Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Vera Conrad am 12. März 2012
5762 Leser · 80 Stimmen (-8 / +72) · 4 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Windeln

Sehr geehrter Herr Ude,

Ich habe eine Frage. Ich habe im Dezember ein Kind bekommen und war überwältigt von der Müllmenge, die die Windeln ausmachen. So bin ich jetzt zum Münchner Windelservice gewechselt. Dieser leiht einem Stoffwindeln und holt diese einmal die Woche ab und bringt sie gewaschen wieder. Das spart der Umwelt und nicht zuletzt der Stadt München eine Menge Müll. Leider kostet es mehr Geld (18 Euro/ Woche)
Meine Frage:
Warum wird dieser großartige Service nicht von der Stadt unterstützt?

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  1. Autor Martin Krafft
    am 12. März 2012
    1.

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Kind!

    Auch wir erwarten im April eines und haben uns bereits mit dem Windeldienst auseinandergesetzt.

    Nicht zu unterschätzen ist m.E. der Energieaufwand für das Waschen, sowie der "ökologische Fußabdruck" durch die Verwendung von ggf. sehr scharfen Reinigungsmitteln ("krankenhausrein").

    Hat der Windeldienst hierzu bereits eine Position bezogen?

    Wenn ja und wenn dann die Bilanz immer noch stimmt, dann wäre es wirklich toll, wenn München hier zumindest den Mehrpreis subventionieren würde.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. Martin Krafft

  2. Autor Lothar Volz
    am 12. März 2012
    2.

    ............ich halte von solchen Windeldiensten gar nichts.
    -
    Durch solche Windeldienste wird die Umwelt mehr belastet als bei Einwegwindeln. Allein der Abholdienst und der Bringdienst belasten durch die Abgase die Umwelt. Die Straßen sind alle überfüllt. Es gibt keine Parkplätze. Diese scharfen Reinigungsmittel belasten das Abwasser. usw. und teurer ist es außerdem!
    -
    Die Fastfood-Restaurants verkaufen ihre Getränke in Einwegbecher, weil das die Umwelt weniger belastet, als das Reinigen von Gläsern und Tassen. Das wird auch bei den Einweg-Windeln so sein. Viel entscheidender ist doch, dass man seinen Müll dort hinbringt, wo er hin gehört. Und die Müllentsorgung funktioniert doch super in München.
    -
    Es gibt Windeln, die sind kompostierbar. Die sind auch kein Problemmüll.

  3. Autor Martin Sell
    am 22. März 2012
    3.

    Jährlich wandern allein in Frankreich 2,5 Milliarden und in Deutschland drei Milliarden Einmal-Windeln in den Hausmüll. Und jede einzelne benötigt 200 bis 500 Jahre, um vollständig abgebaut zu werden. Der ARTE-Themenabend rechnet hoch, was das für die Zukunft der Welt bedeutet. http://youtu.be/WZ9P3MMwDxM

    In dem Film wird von einer englischen Stadt berichtet, die einen Zuschuss zum Windelservice zahlt, in gleichem Maß wie die Vermeidung des Mülls der Stadt Kosten spart!

    Der Windelservice München (Stemmerhof) reinigt die Windeln umweltschonend und energieeffizient, da alle Windeln zusammen in einer industriellen Großwaschstrasse gewaschen werden. Außerdem werden die Windeln mit einem Biogas-Auto ausgefahren.

    Kompostierbare Windeln wären eine echte alternative, aber die sind auch noch sehr teuer.

    Neben den Vorteilen für die Umwelt stehen für mich aber die Vorteile für die Gesundheit des Kindes im Vordergrund: Allergien (was verursachen die ganzen Kunststoffe über 24h am Babypo, es gibt dazu keine Studien), Hüftfehlstellungen, früher trocken, ...

    Ich unterstütze die Anfrage von Frau Vera Conrad und hoffe dass Herr Ude das Anliegen wohlwollend aufnimmt, es stünde der Weltstadt mit Herz gut zu Gesicht!

  4. Autor Nicole Georges
    am 20. Februar 2013
    4.

    Meine Meinung: Wer einen Windelservice bucht ist selber schuld!

    Die Maschine wäscht doch von alleine und die eine Maschine alle 2-4 Tage kann man wohl verschmerzen.
    Und dann die Kosten eines Windelservices! Verursacht selber waschen sicher nicht.
    Wenn man dann noch dazu gebrauchte Windeln kauft (es gibt genug Möglichkeiten, wenn man sich ausreichend informiert und stöbert), ist es nochmal günstiger und wieder mal wird die Umwelt geschont, weil über Jahre verwendet!
    Zum Waschmittelaspekt: Stoffwindeln gehören mit enzymfreiem Biowaschmittel bei 60 Grad gewaschen. Bei der Temperatur wird alles ausreichend abgetötet und desinfiziert.

    Wer sich ernsthaft informieren möchte, ist hier gut aufgehoben:
    http://www.naturwindeln.de/vorteile.php
    http://www.naturwindeln.de/haeufige_fragen.php
    Mit diversen Kostenaufstellungen und meines Erachtens ehrlichen Argumenten pro und contra Stoffwindel, sowie Fakten zum Umweltaspekt etc.

    Nichtsdestotrotz gibt es Windelzuschüsse, ebenso wie gebührenfreie Kitaplätze, wohl nur für "priviligierte" Bewohner wohlhabender Gemeinden wie Unterföhring... :-(

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