Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Thomas Miskiewicz am 27. August 2013
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Mobilität und Verkehr

Verkehrssituation Friedenheimerbrücke u. Elesenheimerstrasse

Sehr geehrter Herr Ude,

ich möchte Sie auf die katastrophale Verkehrssituation im Bereich der Friedenheimerbrücke und Elsenheimerstrasse aufmerksam machen.

Problem Nr 1. Wenn man von der Elsenheimerstrasse kommend in Richtung Arnulfstrasse will, muss man auf wenigen Hundert Metern an 6 Ampeln anstehen:

1. Elsenheimerstrasse / Lautensackstrasse
2. Landsbergerstrasse
3. An der S-Bahn Hirschgarten
4. Vor der Einfahrt in die Siedlung (Ghetto) Hirschgarten
5. Vor der Ausfahrt aus dem Postgelände
6. An der Arnulfstr.

wovon Nr 4 und 5 völlig überflüssig sind.

Warum muss die Ausfahrt aus dem Postgelände per Ampel gesteuert werden? Die Post ist doch nicht Feuerwehr oder Notarzt. Diese Ampel brennt Tag und Nacht nur damit ein Laster der Post das Gelände verlassen kann. Kann die Weltstadt München diese Ampel - wenn sie denn überhaupt sein muss - nicht mit einem Sensor steuern?

Problem Nr 2. Die Friedenheimerbrücke hat in jede Richtung zwei Spuren. Leider ist nur eine davon befahrbar, weil man da parken darf. Wer parkt da? Die Laster der Autovermietung Hertz und andere. Haben wir keine billigeren Parkmöglichkeiten als das Bauen von Brücken? Das kann doch nicht sein, dass für die Bequemlichkeit von einigen wenigen individuuen Tausende Autofahrer im Stau stehen müssen. Man baut eine Siedlung mit 22.000 Einwohnern und lässt sie auf einer Spur die Siedlung und das Gebiet drum herum verlassen, damit Laster und einige wenige S-Bahn Fahrer direkt vor dem S-Bahnhof parken können. Auf dem Münchner Flughafen kostet ein solcher Luxus richtig Geld. Machen wir diese Parklätze doch genauso teuer, vielleicht braucht man sie dann doch nicht mehr.

Problem Nr 3. In der Elsenheimerstrasse auf dem Stück zwischen Landsbergestrasse und Schäufeleinstrasse herrscht absolutes Halteverbot, das laufend ignoriert wird. Autos bleiben stehen, auch auf dem Gehweg. Ergebnis:

- Autos die schon mal auf kürzester Strecke 4 Mal anstehen durften (siehe Punkt 1 und 2), bleiben Mitten auf der Landsbergerstrasse hängen, weil die rechte Spur der Elsenheimerstrasse blockiert ist. Passiert täglich.

- Es kommt ständig zu gefährlichen Situationen, weil diese Autos die Tür aufmachen, wo es keiner erwartet (meine im 8 Monat schwangere Frau wurde von so einem rücksichtslosen Autofahrer an dieser Stelle durch öffnen der Tür getroffen und mit Verletzungen am ganzen Körper ins Krankenhaus gebracht) und Fußgänger werden auf den schmalen Fahrradweg gezwungen.

Beides wird von vorbeifahrender Polizei täglich ignoriert. In dieser Stadt gibt es anscheinend eine Strassenverkehrsordnung für die Innenstadt, wo man schon für das Verlassen der Parkbucht mit einem Rad einen Strafzettel bekommt und eine weitere für den Rest der Stadt. In Laim z.B. darf man überall parken und die Polizei interessiert es nicht.

Problem Nr 4. Wenn man von der Landsbergerstrasse in die Elsenheimerstrasse abbiegt, steht ein Wendevorbotsschild, das laufend ignoriert wird, mit dem Ergebnis, dass Autos die Landsbergerstrasse nicht verlassen können, weil der wendende Autofahrer die hinteren blokiert, weil er auf auf die gerade kommende Strassenbahn wartet oder er wartet auch nicht und bringt die Sicherheit der Strassenbahnfahrgäste in Gefahr, die vor dem wendendenen Auto stark abbremsen muss.

Wenn man das Einhalten dieses Wendeverbotes durch eine Verkehrsüberwachungskamera nicht einfordern kann, brauchen wir dieses Schild überhaupt noch?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Miskiewicz

+81

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Antwort
von Christian Ude am 29. November 2013
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Miskiewicz,

während der Sommer- und Herbstferien 2013 führten die Stadtwerke München umfangreiche Reparaturarbeiten an einer Fernwärmeleitung im Bereich der Laimer Unterführung durch. Hierzu musste der betroffene Streckenabschnitt komplett gesperrt werden. Die Umleitung des Fahrverkehrs erfolgte über die Wilhelm-Hale-Straße und Friedenheimer Brücke.

