Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Annette Bernhardt am 04. August 2009
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Mobilität und Verkehr

Verkehrsberuhigter Bereich Martin-Empl-Ring

Sehr geehrter Herr Ude!

Mein Mann und ich wohnen mit unseren zwei kleinen Kindern in einem Haus im Martin-Empl-Ring in Alt-Riem. Diese Strasse ist durch entsprechende Verkehrsschilder als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, in dem vorschritsmässig nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf.

Leider verhält es sich aber so, dass zunehmend hier Wagen mit stark überhöhter Geschwindigkeit durchfahren, der Durchgangsverkehr nutzt die Strasse, da dadurch die Ampel an der Kreuzung Am Mitterfeld/Riemer Strasse bzw. eine Wartezeit vermieden werden kann.

Obwohl es im Martin-Empl-Ring per se erlaubt ist, auf der Strasse zu spielen, tun unsere Kinder das nicht, es ist viel zu gefährlich, da hier mit Ortsgeschwindigkeit durchgebraust wird. Andere Kinder sehe ich aber häufiger mit ihren Rädchen auf der Strasse herumfahren. Für unsere Kinder wird es gefährlich, wenn wir dort parken und die Strasse überqueren müssen, da man nach dem Aussteigen (markierte Parkpätze in Querrichtung, kein Bürgersteig) direkt auf der Fahrbahn steht und die Autos vorbeisausen.

Dieses Problem hat nicht nur meine Familie allein, wir haben eine Nachbarschaft mit vielen Kindern, die Eltern dieser Kinder haben das gleiche Anliegen und werden, dies, wenn nötig, per Unterschrift o. ä. auf Wunsch bestätigen.

Ich habe eine ähnliche Situation in Bad Soden im Taunus in der Weise gelöst vorgefunden, das man hier einen Strasse in der Mitte mit (für die Feuerwehr/Rettungsdienst etc. aufschliessbaren) Pfosten unterteilt hat, so dass die Anlieger zwar von beiden Seiten reinfahren, der Durchgangsverkehr aber nicht durchfahren konnte.

Andere bauliche Massnahmen, die eine Durchfahrt in Schrittgeschwindigkeit erzwingen, sind ebenso erfreulich und willkommen.

Was werden Sie tun, Herr Oberbürgermeister, damit aus dieser verkehrsberuhigten Strasse tatsächlich auch eine werden kann?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort und ihr Engagement!

Freundliche Grüße
Familie Annette und Rainer Bernhardt, München

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Antwort
von Christian Ude am 29. September 2009
Christian Ude

Sehr geehrte Familie Bernhardt,

aufgrund Ihres Beitrags hat die Kommunale Verkehrsüberwachung am 4. September bei Ihnen vor Ort in der Zeit von 16.40 bis 17.45 Uhr Radarmessungen durchgeführt. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 30 Kfz gezählt, wobei 11 Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 10–15 km/h und 8 Fahrzeuge mit einer erhöhten Geschwindigkeit von 20–25 km/h registriert wurden. Alle Geschwindigkeitsüberschreitungen lagen damit lediglich im Verwarnungsbereich.

Das Kreisverwaltungsreferat sieht wegen der auch für einen verkehrsberuhigten Bereich durchaus üblichen Verkehrsmenge aus verkehrlicher Sicht derzeit keine Notwendigkeit, die bestehenden Verkehrsbeziehungen wie von Ihnen vorgeschlagen zu unterbinden.

Eine Sperre würde zudem auch zu Umwegen für die Anwohner selbst führen und die Quartierserschließung insgesamt erschweren. Bitte bedenken Sie auch, dass bei einer Unterbrechung der Straße mittels baulicher Maßnahmen wegen der beengten Verhältnisse dann keine Wendemöglichkeit mehr gegeben wäre. Dies wäre für die Nutzung durch größere Fahrzeuge, wie Müllabfuhr oder Lieferfahrzeuge, äußerst problematisch.

Mit freundlichen Grüßen