Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Manuela Müller am 14. September 2010
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Mobilität und Verkehr

Warum gibt es keine Isar Card Junior?

Sehr geehrter Herr Ude,

da mir der Ausbildungstarif der MVG nicht sehr familienfreundlich erscheint, sondern dadurch vielmehr mit zunehmender Selbständigkeit der "lieben Kleinen" auch die Haushaltskasse mehr belastet wird, möchte ich Ihnen folgendes Schreiben an die MVG zur Kenntnis zuleiten:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn des neuen Schuljahres ließ ich für meine Tochter eine MVG-Kundenkarte für den Ausbildungstarif I ausstellen.
Vorab hatte ich mich bereits online über die Preise informiert und stellte zu meiner Freude fest, dass der Tarif für 1 und 2 Ringe identisch ist.
Die Preise von 8,40 € für die Wochen- und 31,40 € für die Monatskarte (dies entspricht jeweils ca. 70% des Preises für die Isar-Card) schienen mir fair und angemessen für eine Schülerkarte.
Wir ließen den entsprechenden Antrag von der Schule abstempeln und machten uns auf den Weg in die Poccistraße. Hier wurde mir eröffnet, dass meine Tochter zu den oben erwähnten Preisen lediglich eine Fahrkarte für Ring Nr.2 (also nur einen Ring) erwerben könne, da sich sowohl die elterliche Wohnung, als auch die Schule in diesem Ring befinden.
Diese Regelung mag ja sinnvoll sein, wenn Fahrtkostenzuschüsse oder –erstattungen beantragt werden. Da wir unsere Fahrkarten aber selbst bezahlen, möchten wir lediglich die Erlaubnis in Form eines Eintrags in die Kundenkarte, eine Schülerkarte für 2 Ringe kaufen zu dürfen. Diese wird aber aufgrund der aktuell gültigen Tarifregelungen verwehrt.
Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich für 7,10 € eine Grüne Jugendkarte als Ergänzung kaufen könne, womit dann der gesamte Innenraum befahren werden kann.

Es stellt sich für mich nun die Frage, warum ich für etwas bezahlen muss, das ich nicht brauche (denn ein 10-jähriges Kind hat noch keinen Aktionsradius von 4 Ringen; die Ringe 1 und 2 werden jedoch regelmäßig befahren), im Umkehrschluss aber nicht das, was ich bezahlt habe (2 Ringe; denn die kosten ja genauso viel wie 1 Ring) nutzen kann.
Entweder meine Tochter stempelt jedes Mal, wenn sie in die Innenstadt fährt zusätzlich einen Streifen (=1,15 € einfach), oder ich bezahle insgesamt jeden Monat 38,50 € Fahrtkosten für meine Tochter für den gesamten Innenraum, den wir aber gar nicht nutzen.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass meine eigene Monatskarte (Jobticket) für 2 Ringe lediglich 33,97 € kostet.

Es entspricht nicht meiner Vorstellung einer familienfreundlichen Großstadt, dass eine Schülerfahrkarte, mit der man sich auch sinnvoll in der Innenstadt bewegen kann, mehr kostet, als die eines Erwachsenen.

Vielmehr wäre meiner Ansicht nach die Einführung einer „Isar Card Junior“ sinnvoll, die generell für beliebig viele Ringe gekauft werden kann und bei der die Eltern selbst entscheiden können, ob sie ihr Kind alleine zum Sportverein oder zum Instrumentalunterricht schicken möchten.
Dabei wäre die Bewegungsfreiheit der Kinder innerhalb des Personennahverkehrs nicht länger abhängig von der Distanz zwischen Wohnort und Schule.

Es wäre schön, wenn Sie die genannten Schwachstellen im derzeitigen Tarifsystem bei Ihrer nächsten Fahrtkostenerhöhung (die wohl wieder im Dezember fällig sein wird) bedenken und bereinigen könnten.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Manuela Müller"

Daher auch an Sie meine Frage: Warum führt man keine Isar Card für junge Menschen ein, die generell z.B. 70 oder 75% der regulären Isar Card kostet?

Für Ihre Antwort und Ihr Engagement bzgl. einer familienfreundlicheren "Fahrkarten-Lösung" bedanke ich mich bereits im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
M.Müller

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