Nun zu Ihren einzelnen Fragestellungen.

Problem Nr.1: Häufung von Lichtzeichenanlagen in der Wilhelm-Hale-Straße

Der Bereich westlich und östlich der Wilhelm-Hale-Straße befindet sich derzeit in einem ständigen Wandel. Neue Wohn- und Geschäftsgebäude wurden bereits, oder werden in den nächsten Jahren dort gebaut. Mit zunehmender Bebauung nimmt zwangsläufig auch das Verkehrsgeschehen weiter zu. Um auch den dortigen Anliegern eine gefahrlose Querung bzw. Ausfahrt auf die Wilhelm-Hale-Straße zu ermöglichen, wurde in den letzten Jahren die bestehende Ampelanlage Wilhelm-Hale-Straße/ Paketpostamt um einen vierten Kreuzungsast erweitert und die Ampel am Birketweg/ Wilhelm-Hale-Straße als unmittelbare Zufahrt zum neuen Stadtquartier neu errichtet.
Zu den verkehrsschwächeren Zeiten werden die beiden Ampelanlagen allerdings nur auf Anforderung betrieben.

Problem Nr. 2: Parken auf der Friedenheimer Brücke

Das Thema Parken auf der Friedenheimer Brücke wurde in den letzten Jahren mehrfach diskutiert.
Die Problematik wurde daher am 30.04.2013 dem Kreisverwaltungsausschuss (KVA) zur Entscheidung vorgelegt. Da der derzeitige Verkehr mit den zur Verfügung stehenden Fahrspuren ohne weiteres abgewickelt werden kann und ansonsten eine Verdrängung des Parkverkehrs in die umliegenden Wohn- viertel zu befürchten wäre, hat der KVA eine Beibehaltung der derzeitigen Regelung beschlossen. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die derzeitige Parkreihe durch ihre optische Verengung der teils unangemessenen Geschwindigkeit im Brückenbereich entgegenwirkt. Auch zu verkehrlich hoch belasteten Zeiten treten momentan keine nennenswerten Behinderungen im Verkehrsablauf auf.
Soweit der geplante Ausbau der Wilhelm-Hale-Straße zukünftig eine durchgängige vierspurige Befahrung auch im Brückenbereich erfordern sollte, kann selbstverständlich mit entsprechenden Maßnahmen reagiert werden, wobei dann allerdings weiterhin der Haltebedarf für Linienbusse, Taxis und Schwerbehinderte zu berücksichtigen wäre.

Problem Nr. 3 und 4: Missachtung von geltenden Verkehrszeichen

Verkehrszeichen bleiben selbstverständlich auch dann sinnvoll, wenn sie von manchen Verkehrsteilnehmern fahrlässig oder sogar vorsätzlich missachtet werden. Die Ahndung von Regelverstößen erfolgt durch die Polizei im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Maria Käser
    am 28. August 2013
    1.

    Diese Beobachtung durfte ich auch schon sehr oft machen, dass sich die Laimer Polizei nicht im Geringsten für die Einhaltung der STVO interessiert! Zugeparkte Bürgersteige, Reisebusse die in PKW-Parkbuchten stundenlang parken und dabei durch ihre Breite eine komplette Fahrspur blockieren, wie in der Agnes-Bernauer-Str. vor dem mongolischen Restaurant, Motorräder und Autos die hörbar ihre Auspuffanlagen manipuliert haben und die Liste könnte noch ellenlang aufgeführt werden, all das interessiert unsere Laimer Polizisten nicht! Alles Verkehrsprobleme die nicht sein müssten und dürften, mit ein bisschen mehr Kontrolle durch die Polizei! Das ständige ignorieren von Verkehrsschildern durch rücksichtslose Autofahrer wird einfach geduldet.

  2. Autor Thomas Miskiewicz
    am 28. August 2013
    2.

    Ganz zu schweigen, dass die Autos in der Agnes-Bernauer-Str. auf dem Stück zwischen der Siglstr. und der Lautensackstr. mit 80 km/h und mehr rasen. Da gibt täglich Straßenrennen! Und was macht die Laimer Polizei? Der ist es egal. Oder sie fährt derweil gemütlich durch dem Westpark.

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