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Autor Sebastian Gorgos am 10. Mai 2010
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Politik und Verwaltung

Um-/ Neubau der Großmarkthalle in Sendling oder doch Neubau außerhalb von Wohngebieten?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Tagespresse entnehme ich, dass der Stadtrat und die Verwaltung nach jetzigem Stand die Großmarkthalle in Sendling entweder renovieren oder auf dem bestehenden Gelände neu errichten möchte. Ein Umzug an andere Stelle ist nach Ratsbeschluss schon vor Jahren ausgeschlossen worden. Dazu hätte ich zwei Fragen.

Die Großmarkthalle bietet - meines Wissens nach - das größte Warenangebot an Obst und Gemüse in Europa. Vor allem das Angebot an sog. Flugware, also Exotenobst etc. sucht seinesgleichen. Über den Großmarkt wird nicht nur die Versorgung der Münchner Märkte (Viktualien / Wiener Platz etc.) und des Münchner Einzelhandels - also der Münchner Bevölkerung - abgewickelt; er dient auch als Umschlagplatz für die Versorgung von großen Teilen Süddeutschlands und Österreichs (v. a. Tirol).

Naturgemäß müssen die gesamten Waren zunächst mit LKW oder der Bahn zum Großmarkt gebracht werden, um dann von dort aus wieder mit LKW verteilt, also aus der Stadt heraus gebracht zu werden. Die Folge ist eine nicht unbeträchtliche Belästigung und Belastung der umliegenden Anwohner durch Verkerslärm, vor allem auch in den Nachtstunden; von der Zusätzlichen Belastung durch Abgase und Feinstaub ganz zu schweigen. (z.B. in der Implerstr.)

Meine Fragen lauten also:

Wie passen die Bemühungen der Landeshauptstadt München zusammen, auf der einen Seite zu versuchen den Transitverkehr (wg. Lärm, Feinstaub) aus der Stadt zu verbannen und ihn auf der anderen Seite im Falle der Großmarkthalle für Waren die nicht (nur) für München gedacht sind zu dulden und durch einen Neubau an jetziger Stelle für die Zukunft zu erhalten?

Wäre ein Neubau der Großmarkthalle außerhalb der "Innenstadt", also außerhalb von Wohngebieten, direkt an einer Autobahn/einem Autobahnkreuz, an einem Güterbahnhof oder in einem Gewerbe-/Industriegebiet nicht sinnvoller, wenn dafür im Gegenzug das jetzige Gelände entweder mit güstigem Wohnraum durch die GWG oder GEWOFAG bebaut werdem könnte oder der Verkaufserlös des Geländes in den sozialen Wohnungsbau fließen könnte?

Für Ihre und die Bemühungen Ihrer MitarbeiterInnen bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen,

Gorgos.

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