Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Ralf Schaefer am 11. Juli 2012
5706 Leser · 77 Stimmen (-3 / +74) · 1 Kommentar

Gesellschaft und Soziales

Umgang mit Verstorbenen die Hartz 4 beziehen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn zwei Kinder (beide Schüler, 18 Jahre und 21 Jahre) Ihre Mutter nach einem langen Kampf gegen den Krebs verlieren ist das, für jeden verständlich, sehr hart. Nicht so für das Bürgerhaus in Pasing. Die Mitarbeiter dort werden nicht müde sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen um Ihre Macht zu demonstrieren.

Aber der Reihe nach… Meine Lebensgefährtin Frau L. erlag am 25.03.2012 einem Sonntag um 12:35 Ihrem Krebsleiden. Mein Name ist Ralf Schäfer und ich wohne in xxxxx Freising, xxxxxzstr. 01. Ich habe Frau L. die letzten 2 Monate gepflegt um zu verhindern das Sie in eine Klinik eingewiesen wird. Es war der ausdrückliche Wunsch meiner Lebensgefährtin zuhause zu sterben.

Frau L. hat vor einiger Zeit privat Insolvenz angemeldet und bezog Hartz 4. Dies war mir soweit bekannt. Ungefähr seit August 2011 habe ich alle Geschäftstätigkeiten für Frau L. abgewickelt da Sie dazu nicht mehr in der Lage war.

Ich selbst bin bisher noch nicht mit einem Todesfall konfrontiert worden und für mich war es eine Selbstverständlichkeit nach dem Tod von Frau L. ein Bestattungsunternehmen zu rufen da es für die Kinder, die bei Frau L. wohnten nicht zumutbar war mit der Toten Mutter in einer Wohnung zu verweilen.

Am Montag den 26.3.2012 habe ich versucht Frau S. im Bürgerhaus Pasing zu erreichen was mir jedoch nicht gelang. In den folgenden Tagen habe ich mich dann um die Beisetzung von Frau L. gekümmert. Ich habe dabei alle Kosten übernommen (Grabstein, Beerdigung, Grab, Grabpflege etc..) insgesamt etwas mehr als 4.800 EUR.

Eine Telefonische Anfrage beim Bürgerhaus Pasing wegen Kostenbeteiligung / Übernahme) wurde zunächst mit den Worten beantwortet warum haben Sie denn alle Kosten übernommen? Auch mein Versuch der Dame klarzumachen das ich eine Tote nicht einfach so liegen lassen könnte fand nicht viel Verständnis. Bei mir jedoch mehr Unverständnis.

Dann gab es hin und her da mir Frau S. mitteilte das Sie für die Beerdigungskosten nicht zuständig sein. Also habe ich mich am 29.03.2012 an Frau H. gewendet mit der Frage welche Kostenbeteiligung die Stadt München tragen könne. Zwischenzeitlich wurde mir telefonisch (nachdem ich anrief um zu fragen wie es mit einer Antwort aussieht) mitgeteilt das das Sozialamt ja mehr für die Lebenden da ist und nicht so sehr für die Verstorbenen. Auf diese Schriftliche Anfrage habe ich bis heute keine Antwort erhalten.

Ich möchte betonen das beide Kinder, R. und K. bis Ende April in der Wohnung der Mutter wohnten und dort auch gemeldet waren. Meine Aufgabe war es also nun mich um die Wohnungsauflösung zu kümmern und ein Gespräch mit dem Vermieter zu führen. Da ich Zugriff hatte auf die Konten von Frau L. habe ich natürlich die Miete von Ihrem Konto für den Monat April überwiesen. Das Bürgerhaus Pasing fordert nun die April Zahlung an Frau L. von deren Kindern, die beide Mittellos sind zurück. Beide Kinder haben eine Zahlungsaufforderung vom Bürgerhaus erhalten.

Ich selbst habe Frau S. mehrmals erklärt das die Kinder mittellos sind. Die Kinder haben dies Frau S. mehrmals nachgewiesen (in Form von Kontoauszügen etc..) Ich habe Frau S. erklärt das die Kinder zu keinem je Zugriff hatten auf das Konto Ihrer Mutter und das ich die Miete angewiesen habe.

Ich empfinde dieses Vorgehen nicht nur Geschmacklos sondern auch als Gefühlskalt. Ist das der Umgang mit Bürgern in München?

Folgende Bitte/Frage hätte ich: Kann mir jemand dabei helfen die Rückzahlungsforderung gegenüber den Kindern abzuwenden. Beide Kinder leben zwischenzeitlich bei dem Kindsvater und haben nach dem Umzug keine Forderungen (Hartz 4) an die Stadt München erhoben.

Kann mir jemand dabei helfen das ich zumindest eine Kostenbeteiligung der Stadt München an den Beerdigungskosten erhalte?

Mit freundlichen Grüßen Ralf Schäfer

+71

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Christoph Müller
    am 13. Juli 2012
    1.

    Werter Herr Schäfer,
    guter Tipp, gehen sie mal zum Amtsgericht(Nachlassgericht)! Da wird ihnen geholfen... Solange die Klärung der Finanzen vom Verstorbenen nicht geklärt sind, gehen die Ämter zunächst immer auf die nächsten Verwandten zurück! Und warum soll die Stadt für die Beerdigungskosten gerade stehen? Das müssen si uns schon noch erklären!
    Einstweilen
    Christoph Müller

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