Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor M. Schniedenharn am 14. Oktober 2010
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Wirtschaft und Finanzen

Vorwürfe gegen Wiesn-Wirt

Sehr geehrter Herr Ude!
In der Tagespresse gibt es immer mehr Anschuldigungen gegen einen Wirt ( http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/vorwuerfe-gege... ). Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Stadt München verlangt schriftliche Stellungnahmen.

Nun meine Frage: Was muss noch passieren, damit dem Herrn das Zelt entzogen wird? Die Anschuldigungen existieren im Prinzip seit Jahren und bis gestern wurde darüber geflissentlich hinweg gesehen.

Auch ich wurde mehrfach Zeuge nicht nur verbaler, sondern massivster körperlicher Gewalt des Herrn K. Ich würde dies sogar unter Eid bezeugen. Wir leben nicht mehr im Mittelalter und die Angestellten sind keine Leibeigenen. Ich fürchte eine nachhaltige Schädigung des Rufes der Wiesn.
Was gedenkt die Stadt zu tun?

Herzliche Grüße,
Ihr M. Schniedenharn

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Antwort
von Christian Ude am 12. Januar 2011
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Schniedenharn,

in Ihrer Anfrage verweisen Sie auf die Presseberichterstattung vom letzten Oktober zu Vorwürfen, die vom Personal des Oktoberfestzelts Hippodrom gegen dessen Wirt Sepp Krätz erhoben wurden. Natürlich ist die Stadt diesen Vorwürfen nachgegangen.

Der für das Oktoberfest zuständige Referent für Arbeit und Wirtschaft Dieter Reiter hat Herrn Krätz aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Herr Krätz hat sein Verhalten bedauert und versichert, dass sich solche Vorkommnisse zukünftig nicht wiederholen werden.

Herr Reiter hat Herrn Krätz deutlich zu verstehen gegeben, dass körperliche Übergriffe jeglicher Art, insbesondere gegenüber dem Personal, inakzeptabel sind. Der Wirt wurde ermahnt, sein Verhalten gegenüber seinem Personal seiner Vorbildfunktion als Wiesnwirt anzupassen. Die Stadt wird künftig ein besonderes Augenmerk auf das Hippodrom legen.
Sollte es erneut zu ähnlichen Vorkommnissen oder sonstigen nennenswerten Verstößen gegen städtische Vorschriften kommen, müsste dem Stadtrat vorgeschlagen werden, Herrn Krätz nicht mehr als Festwirt auf dem Oktoberfest zuzulassen.

Mit freundlichen Grüßen