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Autor Martin Esser am 30. September 2011
9640 Leser · 122 Stimmen (-54 / +68) · 11 Kommentare

Mobilität und Verkehr

Werden in München Autofahrer ausgenommen?

Sehr geehrter Herr Dr. Ude,

was steckt eigentlich dahinter, dass München die Autofahrer gleich mehrfach abkassiert?

Wir zahlen KFZ-Steuern, Mehrwertsteuern, Mineralölsteuern, Versicherungssteuern, etc etc.

Nun wird in München an fast jeder Ecke fürs Parken auch noch Geld verlangt. Parkhäuser kosten übertrieben viel Geld. Ich wohne zum Glück ausserhalb und habe andere Städte, in denen ich einkaufen und arbeiten kann. Daher meide ich München, wann immer es geht.

Ich finde diese Abzocke auch wirtschaftlich sehr kurzfristig gedacht, denn es wird sicher mehr und mehr Autofahrer geben, die aus demselben Grund genauso reagieren.

Ist das der Ausgleich dafür, dass immer mehr Unternehmen München verlassen?

Bald wird es so sein, dass man in Großstädten lebt und aufs Land zum Arbeiten fährt, weil dort die Industrie angesiedelt ist.

Park&Ride ist keine Alternative. Denn kommt man nach 8 Uhr auf einen P&R-Parkplatz, ist dieser auch schon voll.

Warum stellt die Stadt München nicht brach liegende Flächen fürs Parken kostenlos zur Verfügung? Auf der fast das ganze Jahr ungenutzten Theresienwiese wird ja ebenfalls seit Jahren abkassiert.

Es wäre schön, wenn die Münchner Politik hier längerfristig denken würde. Was planen Sie zu tun?

Mit freundlichen Grüßen

+14

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Kommentare (11)Schließen

  1. Autor Christoph Müller
    am 11. Oktober 2011
    1.

    Guten Tag,
    das wird noch besser, die Grünen wollen die City-Maut für München einführen! Sie müssen wissen, solange hier Grün regiert, wird München auch die autofeindlichste Stadt sein...

    Viele Grüße

  2. Autor Herbert Gerhard Schön
    am 16. Oktober 2011
    2.

    Sehr geehrter Herren,

    nach Ihrer Autofahrer-Logik "Ich parke mein Auto
    überall dort, wo ich es gerne möchte und kosten soll es
    wenig oder (noch viel lieber) gar nichts!" möchte ich
    Ihnen beiden ein plausibles Angebot machen:

    Ich habe so einige sperrige Sachen, beispielsweise
    Biertisch-Garnituren, Werkzeuge und Dekorations-Materialien,
    die ich nur ab und zu brauche. Diese Dinge lagern derzeit
    bei einer Lager-Firma in einer Box mit 3 m x 3 m Größe und
    ich bezahle dafür rund 125 Euro im Monat. Wenn Sie zuhause
    bei sich noch Platz frei haben, würde ich mich gerne bei
    einem von Ihnen auf einer Fläche von 9 qm einmieten – für
    50 Euro im Monat. Sie dürfen sich die Sachen dann auch gerne
    jeden Tag anschauen – aber benutzen natürlich nicht, denn
    sie gehören ja allein mir. Ich würde selbstverständlich auch
    sehr gerne zu jeder Tages- oder Nachtzeit zu Ihnen kommen,
    um meine Sachen abzuholen oder wieder zu bringen.

    Drehe ich die Sache aber jetzt wieder um und betrachte Ihre
    Autofahrer-Logik aus meiner überwiegenden Fußgänger-Perspektive als Münchner Stadtbürger, dann richte ich diese Frage an Sie beide:

    Wie kommen Sie eigentlich auf die eigentlich doch sehr
    freche Anspruchshaltung, Ihre Autos viele Stunden des Tages
    als Stehzeuge auf öffentlichen Flächen meiner Heimatstadt
    deponieren zu wollen und das am Allerliebsten sogar noch
    umsonst?

    Diese Fragestellung finde ich nun viel spannender als
    "Werden in München Autofahrer ausgenommen?" und
    lege daher einen entsprechenden Blog auf
    www.wichtlbaamschui.de zur weiteren Diskussion an.

    Mit frohem Gruß,

  3. Autor Martin Esser
    am 17. Oktober 2011
    3.

    Hallo,

    gut gedacht nur leider zu kurz. Und offenbar haben Sie meinen Beitrag nicht ganz gelesen. Wieviel Steuern zahlen Sie jedes Jahr für Ihre Biergarnitur? Eine jährliche Steuer, eine Steuer jedesmal, wenn Sie sie benutzen, eine Steuer auf weitere Kosten, da Sie sie ja versichern müssen? Wieviel macht das insgesamt?

