Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Thomas Amschler am 19. September 2011
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Gesellschaft und Soziales

Verhalten Security Wies'n 2011

Sehr geeherter Herr Ude, sehr gehetre Frau Weisäupl,

ich bin, was wir hier "Muenchner Kindl" nennen: in muenchen Schwabing geboren, an der Schwindschule zur Grundschule, am Michaeli-Gymnasium zum Gymnasium und an der TU zur Uni gegangen!
Auch wenn ich, angesichts der hiesiger Politik und Einstellungen, mein Gehlat seit Abschluss des Universitaetsstudium im Ausland beziehe, bin ich immer wieder gern nach Muenchen zur Wiesn' gekommen!
Doch heute musste ich zwei enttaeuschende Erlebnisse ueber mich ergehen lassen:
Ochsenbraterei/ Spaeten: 16 uhr wurde unter der Aufraeumung fuer die reserbvierten Gaeste fuer 16.30, meine Regenjacke und mein Strickpullover entfernt und "entsorgt"! die "sofortige Reinigung" war so erfolgreich, dassw nicht einmal die Bedienungen wussten, was geschah!
Mein Fehler! Immerhin wiesen Schilder auf die Reservierung hin!
Zwei Stunden spaeter wurde ich im Schuetzenzelt/ Loewenbraeu - zehn minuten nach Bestellung einer Mass, von den SECURITY-Angestellten, sehr aggressiv und "undiplomatisch", aufgefordert, den Tisch fuer andere Gaeste zu raeumen! Mit mir wurden Teilnehmer des Trachtenumzugs "gebeten", dass Bier woanders auszudrinken, die, nach eigenen Angaben, "so etwas die letzten zehn Jahre NIE erlebt haben"!!
Ich mag mit meinem Bierkonsum nicht "attraktiver Verbraucher genug" sein auf der Wies'n! Aber dass eine Trachtenumzugsgruppe Platz machen muss fuer "besser Bezahlende" und dies, ohne klarer vorheriger "Beschilderung" der Reservierung und nicht auf freundlichem Hinweis der Bedienung sondern auf aggressivem Geheiss von wenig kommunikativen Security-Beamten, finde ich fuer Muenchen doch recht traurig!!!
Wo ist unsere Tradition geblieben???
Wo ist unsere Demokratie geblieben???
Kann es sein, dass gutbezahlende Kunden mehr "Recht" haben als Muenchner Trachtentraeger, die ihre Mass bereits bezahlt haben???
Heute ist mir nicht nur die Lust auf Arbeit in Deutschland, sondern auch die Lust auf jeglichen Besuch der Wies'n vergangen!
Sehr geehrter Herr Ude, sehr geehrte Frau Weisäupl, ich wuensch Ihnen viel Glueck und viel Finanziellen Erfolg mit dem Exportgut: Oktoberfest!
Freundliche Gruesse,

Thomas Amschler

+85

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  1. Autor Günter Friedl
    am 23. September 2011
    1.

    Hallo Herr Amschler,

    auch ich bin in gebürtiger Münchner (Muttersprache: Bayerisch) und ärgere mich jedes Jahr wieder über die Arroganz der Bierzeltbarone gegenüber ihren treuesten Gästen. Eine Abendreservierung zu bekommen ist ohne Kontakte oder Schmiergeld eigentlich nur zu Wucherpreisen über ebay möglich.

    In den reservierungsfreien Bereichen im Zelt ist es so, daß man ebenfalls schon ein ordentliches Trinkgeld hinlegen muss oder sehr ordentlich konsumieren muss (eine Maß Bier reicht da nicht!) um nicht bereits nach kurzer unsanft von den sog. "Ordnern" zum Verlassen des Zeltes aufgefordert zu werden.

    Aber ganz ehrlich: ich kann die Wirte verstehen und würde es genauso machen. Wenn mich keiner daran hindert innerhalb von 17 Tagen ein paar Millionen zu verdienen, dann greife ich doch auch ab was geht. Und ich bin mir sicher, daß fast jeder so denkt - nur zugeben tut man es natürlich nicht.

    Meines Erachtens müsste hier die Stadtverwaltung endlich mal mit dem Schumsekurs bei den Wirten aufhören und dafür sorgen das die Wies´n ein Volksfest bleibt. Eine Obergrenze für die Gastronomiepreise wäre da ein Anfang genauso wie eine strenge Überwachung der Reservierungspraxis. Ausserdem: was spricht dagegen, die Wiesnzelt auch einmal an andere Gastwirte zu vergeben? Ein rolierendes System würde vielleicht Wunder bewirken

    Günter Friedl

  2. Autor Andreas Rohe
    am 09. Oktober 2011
    2.

    Der Münchner an sich mag eh kaum noch hingehen. Letzte Woche saßen wir an einem langen Tisch in einem Restaurant und unterhielten uns über dieses Thema - die meisten waren gar nicht "draußen", und wir nur mal für 1 Stunde an einem freigenommenen Nachmittag unter der Woche. Viele Artikel auf diesem Bord weisen auf die Meinung hin ...z.B.
    "Die Wiesn verliert ihren Charakter".
    Geld regiert die Welt - und besonders die Wies´n......
    Ein Volksfest - wie wäre es z.B. mit einem speziellen Tag für "das Volk" - nämlich für die Münchner (die ja auch unter der Wies´n zu leiden haben, wenn sie in der Nähe wohnen)? Ein Tag, an dem es KEINE Reservierungen gibt, an dem Münchner mit Ausweis einfach mal so auf die Wies´n schlendern können? Ich glaube, die Wies´n-Wirte würden auch an so einem "Volkstag" ein paar Euro verdienen.

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