Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Alexandra Gessler am 14. Mai 2012
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Bildung und Kultur

Unzumutbare Zustände während des Abiturs

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

vorab: wir dachten, Bildung von Jugendlichen soll in unserem Staat gefördert werden: scheint ja ein durchaus sehr wichtiges Anliegen zu sein, also angeblich.
Kurz zur unserer Situation: obwohl unser Schulleiter des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums uns im Vorfeld zugesichert hat (laut Information des Bauamtes), dass zu mindestens die lärmverursachenden Bauarbeiten an den Tagen der schriftlichen Abiturprüfungen eingestellt werden fingen um punkt 8:30 die Betonierarbeiten an, wir können Ihnen sagen; ein durchaus sehr schönes Geräusch, so schön, dass man sich nicht mehr auf die Aufgabenstellung konzentrieren kann.
Versuchen Sie sich doch einmal in einem stickigen Klassenzimmer (Lüften ist ja wegen dem Lärm mehr als unmöglich, weil dann würden selbst Ohropacks nicht mehr helfen) konzentriert über 270 Minuten eine gutes Abitur zu schreiben. Überhaupt ist es doch eigentlich ein Armutszeugnis für die Stadt München, dass bei 365 Tagen im Jahr genau an den schon lang bekannten Terminen des Abiturs die wohl lautesten Bauarbeiten durchgeführt werden. Soviel scheint die allgemeine Hochschulreife ja dann wohl doch nicht wert zu sein. Was einem noch mehr zu bedenken gibt ist, dass Kultusminister Spänle vor nicht all zu langer Zeit an unserer Schule gewesen ist und von der Problematik in Kenntnis gesetzt worden ist, saßen wir dann doch in einer eher unzumutbaren Situation fest.

Es ist eine Frechheit, dass uns während einer der wichtigsten Prüfungen nicht mal die Chance gegeben wird uns zu konzentrieren.
Keine Notwendigkeit für das Abstellen des Baulärms empfinden, aber Hauptsache öffentliche Debatten über den sich stets verschlechternden Bildungsstand der Deutschen führen.

Vielleicht könnten Sie ja versuchen einen Baustopp für Dienstag und Freitag zu erlangen und somit 130 Abiturienten eine angemessene Arbeitsatmosphäre zu bieten.


Mit freundlichen Grüßen

A. Gessler und L. Trost

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