    Wie kommen Sie auf die freche Anspruchshaltung, in München Bäume pflanzen zu wollen, wo Sie doch dadurch, dass Sie in München wohnen, zu deren Verdrängung beigetragen haben. Das ist genauso kurzsichtig gedacht wie Ihre Kritik. Würde München genügend Parkflächen ausweisen, würde dies lange Suche und unnötiges Umherfahren (Abgase, Ressourcenverschwendung, etc.) durch Wohngebiete ersparen. DAS ist ein Ökogedanke.

    Übrigens vermiete ich Ihnen gerne eine Fläche von 9 qm für 50 Euro. Schicken Sie mir einfach eine Email, wenn Sie Interesse haben.

    Interessant auch, dass von der Stadt München noch keine Stellungnahme kam.

    Schöne Grüße

  4. Autor Frank Reinicke
    am 17. Oktober 2011
    4.

    ... um so besser wenn andere Autofahrer auch so denken wie sie! Die Fahrten in die Stadt erfolgen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, keine Staus, keine verpestete Luft durch Autoabgase! Wunderbar, da hat das Parkraumbewirtschaften doch einen Erfolg erzielt! Sie sollten sich doch mal in Zürich umschauen. Und City-Maud für München? Meine Stimme hat die Stadt! Sehen Sie sich doch mal in London um, da funktioniert es auch!

    Es kann noch keine Stellungsnahme vom OB München kommen, schließlich wird über diese Frage noch abgestimmt. Ich kann mich persönlich nicht entscheiden ob ich für die Beantwortung oder gegen die Beantwortung der Fragestellung stimme. Und München hat ja noch nicht genug Autos in der Innenstadt ...

  5. Autor Martin Esser
    am 17. Oktober 2011
    5.

    "... um so besser wenn andere Autofahrer auch so denken wie
    sie! " - wen der oben genannten "Sie" meinen Sie? Hier sind ja verschiedene Meinungen vertreten.

    Was das Pendeln angeht: gratuliere! Tolle Idee! Mache ich auch, wo es möglich ist. Was machen Sie aber, wenn die letzte halbwegs akzeptable Verbindung mit MVV nachts gerade mal bis Pasing geht, Sie aber 40 km ausserhalb wohnen?

    Vielleicht liegt es an mir, aber ich kenne in Pasing keine kostenlosen P&R-Parkplätze. Also doch wieder auf gut Glück durchs Wohngebiet kreisen.

    Hinzu kommt: manche Menschen MÜSSEN beruflich nach München mit dem Auto. Was nun?

    Diese ganze Verkehrspolitik ist so kurzfristig wie die Feinstaubplakette. Macht der Feinstaub am Mittleren Ring Halt? Noch krasser: Stuttgart. Innen Umweltzone, daneben Flughafen und Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.

  6. Autor Richard Rosenstolz
    am 17. Oktober 2011
    6.

    ... das ist in meinen Augen die typische "Autofahrer" Argumentation: "manche Menschen MÜSSEN beruflich nach München". In Tokyo fahren jeden Morgen und Abend Mio. von Pendlern ohne Auto, In London fahren 80% aller Pendler mit der Metro, in Berlin fahren 60-70% aller Pendler mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ...

    "Wir zahlen KFZ-Steuern, Mehrwertsteuern, Mineralölsteuern, Versicherungssteuern, etc etc." - auch das ein altes Argument. Das ist so ähnlich wie: "ich zahle Hundesteuer, also kann mein Liebling auch auf den rasen kacken, ich zahl ja für die Reinigung ..."

    Autofahrer zahlen ja keine Steuern, damit sie irgendwo bequem hinfahren und am besten umsonst parken können. Die Steuern werden ja aus gutem Grunde erhoben. Parkraumbewirtschaftung ist nicht in diesen Kosten enthalten! Und wenn "manche Menschen MÜSSEN beruflich nach München" unbedingt mit dem Auto wollen, bitte in der Innenstadt sollen sie dafür auch bezahlen.
    Und ja deutsche Verkehrspolitik ist kurzfristig, weil dauernd auf die Autofahrerlobby Rücksicht genommen werden muss!

    Und ich gebe Ihnen Recht, an den öffentlichen Verkehrsverbindungen muss viel getan werden - das wird aber nur getan, wenn die Autofahrer umgestiegen sind!

