Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor A. Schweitzer am 13. Januar 2011
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Mobilität und Verkehr

Unterführung Mittlerer Ring Chiemgaustraße

Sehr geehrter Herr Ude,

über viele Jahre wurden immer wieder Anfragen der Anwohner um die Unterführung an der Chiemgaustraße am Mittleren Ring an die Stadtverwaltung und auch an Sie gestellt. Die Unterführung ist mit einer Höhe von 3,50m nicht LKW-tauglich. Schwere LKWs müssen eine Umleitung über die angrenzenden Wohngebiete nehmen. Als Anwohner in der Balanstraße sind wir hiervon besonders betroffen. Der Schwerlastverkehr hat über die Jahre erhbelich zugenommen. Wegen fehlender Alternativen darf dieses Teilstück des Mittleren Rings trotz generellen LKW-Verbots auch als Transit zwischen den angrenzenden Autobahnen befahren werden! Die überlastete Balanstraße in diesem Bereich (Neubau von diversen Großhandelsmärkten in den letzten Jahren) erfährt dadurch zusätzlichen Verkehr. Gerade im Kreuzungsbereich an der Balanschule ist das kritisch zu sehen. Über die Jahre habe ich hier schon einige Unfälle mit Schulkindern und LKWs erlebt. Als frischgebackener Vater mache ich mir durchaus vermehrte Sorgen. Gerade nachts rauschen die LKW mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei. Kontrollen der Polizei habe ich noch nie wahrgenommen. Es wurden immer wieder Gründe vorgelegt, die einer Tieferlegung der Unterführung widersprachen. Durch den Neubau eines Storage-Lagerhauses und der direkt angrenzenden derzeit laufenden Errichtung eines großen Wohnquartiers wurden diese Argumente widerlegt. Immer wieder wurde auch die Bahn als notwendiger Partner einer solchen Baumaßnahme erwähnt. In der tz v. 02.07.07 haben Sie einem Leserbrief zu genau diesem Thema geantwortet, daß frühestens ab 2010 mit einem Neubau zu rechnen ist.
Passiert ist offenbar nichts. Für eine Stadt, die in den letzten Jahren enorme Mittel für das Vorhaben Mittlerer Ring ausgegeben hat, ist eine solche Engstelle nicht sehr ruhmreich.
Würden Sie mir bitte mitteilen, wie die konkreten Planungen aussehen.
Als konkrete, sofort umsetzbare Alternative könnte zumindest die Balanstraße entlastet werden, indem der LKW-Verkehr über die wenig befahrene Aschauer Straße geleitet wird, die noch dazu lediglich gewerbliche Bebauung und Brachflächen aufzeigt. Wieso wird diese naheliegende Alternative nicht umgesetzt? Im letzten Jahr hat der Ring-Abschnitt einen neuen Flüster-Asphaltbelag erhalten. Hier hätte man die notwendigen Umbauten umsetzen können.

Über eine Antwort zu meinen Fragen würde ich mich sehr freuen.

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Antwort
von Christian Ude am 13. Juli 2011
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Schweitzer,

seitens der Stadt bestehen seit längerem Planungsüberlegungen, die Situation in der Chiemgaustraße zu verbessern. Die Planungen sehen vor, die Chiemgaustraße zwischen der Schwanseestraße und der Aschauer Straße tiefer zu legen, so dass eine Durchfahrtshöhe von mindestens 4,50 m erreicht wird. Damit wird die Unterführung für Lkw befahrbar sein und ein Ausweichen des Schwerlastverkehrs auf andere Straßen vermieden. Darüber hinaus ist eine Aufweitung der Unterführung geplant, um breite Gehwege und einen zusätzlichen Radweg einbauen zu können. Leider ist für den Ausbau der Unterführung Chiemgaustraße die Deutsche Bahn AG zuständig, so dass die Planungsüberlegungen der Stadt nur gemeinsam mit dem Ausbau der Bahnbrücke umgesetzt werden können. Entsprechend einer Auskunf der DB AG ist es das Ziel der Bahn, diese Bahnbrücke ca. 2013/2014 auszubauen. Diese Angabe der Bahn ist aber leider unverbindlich.

Wegen der Höhenbeschränkung an der Bahnbrücke wird der betroffene Lkw-Verkehr über die Balanstraße-Ständlerstraße-Schwanseestraße umgeleitet. Die Balanstraße ist nach dem Verkehrsentwicklungsplan als örtliche Hauptverkehrsstraße mit maßgebender Verbindungsfunktion ausgewiesen und damit auch für die Aufnahme des Lkw-Verkehrs geeignet. An den Kreuzungen der Umfahrungsstrecke sind jeweils Signalanlagen vorhanden, die ein sicheres Abbiegen ermöglichen. Im Gegensatz dazu ist eine Führung des Lkw-Verkehrs über die in einer Tempo 30 Zone gelegenen Aschauer Straße mit nicht-signalisierten Einmündungsbereichen zur Chiemgaustraße und Ständlerstraße aus verkehrlicher Sicht nicht sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen