Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Sabine Handzik am 27. Juli 2009
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Politik und Verwaltung

Warum sind die Angestellten in Behörden so unfreundlich?

Sehr geehrter Herr Ude,

dass die Mitarbeiter der Behörden in München sich nicht durch Freundlichkeit hervorheben ist leider bekannt.
Aber was sich im Fundbüro in der Oetzthaler Straße abspielt ist unverschämt und der Anlass meiner Beschwerde.
Bereits vor drei Wochen war ich aufgrund eines verlorenen Handys in der Oetzthalerstraße. Die dort arbeitenden Personen sind unverschämt und sehr unfreundlich.
In keinster weise wird auf das Anliegen des Einzelnen eingegangen. Ganz im Gegenteil als Kunde kann man gerade noch froh sein, dass sich die Herrschaften von Ihnen Schreibtischen erheben.
Nachdem ich mehrmals im Fundbüro München angerufen habe bekam ich die Aussage “Der Herr hat soviel Arbeit und kann nicht ans Telefon gehen”.
Somit musste ich mich heute erneut auf den Weg ins Fundbüro machen um mit den viel beschäftigten Herren persönlich zu sprechen. Im Fundbüro angekommen sitzen die viel beschäftigten Herren, die zwar sms schreiben können aber nicht ans Telefon gehen können, an Ihren Plätzen und auf mein “Guten Morgen” wird nicht reagiert. Im Gegenteil, aus dem Nachbarzimmer wird gerufen, “Was wollen Sie”.
Hier sollte einmal richtig Dampf hineingelassen werden. Das Fundbüro ist eine öffentliche Anlaufstelle und eine Dienstleistung der Stadt München. Jeder Bürger finanziert diese Stellen mit und kann, wie in jeder anderen Branche auch, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erwarten.

Ich bitte Sie inständig sich ein Bild von den Angestellten zu machen und den Servicegedanken des Fundbüros wiederzubeleben.
Darüber hinaus bitte ich Sie um eine kurze Stellungnahme.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

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Antwort
von Christian Ude am 09. Oktober 2009
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Handzik,

vielen Dank für Ihr Anliegen. Ich bedaure sehr, dass Sie mit der Kundenfreundlichkeit im Fundbüro nicht zufrieden waren. Wie mir das Kreisverwaltungsreferat mitteilt, war das städtische Fundbüro im Juli wegen Urlaubsabwesenheiten und gleichzeitig gehäuft auftretender Krankheitsabwesenheiten stark unterbesetzt.

Darüber hinaus wird derzeit dort im Haus umgebaut, eine Software für die Fundsachen-verwaltung entwickelt und eine neue Organisationsstruktur aufgebaut – allesamt Maßnahmen, um den Service des Fundbüros insgesamt zu verbessern und die Quote der Fundsachen, die zurück vermittelt werden können, dauerhaft zu erhöhen.

Derzeit finden allerdings Publikumsverkehr, Anfragen per Telefon und E-Mail, Anlieferungen, Bearbeitung der Fundsachen und Benachrichtigung der Eigentümer noch in der alten Organisationsstruktur parallel statt. Dadurch kommt es häufiger unvermittelt zu Belastungsspitzen und es entstehen dann leider Wartezeiten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im städtischen Fundbüro sind trotz der derzeit noch ungünstigen Begleitumstände täglich um einen guten Kundenservice bemüht – wie dies auch das gute Abschneiden Münchens beim Test der Fundbüros durch die Stiftung Warentest im August 2005 und August 2009 belegt.

Gleichwohl wollen wir die Kundenfreundlichkeit nicht nur durch eine Verbesserung der Betriebsabläufe im Fundbüro verbessern. So werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schrittweise an die großen Veränderungen des Arbeitsumfeldes herangeführt und mit Teamentwicklungsmaßnahmen unterstützt. Zusätzlich werden im kommenden Jahr auch Kommunikationsseminare angeboten.