Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Axel Eichstädt am 15. Juli 2010
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Sonstige

Veranstaltungen Olympiapark

Sehr geehrter Herr Ude,
die gleichen Fragen habe ich heute an dden zuständigen BA geschickt, evtl. haben Sie mehr Aussagemöglichkeiten.
Betreff:
Sperrung des Bereichs Winzererstr, Hornstr, Staufenbergstr., Lerchenauerstr.
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei einem Spaziergang heute fiel mir auf, dass in den o.a. Bereichen Parkverbotsschilder für den 22.06 von 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr aufgestellt sind. Nach Internetrecherchen geh ich davon aus, das der Grund eine Privatveranstaltung ( b2run) ist.
Wissen Sie, ab wann oder ob überhaupt der Veranstalter plant, die betroffenen Anwohner davon zu unterrichten, zu welchem Zeitpunkt der Bereich vollständig von der Umgebung abgeschlossen wird und mit dem Pkw nicht erreichbar ist oder verlassen werden kann? Es gibt hier Personen, die auf ein Fahrzeug angewiesen sind oder z.B. durch Pflegedienste versorgt werden müssen.
Bereits letztes Jahr war der Bereich über Stunden vollständig abgeschnitten ( Nike Lauf), es kam zu Teils chaotischen Verhältnissen, eine Anfrage meinerseits wurde damit beantwortet, dass der Informationsfluss besser werden würde und die Anwohner rechtzeitig über die Behinderungen informiert werden würden. Ab wann wird das geschehen? Es muss doch möglich sein, in den Auflagen für die Veranstalter, die mit solchen Veranstaltungen viel Geld verdienen, eine ausreichende Informationspflicht unter zu bringen. Sogar die Veranstalter des Tollwood Festivals haben das ja einmal geschafft, obwohl sich an den Lärmbelästigungen nicht viel geändert hat?
In diesem Umfeld einige weitere Fragen.
Wie ist es möglich, als Bewohner von Schwabing West über den Bereich Olympiapark, der ja zu einem anderen BA gehört, informiert zu werden oder Sprech/ Einflussmöglichkeiten über den BA zu erlangen? Es soll ja Mitbürger in Schwabing West geben, die den Olympiapark als Erholungsraum nutzen.
Ich meine dabei Veranstaltungen wie z.B. das 24-Stunden MTB Rennen. Hier werden schon Tage vorher ganze Bereiche des Parks abgesperrt, während des Rennens ist der obere Bereich gar nicht zu erreichen. Zusätzlich fahren schon Tage vorher ganze Gruppen von Teilnehmern die Strecke ab und gehen davon aus, dass es sich hierbei um erlaubte Trainingsmaßnahmen handelt. Immer wieder kommt es hierbei zu gefährlichen Begegnungen der in hohem Tempo fahrenden Radfahrer mit Fußgängern, zeitweilig werden Personen, die sich darüber beklagen, übelst beschimpft oder sogar bedroht.
Welche Möglichkeiten gibt es hier für den BA, die gesetzlichen Vorgaben aus der Grünanlagensatzung, der Stadtgartenverordnung, den Erlassen der unteren Umweltschutzbehörde usw. durchsetzen zu lassen. Eine verantwortliche Stelle ist in München nicht auszumachen, bei Telefonaten mit der Olympiaparkgesellschaft, der Polizei, dem Baureferat oder der Stadtgartendirektion wird man immer weiter verwiesen, bis der Kreis sich schließt. Ist dieser Ablauf so gewollt? Müssen sich die betroffenen Bürger erst an die Zeitungen wenden, um gehört zu werden?
Gibt es eigentlich Mitglieder des BA, die bei solchen Veranstaltungen vorher den Bereich besichtigen? So könnten ggf. tagelange Behinderungen durch Zäune, wie sie jetzt wieder bei dem geplanten Sommernachtstraum zu erwarten sind, verhindert werden.
Gibt es Personen, die nach Veranstaltungen den Park besichtigen, um Schäden oder Verunreinigungen festzustellen? Oder wie ist es möglich, das in den Bereichen des oberen Spielplatzes, in den Gebüschen oberhalb der Olympiaalm und um den Berg herum sich seit Wochen die menschlichen Exkremente und Abfälle häufen, was zu starken Geruchsbelästigungen führt und ggf. auch zu Krankheiten führen kann. Als Hundebesitzer bin ich mit Strafandrohung verpflichtet, Hinterlassenschaften meines Tieres zu beseitigen, Menschen müssen dies anscheinend nicht. Es gab sogar schon einmal die Situation, dass mich ein Vater beschimpfte, weil mein Hund in einem Gebüsch weit weg von irgendwelchen Spielplätzen urinierte, nur um anschließend seinen Sohn in dieses Gebüsch koten zu lassen.
Über eine zeitnahe Beantwortung meiner Fragen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Eichstädt

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