Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Björn Drubel am 30. Juli 2012
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Mobilität und Verkehr

Verkehrschaos zur Dult -sinnlose Parpklatzsuche von Auswärtigen

Sehr geehrter Herr Ude,

zunächst möchte ich betonen, dass ich ein Freund der Auer Dult bin und mich nicht als "Spassverderber" sehe.

Ich lebe nun seit 4 Jahren in der so schönen Au am Mariahilfplatz und verstehe nicht, warum es zu den Auer Dulten über haupt kein Verkehrskonzept/Parkplatzkonzept gibt! Der Parkplatzsuchverkehr mit Gehupe ist gerade an Sonntagen unerträglich, Mann muss die Fenster geschlossen halten. Da um den Mariahilfplatz nahezu nur Anwohnerparken gilt und auch so kaum freie Parkplätze vorhanden sind, fahren hier sinnlos Besucher der Dult herum und suchen vergebens einen Parkplatz. Warum gibt es kein Parkleitsystem? Auf jedem Dorffest ausserhalb Münchens auf dem Land gibt es ein Parkplatzkonzept und Einweiser. Hier wird lediglich auf der Internetseite der Dulten auf die Nutzung der ÖPNV hingewiesen. Das ist völlig unzureichend und die Bewohner werden durch extremen Verkehr belästigt. Da die Dult ja kein eintägiges und einmaliges Ereignis ist, und schon in den letzten Jahren Ausmasse eines Volksfestes angenommen hat, denke ich sollten die Veranstalter nun endlich mal ein Konzept ausarbeiten und umsetzen.

Lösungsvorschlag: Metrobus52 und Extrabusse gratis als Shuttle vom Candidplatz oder anderen Grossparkplätzen. Sperrung der Parklizenzgebiete, vor allem am Wochenende! Mehr Kontrollen durch Parkraumüberwachung.
...sicherlich gibt es Lösungen.

Ich denke die Anwohner der Au, die bewusst auf das Auto verzichten, dafür bereit sind höhere Mieten als im Lkr. Ebersberg zu zahlen, die die Dult sicher ebenso lieben wie die Auswärtigen Besucher, sind für Verbesserungen der Wohnqualität bestimmt dankbar.

Die Videosequenz im Anhang wurde am ersten Dultsonntag (29.7.12) , einen etwas eher verregneten Tag, erstellt.

Die andere Sequenz den Einparkversuch einer Autofahrerin während einer vorherigen Dult.

Mit freundlichen Grüssen aus der Au

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Antwort
von Christian Ude am 26. November 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Drubel,

um unnötigen Parkplatzsuchverkehr zur Auer Dult möglichst zu vermeiden, wird in allen Mitteilungen, Pressetexten, im Internet und auch in der seitens des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und Schausteller geschal- teten Radiowerbung sowie in den Zeitungsanzeigen bereits ausdrücklich darauf hingewiesen, dass zur Auer Dult keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen und die Besucherinnen und Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen sollen.

Der Veranstaltungsbereich der Auer Dult ist auch gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Die Busse 52 und 152 sowie die Tram 17 fahren direkt zum Mariahilfplatz und ermöglichen somit eine Anbindung an das U- und S-Bahnnetz in einem regelmäßigen 5-10 Minutentakt.

Das von Ihnen geforderte Parkleitsystem wäre aus Mangel an nutzbaren Großparkplätzen in der Umgebung nicht umsetzbar und würde vermutlich sogar noch zusätzlich Autofahrer anlocken.

Zu der von Ihnen vorgeschlagenen Sperrung der örtlichen Parklizenzgebiete hat das zuständige Kreisverwaltungsreferat mitgeteilt, dass eine Aussperrung des unerwünschten Parksuchverkehrs alleine mit verkehrsordnenden bzw. -beschränkenden Maßnahmen kaum wirksam wäre, da von sämtlicher Sperr- beschilderung immer der sog. 'Anliegerverkehr' auszunehmen ist. Eine beweissichere Trennung zwischen Parkplatzsuche und wirklichem Anlieger- verkehr wäre schon wegen der Größe des diesbezüglich einzurichtenden Sperrkorridors nicht realisierbar - zumal die Polizei eine permanente Überwachung absehbar nicht in Aussicht stellen kann.

Die Parklizenzgebiete „Nördliche Au“ (Dultgebiet) und „Südliche Au“ werden in der Regel werktags mit bis zu vier Außendienstkräften überwacht. In den Dultwochen wird die Anzahl der Verkehrsüberwacher punktuell sogar erhöht. Selbst an Sonntagen, an denen das Parkraummanagement stadtweit gar nicht gilt, sind zur Kontrolle von verkehrlichen „Brennpunkten“ (dazu gehören beispielsweise Halteverbote, Kurvenradien, Gehwege) bis zu drei kommunale Überwacher unterwegs.

Mit freundlichen Grüßen