Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Manuel Knill am 28. Juni 2012
5187 Leser · 89 Stimmen (-7 / +82) · 1 Kommentar

Gesellschaft und Soziales

Warum das Jobcenter seinen eigenen Job nicht machen will?

Sehr geehrter Herr Ude,

warum macht sich die Stadt München die Mühe, eine Servicehotlinenummer des Jobcenters München ins Netz zu stellen, wenn diese nicht erreichbar ist? Das Besetztzeichen ist hier wohl dauerhaft eingerichtet. Das die Mitarbeiter des Jobcenters entnervt und offensichtlich demotiviert sind ist wohl kein Geheimnis mehr, dennoch muss auch für sozial schwache Menschen die Möglichkeit bestehen telefonisch Auskunft zu bekommen.

Da es ja in ihrem Rathaus auch nur noch um Gewinnmaximierung, Leistungsorientierung und Wettbewerbsfähigkeit geht, wundert es mich nicht dass eine dritte Startbahn wohl wichtiger erscheint als die solide Unterstützung jener Menschen, die sich in dieser Gesellschaft eben nicht ihr erwirtschaftetes Kapital in den Vorgarten bauen um allen Nachbarn den Wohlstand zu zeigen, sondern schlicht ein selbstbestimmtes Leben führen wollen - hierfür benötigt es ab und zu Auskunft, Auskunft über Gesetzte und Regelungen denen dieses Menschen sich ja schließlich beugen müssen.

Ich hoffe für Sie und uns als Gesellschaft, dass sich solch "Kleinigkeiten" wie eine Servicehotline in ihrer Stadt organisieren lässt, vielleicht aber scheitern moderne Bürgermeister ja grundsätzlich an Projekten wie Flughafenbau, Start-und Landebahnerschließung oder einer funktionierenden Servicehotline des Jobcenters.

Liebe Grüße,
M. Knill

+75

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Jürgen Pfeiffer
    am 02. Juli 2012
    1.

    Hallo Herr Knill,
    grundsätzlich bin ich dafür die Themen zu trennen und sachlich zu bleiben. Allerdings gebe ich Ihnen recht, was das Erreichbarkeitsproblem angeht. Das ist aber nicht nur ein Problem des Job Centers sondern aller öffentlichen Einrichtungen.
    Mich kotzt es selbst jedes mal wieder an, wenn ich versuche eine Person oder Stelle der Stadt zu erreichen und regelmäßig folgende Beobachtungen mache:
    * Angestellter / Beamter X hat Y als Stellvertretung während einer Absage benannt und Y hat keinen Dunst von den Aufgaben von X.
    * Angestellter / Beamter X hat Y als Stellvertretung während einer Absage benannt.Y ist selbst nicht da und hat X als Stellvertretung benannt
    * Angestellter / Beamter X ist abwesend und hat eine Absenheitsnotiz bzw. Anrufbeantworter mit "bin am 2.7.2012 wieder zurück" besprochen und diese Nachricht erreicht einen am Mittag des benannten Tages oder am darauffolgenden Tag.

    Erreichbarkeit könnte Arbeit bedeuten und eine vernünftige Stellvertreterregellung würde die Absprache mit Kollege voraussetzen, was wiederum in Arbeit ausarten könnte. Das ist anscheinen nicht so beliebt.

    Gut, ich habe ein gewisses Verständnis dafür, weil die Mitarbeiter der Stadt München kommunikationstechnisch in der Steinzeit leben. Dennoch würde ich gerne in jedem der oben benannten Fälle ein Drittel der monatlichen Bezüge solcher Leute kürzen. Da könnte die Stadt viel Geld sparen.

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