  7. Autor Martin Esser
    am 17. Oktober 2011
    7.

    Ich steige auf öffentliche Verkehrsmittel um, wenn ich mit diesen nach München und wieder nach Hause komme. Aktuell ist das nicht gegeben.

    Die S- und U-Bahnen sind übervoll. Wieviele Autofahrer sollen denn noch umsteigen auf Bus und Bahn? Wo sollen die sich denn noch hin stellen (geschweige denn setzen) innerhalb der Fahrzeuge des ÖPNV? Es ist einfach dumm zu verlangen, dass mehr Autofahrer auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollen. Und gegen die Magnetschwebebahn zum Flughafen haben sich doch überwiegend die Münchner gewehrt. DAS wäre fortschrittlicher ÖPNV.

    Eventuell wäre ein angemessener Preis fürs Parken noch akzeptabel. Hier kostet zB die ganze Nacht im Parkhaus einen Euro. Dafür dass mein Auto (zB im Winter) schnee- und eisfrei steht und auch noch bewacht wird, ist mir das einen Euro wert.

    Parkraum zu angemessenen Preisen gibt es in München nicht (mit welchem Recht?). Davon abgesehen gibt es Ortsteile, die - so scheint mir - komplett mit Anwohnerparkplätzen ausgestattet sind. Was macht dann ein zeitweise Gehbehinderter? Einen Behindertenausweis bekommt er nicht. 1-2 km vom Parkplatz zu seinen Freunden kann er auch nicht laufen. Was nun?

    Am Rande sei noch darauf hingewiesen, dass die KFZ- und Mineralölsteuer überwiegend zweckentfremded verursacht wird. ZB wird der ÖPNV damit finanziert. Würden Sie für die einfache Fahrt in München 5 Euro oder mehr zahlen? Dank der Autofahrer müssen Sie das nicht.

  8. Autor Gerhard Finsterbusch
    am 18. Oktober 2011
    8.

    Der Vergleich mit einem Auto und der Biergarnitur ist hanebüchen. Wer auf ein Auto verzichten kann, tut es inzwischen auch... leider kann nicht jeder alles mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen erledigen. Denken Sie daran, wenn Sie vielleicht selber mal auf "Essen auf Rädern" angewiesen sind.

    Zudem denke ich das die bestehende Handhabe die Stadt mit einem pauschalen Halteverbot zu belegen eher den Global Playern zugute kommt, welche über die entsprechenden Mittel verfügen sich auf Messen oder sonstwo zu treffen um ihre Geschäfte zu tätigen, mit welchen sie die Auslagen der Innenstädte immer austauschbarer gestalten. Auch der Internet Handel profitiert aber Inhaber geführte Läden, welche von einem mutigen Handelsvertreter profitieren, werden kaum mehr spontan angelaufen, weil es für Handelsvertreter und Kunden immer schwieriger wird, in die Stadt zu kommen. Und da wo viel los ist, gibt es auch immer wieder mal einen freien Parkplatz...

    Abgesehen davon empfinde ich die intensive "Parkraumbewirtschaftung" mit Kontrollen auch in der Nacht oder eine City Maut inzwischen als relative Abzocke und definitiv überhaupt nicht gastfreundschaftlich, wenn man als Besucher aus einer fremden Stadt davon betroffen ist.

  9. Autor Herbert Gerhard Schön
    am 21. Oktober 2011
    9.

    Werte Mit-Diskutanten,

    fällt es Ihnen auf? Bisher ist der Kommentar-Bereich hier zu "Autofahren, Parken, Steuern und Gebühren" reines Männer-Refugium. Das kann bedeuten, dass Frauen
    A) leidensfähiger sind
    oder
    B) sich lieber mit anderen Themen beschäftigen.

    Nun bin ich durch meinen ersten Kommentar hier endlich auch dazu gekommen, dem Münchner Oberbürgermeister eine lang gehegte Idee als einen vielleicht gänzlich abwegigen Vorschlag vorzustellen:
    http://www.direktzu.muenchen.de/ude/messages/gerechte-par...

    Meine allerfrechste Anspruchshaltung als eingeborener Münchner (zwar nur in zweiter Generation, aber immerhin eingeboren) ist in dem weiteren Denk-Vorgang sehr kurz formuliert diese Forderung:
    >Autos raus + Bäume rein<

    Dazu lade ich Sie alle sehr gerne ein, bei einem öffentlichen Stadtspaziergang meines Werkstatt-Zwillings Hege Wiedebusch
    http://www.oebz.de/default.asp?Menue=2&Terminrubrik=1... beispielsweise auch die praktische Frage zu diskutieren, wie viel Platz die parkenden Autos in München belegen und was stattdessen mit dieser (Park-) Fläche gemacht werden könnte, wenn es in München weniger Autos gäbe.

