Sehr geehrter Herr Ude,

als waschechtes Münchner Kindl bin ich meiner Meinung nach zurecht stolz auf unsere schöne (saubere) Stadt.
Leider musste ich mich aber kürzlich vor den Touristinnen sehr schämen, als ich das öffentliche WC am Odeonsplatz betreten habe. Ich hatte bisher immer gedacht, daß es in München kaum ein schlimmeres WC gibt, als das am Marienplatz im Untergeschoss. Aber das am Odeonsplatz übertrifft dies noch um ein vielfaches. Ich habe als Stewardess schon viele sehr schlimme Toiletten z. B. in China oder Indien gesehen. Da können wir in München aber wirklich langsam mithalten.
Meine Frage ist nun - Wieso werden diese Toiletten nicht ab und zu mal sauber gemacht? Warum wird kein Toilettenpapier bereitgestellt? Und wenn man sich dann die Hände waschen will, nachdem man eine dieser unzumutbaren, verschmutztenToiletten verlassen hat, warum ist dann noch nicht mal Seife vorgesehen? Wie können wir diesen Zustand verbessern? Ich habe vor lauter Ärger einige Fotos gemacht, von jedem einzelnen Klo, denn es war wirklich schwer zu entscheiden, welches man gefahrlos betreten konnte. Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, sind die Herrentoiletten in noch schlimmeren Zustand. Wirklich beschämend!
Ich habe einige Fotos angehängt, aber am Besten gehen sie selber mal auf so eine Toilette, der Geruch stellt die Bilder nämlich noch bei Weitem in den Schatten. Ich denke, wenn Sie schon einmal dort gewesen wären, dann hätten Sie mit Sicherheit schon längst etwas dagegen unternommen.

http://www.flickr.com//photos/90755723@N04/show/

Mit freundlichen Grüßen,
Heidi Vilsmeier

+157

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Antwort
von Christian Ude am 08. Mai 2013
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Vilsmeier,

der Zustand der öffentlichen Toiletten ist leider Problem, das ebenso ärgerlich wie schwer zu lösen ist. Alle Versuche, einen Betreiber zu finden, der Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der WC-Anlagen spürbar verbessert, sind bislang leider gescheitert. Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, den Betrieb für die öffentlichen Toiletten den Stadtwerken München (SWM) zu übertragen. Das Ergebnis der Verhandlungen mit den Stadtwerken, die noch andauern, wird dem Stadtrat dann zur weiteren Entscheidung vorgelegt.

Die WC-Anlage am Odeonsplatz wird derzeit täglich zwischen 7 und 8 Uhr durch ein Reinigungsunternehmen gereinigt, die auch das WC-Papier täglich bestücken. Seifenspender gibt es in öffentlichen WC-Anlagen generell nicht.

Der Zentrale Außendienst des Infrastrukturellen Dienstleisters überprüft mindestens zweimal pro Woche das Reinigungsergebnis und die Verkehrssicherheit der Anlage nach der Reinigung am Vormittag. In letzter Zeit konnten keine Beanstandungen festgestellt werden.

Aber auch hier gilt, eine öffentliche Toilette kann letztlich nur so sauber sein, wie sie die jeweilige Benutzerin oder Benutzer hinterlässt. Sowohl Vandalismus, Diebstahl von Verbrauchsmaterialien, als auch mutwillige Verschmutzungen sind bedauerlicherweise an der Tagesordnung.

Der Außendienst behält die Anlage am Odeonsplatz aber im Visier und wird bei Bedarf den Reinigungsrhythmus erhöhen.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Sabine Schneider
    am 14. Februar 2013
    1.

    Liebe Frau Vilsmeier,
    auch ich habe bereits entsetzt öffentliche Toiletten in München rückwärts wieder verlassen. Sie haben ja so recht!

    Es ist wirklich sehr beschämend welche Zustände in München herrschen. Wann und wie oft werden eigentlich diese Toiletten desinfiziert ? Für eine "Weltstadt" wirklich schon skandalös.

    Freundliche Grüße
    Sabine Schneider

  2. Autor Ulrike Dunst
    am 12. März 2013
    2.

    Hallo Frau Vilsmeier,
    was Sie bemängeln stimmt, deshalb suche ich grundsätzlich keine öffentlichen WC's auf, eben aus diesem Grund.
    Gerade heute habe ich unseren Stadtteil leider als "nicht sauber"
    deklarieren müssen. Es werden die Abfalleimer abmontiert, die anderen sind überfüllt, die Grünanlagen- und streifen sind verdreckt,
    die Gehwege werden nicht gereinigt.
    Das liegt an den Subunternehmern. Aber der Steuerzahler zahlt die
    Zeche. Die Stadt beklagt die hohen Kosten für die Reinigung der Straßen usw. vielleicht sollte man sich nach anderen Subunternehmern umschauen.
    Freundliche Grüße

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