Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Archiviert
Autor Thomas Miskiewicz am 12. April 2011
5281 Leser · 82 Stimmen (-3 / +79) · 1 Kommentar

Sonstige

Was ist denn bloß mit der Sicherheit am Münchner Flughafen los?

Sehr geeehrter Herr Ude,

was ist denn bloß mit der Sicherheit am Münchner Flughafen los? Ich gehe jedes Mal schwerbewaffnet durch die Sicherheitskontrolle durch und niemand hält mich an. Meine Waffen: eine fast aufgebrauchte Tube Zahnpasta, ein halb aufgebrauchter Rollerdeo, ein halb aufgebrauchter Reiserasierschaum in einer Miniflasche und ein kleiner After Shave Lotion!

Aber Spaß bei Seite. Ich fliege sehr oft, teilweise zwei Mal die Woche vom Münchner Flughafen mit genau dem gleichen Tascheninhalt weg.

Wie kann das sein, sehr geehrter Herr OB Ude, dass ich hundert Mal die genannten Kosmetika mitnehmen darf und das hunderterste Mal nicht und muss mich dann für eins entscheiden?

Also als der Sicherheitsmensch die genannten Schönheitsprodukte aus meiner Tasche herausgenommen hat (mit welchem Recht darf er eigentlich ohne meine Erlaubnis in meiner Tasche stöbern?), hat er mir gesagt, dass das so nicht gehe und ich mich für eins davon entscheiden müsste.

Ich dachte er macht Spaß mit mir. Ich kam mir vor wie im Kindergarten. Also wenn ich meine kleine Tochter dabei gehabt hätte, dann muss ich ehrlich sagen, da wäre ich in Erklärungsnot und würde mich für uns Erwachsene schämen.

Ich bat um ein Gespräch mit dem Vorgesetzten des Kontrolleurs. Es war ein Herr, der in dem Bereich nach dem Sicherheitskontrolle herumstand. Ich habe ihm erklärt, dass ich gegen Sicherheit nichts einzuwenden habe, es aber nicht nachvollziehen kann, dass ich jede Woche mit dem gleichen Inhalt fliege und jetzt plötzlich muss ich die Kosmetika abgeben. Seine Antwort: "Das kann ich mir nicht vorstellen." Seine Leute sind also offensichtlich unfähig jedes Mal die Passagiere zielgenau zu "entwaffnen" und als ich ihm davon berichte, da unterstellt er mir noch die Unwahrheit. Einfach nur dreist!

Übrigens, ich wurde gar nicht nach meine Boardkarte gefragt und die anderen Passagiere auch nicht. Man ist so auf die Zahnpastatuben fixiert, dass die wirklich grundlegenden Aspekte der Sicherheit einfach ausgelassen werden.

Last but not least ist es übrigens auch so, dass wenn ich meinen Fotorucksack dabei habe, habe ich dort eine mittelgroße Flasche mit einer brennbaren Flüssigkeit für die Reinigung von Objektiven. Das hat noch nie jemand interessiert und es hat sie auch noch nie jemand gefunden, obwohl sie immer obendrauf in der Tschie liegt! Wenn sich der genannte Herr das bloß vorstellen könnte...

So, sehr geehrter Herr OB Ude funktioniert die Sicherheitskontrolle auf dem Münchner Flughafen. Dass in Münchner Flughafen noch nichts passiert ist, haben wir vielleicht der Bundeskriminalpolizei zu verdanken, aber nicht diesen grotesken Sicherheitskontrollen.

Jeder ist um seine Sicherheit besorgt. Es ist in unserer Zeit auch verständlich. Und es hat auch niemand was dagegen. Nur wenn wir schon Sicherheitkontrollen machen, dann müssten sie nach einem Standard ablaufen und zwar auf jedem Flughafen. Die Kontrollen wie wir sie heute haben sind uneinheitlich, offensichtlich uneffektiv und Arten in Schikanen aus. Mal Schuhe ausziehen, mal nicht. Hundert Mal darf man Kosmetika mitführen, das hundererste Mal nicht. Mal nach der Boardkarte fragen, mal nicht. Brennbare Flüssigkeiten werden nicht gefunden.

Sehr geehrter Herr OB: Sicherheit ja, Schikanen nein.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Miskiewicz

+76

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Erich Kirchmayer
    am 08. Juni 2011
    1.

    eine 100% Sicherheit wird es nie geben, denn sie geht zu Lasten aller Passagiere die dann alle(!) einer extrem genauen und strengen Kontrolle unterzogen werden müssen. Für eine simplen Inlandsflug von 50-60 Minuten (z.B. Düsseldorf, Frankfurt etc.) müsste man dann 2-3 Stunden vorher am Terminal sein - da kann ich dann gleich mit dem Auto fahren...

    Deshalb gibt es nur Stichproben, das genannte "hunderste Mal" eben.

  2. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.