Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor M. K. am 19. Mai 2010
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Gesellschaft und Soziales

Wieder einmal: Kinderkrippenplätze

> Sehr geehrter Herr Ude,
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> ich bin nicht die erste und ich werde auch nicht die letzte sein die sich mit dem Thema der zu wenigen Kinderkrippenplätze an Sie wendet.
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> Zunächst, es ist mir durchaus bewusst, das die Aufstockung der Betreuungsplätze für die unter 3jährigen Kinder nicht von heute auf morgen geschehen kann und sich auch schwer Personal finden lässt.
> Die Situation der Kinderkrippenplätze in München ist jedoch einfach nur der pure Horror!!!
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> Zu meiner persönlichen Situation: Ich habe eine jetzt 9-monate alte Tochter und ich brauche dringend (genau wie viele andere berufstätige Mütter auch) einen Kinderkrippenplatz noch dieses Jahr da ich im September wieder arbeiten gehen MUSS!! Das Elterngeld fällt weg und ein Gehalt alleine in München mit den horrenden Mieten reicht vorne und hinten nicht.
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> Wir haben uns da war ich IM 5.MONAT SCHWANGER! bereits auf die Warteliste bei über 40!! Kinderkrippen (u.a. auch Krippen in anderer Trägerschaft oder Elterninitiativen) setzen lassen, das war im Jahr 2008! Nun haben wir von nahezu fast 40 Krippen die Absage bekommen "frühestens 2013!" Na schau an, da ist sie dann schon fast 4 und hat wahrscheinlich noch keinen Kindergartenplatz bekommen!
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> Es gibt noch die privaten Krippen jedoch fallen diese mit Ihrer Preisauskunft "1000-1265 Euro pro Monat" aus unserem leider bürgerlichen Budget. Nebenbei, man möchte es nicht glauben doch auch diese sind restlos überfüllt! Auch bei der Tagesmutterbörse haben wir uns sehen lassen doch auch diese fallen mit 750-1000 Euro, da wir sie Vollzeit brauchen, zu Buche und sind somit für uns nicht finanzierbar!
> In seiner Verzweiflung muss man sich dann von einem Mitarbeiter des Stadtjugendamtes, den man in der Hoffnung auf weitere Ratschläge anruft, der einem erneut die Tagesmütter oder privaten Krippen rät und man ihm unseren finanziellen Rahmen deutlich macht anschnauzen lassen "tja, dann müssen Sie halt in den Dispo gehen".
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> Wir sind momentan einfach nur verzweifelt denn andere Möglichkeiten als einen Umzug aufs Land in Frage zu stellen gibt es nicht, unsere Familien sind hunderte von Kilometern weg und selbst berufstätig.
> Was muss man heute noch für einen Krippenplatz machen wenn man einfach nur normaler Bürger ist und keine 100000 Euro im Jahr verdient um sich eine Tagesmutter leisten zu können?
> Warum - und dies weiß ich aus zuverlässigen Quellen - gibt es in der Platzvergabe solche Diskrepanzen und Mütter die zu Hause sind und nicht arbeiten gehen möchte oder müssen bekommen den Platz? Oder andere die "zeit für die Arbeitssuche und Bewerbungen" benötigen?
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> Es wird einfach Zeit das sich etwas ändert!! Warum öffnen Sie nicht die Kindergärten bereits für die 2jährigen, so wie es andere Bundesländer bereits tun? So würde man in den Krippen auch wieder etwas Luft schaffen bis der Krippenausbau vollendet ist.
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> Mit freundlichen Grüßen,
Martina Köppl

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