Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Robert Weller am 30. September 2010
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Mobilität und Verkehr

Untragbare Zustände durch "Notfallplan"

Sehr gehrter Herr Ude,

es würde mich sehr interessieren wer in der MVV sich das sensationelle neuen "Notfahrplankonzept" ausgedacht hat.

Wer immer dafür zuständig war, dem wünsche ich, dass er in den nächsten Tagen ebenfalls zwischen 7.15h und 8.15h auf die Beförderung mit der U Bahn angewiesen ist!

Wie kann man auf die Idee kommen, dass man auf sogenannten "Nebenstrecken", die sonst wärhrend des Berufverkehrs im 5 Minuten Takt bedient werden nun mit 3 Zügen die Stunde auskommen könnte?

Merkwürdigerweise sind die Züge schon im 5 Minutentakt gesteckt voll.

Das was sich heute morgen am Truderinger Bahnhof zwischen 7.20h und 7.45h abgespielt hat grenzt an versuchte Körperverletzung.

Bereits vom Moosfeld kommend war die Bahn so voll, dass in Trudering so gut wie nichts mehr ging.

Zwei Drittel der Fahrgäste mussten am Gleis zurückbleiben.

Verzweifelte Schulkinder drängelten am Gleis, Kinder die in Trudering aus der U Bahn herauswollen schafften es ebenfalls nicht und mussten weiterfahren.

Für mich grenzt es an ein Wunder wenn es heute Morgen nicht irgendwo in Netz zu einem Unfall kommt, bei dem ein Kind vom Bahnsteig auf die Gleise gedrückt wird.

Wenn die MVG für die 4ten Klassen Aktionstage wie das "Mobirace" veranstaltet, dann werden diese zu einer Farce, wenn das Unternehmen hinterher nicht in der Lage ist für den Transport und noch schlimmer für die Sicherheit während der Fahrt zu garantieren.

Leider funktioniert die Abstimmung zwischen der S Bahn und der U Bahn ebenfalls nicht. Ein Hinweis in der S Bahn, dass die Fahrgäste derzeit besser nicht in die U Bahn umsteigen sollten hätte die Situation an einigen Knotenpunkten sicherlich entspannt. Leider gab es diese Hinweise weder in Trudering noch am Ostbahnhof. Immerhin versucht der inzwischen völlig verzweifelte Fahrer der U 2 an den Knotenpunkten die Leute am Bahnsteig darauf hinzuweisen, dass man doch versuchen sollte, seinen Arbeitsplatz per S Bahn zu erreichen, da hier alles planmässig fahre.


Die wahren Helden des heutigen Morgens sind die U Bahnfahrer, die sich nicht krank gemeldet haben und versuchen das Netz am Leben zu halten.

Die MVG ist es ihren Fahrgästen schuldig zumindest in den Stoßzeiten einen funktionalen Fahrplan zu bieten.

Wenn der Fahrplan tagsüber ausdünnt,und es dadurch zu Verspätungen kommt, dafür hat jeder Fahrgast Verständnis, selbiges fehlt allerdings wenn man in den Stoßzeiten bereits mit einer völligen Überlastung des Systems zu kämpfen hat.

Ich bitte Sie, diesen untragbaren Zuständen ein baldiges Ende zu bereiten und sich für ein, für alle Seiten tragbares Ergebnis (im Sinne der Münchner Fahrgäste) einzusetzen.

Mit freundliche Grüßen

Robert Weller
Associate Director

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