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Autor Robert Etzelsbeck am 24. Juni 2013
4338 Leser · 84 Stimmen (-1 / +83) · 1 Kommentar

Planen und Bauen

Wassereinbruch in der Tiefgarage Messestadt

In der Messestadt Riem wurde im Rahmen des Parkraumkonzeptes eine Sammel-Tiefgarage für rund 1800 Stellplätze errichtet. Die Wohnungskäufer mussten einen Herstellungskostenbeitrag (rund 12000 DM) entrichten und sind nun Mieter der Stellplätze. Betreiberin der Tiefgarage ist die Auto Park Riem - ein Unternehmen der Max-Aicher-Gruppe. Seit Jahren haben wir Wassereinbruch in der TG, wochenlang ist ein Klima wie in einer Autowaschanlage. Die Autos rosten, wir haben vielfach Rostschäden an Bremsscheiben der Autos. Neuwägen kommen nicht durch den TÜV wegen verrosteter Bremsscheiben. Eine Motorrollerfahrerin ist durch Wasserglätte gestürzt und hat sich verletzt. Durch die Wasserglätte löst das ABS aus beim geringsten Bremsversuch. Die ganze Anlage steht voller Wasser.

Die APR sagt, wir können ja kündigen, wenn wir mit der Dienstleistung nicht zufrieden sind und bestreitet, dass der Wassereinbruch ein längst bekannter Baumangel ist.

Es muss nun eine Lösung her. Die TG ist marode und wird es immer mehr durch die massiven Wassereinbrüche. Ganzflächig dringt das Wasser offenbar durch die Bodenplatte und steht wochenlang (Ausmaß 1800 Stellplätze!) drinnen. Seltsamerweise immer dann wenn es draußen trocken ist, haben wir in der TG das Wasser stehen.

Das Beparken ist eigentlich phasenweise nicht mehr zu verantworten. Auch die Miete ist aufgrund des Mangels künftig in Frage zu stellen für alle Stellplatzmieter.

Die LH München hat die Stellplatzmieter durch einen höchst merkwürdigen Betreibervertrag (zu Lasten Dritter) in dieses Fiasko manövriert. Nun sind erste konkrete Schadensfälle an Kfz und sogar ein Sturz zu beklagen.

Wer bezahlt uns die Schäden und wann wird endlich die Tiefgarage wasserdicht gemacht. Die ständige großflächige Nässe ist auch für das Bauwerk höchst schädlich und wird die Lebensdauer verkürzen.

Der Betreibervertrag schreibt der APR vor, Baumängel auf eigen Kosten zu beseitigen und Gefahren zu verhindern. Das tut die APR jedoch nicht und hält sich nicht an den Vertrag, den sie mit der Stadt geschlossen hat.

Wieder sind die Messestädter das Opfer städtischen Handelns und müssen neben den Mietkosten trotz der ohnehin von ihnen finanzierter Stellplätze nun auch noch Sachschäden aufgrund der unstrittig mangelhaften Tiefgaragenanlage hinnehmen.

+82

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Gerd Eickelberg
    am 15. August 2013
    1.

    Herzliches Beileid an die Betroffenen.
    So sieht es aus wenn rentabel ! und renditehungrig ! Geld verbrannt wird.
    Den politisch Verantwortlichen dafür haben Sie richtig erkannt.
    Der Mann hält Wort! -nur bei wem?
    Ihr Erleben ist auch eine mögliche Zukunftsvision für die Tiefgarage am Josephsplatz.
    Ausgeschlossen ist dies nicht, bei den technischen Unsicherheiten.
    Freuen wir uns schon mal drauf.
    Ich wünsche Ihnen Erfolg bei Ihrem Kampf um Gerechtigkeit.
    MfG
    Gerd Eickelberg

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