Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Torsten Laub am 02. Juli 2013
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Gesellschaft und Soziales

Vergabe von Dienstwohnungen/ Verhalten der Wohnungsgenossenschaften

Sehr geehrter Herr Ude,

ich möchte Ihnen gerne die Umstände der Vergabe unserer städtischen Dienstwohnung über die Gewofag schildern und Ihre Meinung dazu hören.
Meine Gattin ist seit annähernd 20 Jahren Angestellte der Stadt München im Bereich der Kinderbetreuung. Aufgrund der niedrigen Vergütung meiner Frau, haben wir uns bei der Suche nach einer gemeinsamen Wohnung gerne an das für die Vergabe von städtischen Dienstwohnungen zuständige Sozialreferat München und die Wohnungsgenossenschaften gewendet. Wir haben schließlich in Neuhausen eine Wohnung mit passender Größe und entsprechendem Mietniveau über die Gewofag gefunden.
Am Übergabetermin wurde uns in der Gewofag-Geschäftsstelle in Neuhausen dann erstmals der Mietvertrag vorgelegt. Zu unserem erstaunen handelte es sich um einen Staffelmietvertrag mit darin vorgesehenen Mieterhöhungen von bis zu 30% innerhalb von jeweils 3 Jahren. Von einem solchen Vertragsinhalt war im Vorfeld nie die Rede gewesen. Wir haben die Mitarbeiterin der Genossenschaft daraufhin auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Dies wurde lapidar mit der Bemerkung beantwortet, dass wir ja nicht unterzeichnen müssten. Der Mitarbeiterin war bekannt, dass wir unsere beiden bisherigen Wohnungen zu diesem Zeitpunkt bereits gekündigt hatten. Gezwungenermaßen haben wir den Mietvertrag daraufhin unterzeichnet. Mittlerweile wurde unsere Miete bereits zweimal um 20% erhöht und wir nähern uns einem Preisgefüge, welches für uns bald nicht mehr bezahlbar sein wird. Der Zweck der städtischen Dienstwohnungen ist doch gerade dies zu vermeiden, oder nicht?
Frage: waren die Umstände der Vertragsvorlage und die bereits erfolgten Mieterhöhungen für eine städtische Dienstwohnung überhaupt zulässig?

Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen
Torsten Laub

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