    Sehr geehrter Herr Esser,
    wohin soll ich Ihnen zu meiner Lagerungs-Anfrage eine Email schreiben? Schicken Sie mir doch bitte eine Nachricht,

    Mit den besten Wünschen für ein lebenswertes München,

  10. Autor Monika Häusler
    am 24. Oktober 2011
    10.

    Sehr geehrter Herr Esser,

    1. "Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.", § 3 Abs. 1 der Abgabenordnung. Daher kann ich Ihre Anspruchshaltung nicht nachvollziehen._____________________
    2. Der Zustrom nach München ist ungebrochen, die Preise für Miete/Imobilienerwerb steigen kontinuierlich an, eben weil die Menschen hier leben/arbeiten (wollen). Dass die Leute künftig hier wohnen und im Umland arbeiten, bezweifle ich stark.______________
    3. Wer zum Einkaufen nach München mit dem Auto, schlimmstenfalls bis in die Innenstadt, fährt, dem ist nicht mehr zu helfen oder er ignoriert einfach die öffentlichen Verkehrsmittel.__________________
    4. In den letzten fast zwei Jahrzehnten habe ich es immer noch geschafft, selbst in Stoßzeiten, mit Bus, S- oder U-Bahn zur Arbeit/nach Hause zu kommen. Bei schönem Wetter fahre ich knapp 35 Min. einfach mit dem Rad zur Arbeit und mein Gefühl ist, dass dies immer mehr Bürger so handhaben. Wie es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Nacht aussieht, weiß ich nicht, da ich tagsüber arbeite._________________________________________________
    5. Brach liegende Flächen sollte die Stadt München eher nutzen, günstigen Wohnraum zu schaffen oder Kinderbetreuungseinrichtungen. Solche Flächen kostenfrei für parkende Autos bereitzustellen, da fallen m.E. die hiesigen Rechnungsprüfer in Ohnmacht. An die Bereitstellung knüpft sich auch eine Kontrolle/Bewirtschaftung der Flächen (abgestellte Schrottautos etc.), Schneeräumung und so fort. Das verursacht Kosten - und dafür soll nichts verlangt werden? Grundsätzlich bin ich als Steuerzahlerin großzügig, aber in diesem Falle nicht.. Im Übrigen hätte Ich dann gerne auch kostenlose Kinderbetreuungseinrichtungen.___________

    Mit freundlichen Grüßen
    M.H.

  11. Autor Robert Strittmatter
    am 24. November 2011
    11.

    Hallo allerseits
    beim durchlesen der Kommentare fällt mir besonders auf das
    hier jemand ein Lagerproblem für sperrige Sachen hat und
    zurück will zur Natur ............in 10 min. ist man aus der Stadt draussen und hat nur " Grün " um sich rum ( ausser im Winter !) viel Spass !
    Das hat aber nichts mit dem eigendlichen Thema zu tun!
    Um beim Thema zu bleiben:
    Um z.B. Parkgebühren oder MVG Gebühren zu senken müssten erst mal die Ausgaben reduziert werden die eine Preistreiberei erst notwendig macht , da wird aber nichts getan !
    Alles kostet Geld, und das München eine saubere und gut funktionierende Stadt bleibt dafür sollten wir schon unseren
    Obulus leisten, keine Frage !
    Aber , wenn andererseits sinnlose Starassenbahnlinien gebaut werden ( Mü- Freiheit - P.Schw. z.B) oder überschüssiges Personal in den Ämtern da wo ein Oberhäupling gleich 5 Stellv. hat, da sollte man erst mal Kosten abbauen, dann müsste man auch andererseits keine
    überzogenen Gebühren kassieren.
    Alleine diese 50 oder 70 Mio. was dieser Strassenbahnwahnsinn gekostet hat hätte man sinnvoller Anlegen können in Form von
    Wohnungen oder KiTa´s noch dazu wo eine U6 am Nordfriedhof
    ist die man in wenigen Min.von der PSchw. erreichen kann, oder man einen Shuttlebus einsetzt der für die Parkstdt Schwabing vollkommen genügt hätte weil der Großteil sowieso mit dem eigenen Auto fährt. Ein Unternehmen kann auch nur soviel Angestellte beschäftigen wie Arbeit da ist, bei der Stadt erhöht man einfach die Gebühren um alle bezahlen zu können !

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