Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Gerald Peter am 03. März 2014
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Gesellschaft und Soziales

Trägt KVR Teilschuld an der Gehirnerschütterung meiner Frau?

Ich wende mich mit diesem Beitrag an Sie - Herr Ude - hinsichtlich unserer Zukunft Münchens zum Thema Gastfreundschaft gegenüber Ausländern im Kreisverwaltungsreferat:

Kurz möchte ich mich vorstellen:
Ich bin 36 Jahre alt, Familienvater und habe einen 6 Wochen alten Sohn mit meiner kolumbianischen Frau.
Meine Frau hat sich seit über 7 Jahren in München sehr gut eingelebt - fühlt sich bis auf einige Situationen auch sehr wohl bei uns - und hält beiläufig auch viel von Ihnen als OB.

Leider muss ich mit beschriebenem Vorfall feststellen, dass das KVR mit der Ausländerbehörde in München eine Situation schafft, die einen Graben zwischen unseren Behörden für Ausländerangelegenheiten und Behörden für andere Angelegenheiten eröffnet.

Zum Vorfall:
Vorweg: Meine Frau und ich haben uns nichts zu Schulden kommen lassen, sämtliche bisher vom Kreisverwaltungsreferat (Ausländerbehörde) gestellten Auflagen erfüllt. Meine Frau, die ich sehr liebe, spricht gut Deutsch, was auch Ihrer guten Integration - ohne Kurs - zu verdanken ist. Sie besitzt genauso deutsche Freunde höherer Bildung (meist mit Studienabschluss) wie auch Südamerikanische - ein Integrations - Idealfall!
Es gibt aus unserer Sicht also keinen Grund, kritisch gegenüber eines unbefristeten Aufenthaltstitels gegenüber meiner Frau zu stehen.

Nun fordert aber das KVR neben zusätzlichen Auflagen gegenüber meiner Frau (Integrationskurs, 130EUR, ...) etliche private Einblicke auch in mein "deutsch - staatsbürgerliches" Leben, die mir doch sehr befremdlich vorkommen:

- Forderung meiner letzten 3 Gehaltsabrechnungen ein.
-Die Ausländerbehörde fordert unseren Mietvertrag ein, wobei es offensichtlich nicht genügt, eine m² Zahl für ausreichende Wohnverhältnisse anzugeben.
- Das KVR setzt OHNE Vorankündigung ein Ultimatum und OHNE mögliche Verschiebung des Termins.
Falls nicht, droht was? Abschiebung meiner Frau und vielleicht auch noch meines Kindes? – So war das „Ladungsschreiben“ zu verstehen!

Vorrangig dieser Termin führte dazu, dass ich meiner Frau in der Stresssituation um 8:40 im KVR Parkhaus den Kofferraumdeckel unseres Autos versehentlich auf Ihren Kopf schlug. (Die Folgen: 1cm tiefe, 2cm breite Platzwunde am Kopf, blutüberströmtes Gesicht, Gehirn-Erschütterung, Schädeltrauma)
Der Zufall wollte, dass sogar eine Dame der Stabsstelle im KVR zur Hilfe kam. Ich schilderte Ihr den Vorfall und erwähnte, dass diese Zustände im KVR nicht tragbar seien. Dies wurde mit einer Erklärung "Wir müssen so handeln, sonst kommen wir nicht mehr mit den Fällen hinterher" und "wir haben bald ein neues Internet System - da wird alles besser!" quittiert wurde. Sie nahm meine Personalien auf (meine Frau wartete im Krankenwagen!) , um – freundlicherweise – einen neuen Termin zu „vereinbaren“.
Inzwischen liegt meine Frau zu Hause mit verordneter Bettruhe. Was für mich bleibt, sind Selbstvorwürfe und die Frage, ob das KVR nicht eine Teilschuld trägt? Jedenfalls war diese Situation eine Lehre für mich: Ich werde mich nie wieder vom KVR unterdrücken lassen! - Wenn es dazu führen sollte, dass meine Frau ausgewiesen werden sollte - was ich nicht hoffe – werde ich Sie begleiten.
Wir haben "ausnahmsweise" einen neuen Termin per Voicemail genannt bekommen: Kommenden Freitag um 7:30. Es fehlte der Zusatz: Friss oder Stirb! – von Vereinbarung keine Rede. Trotz mehrfachem Versuch des Rückrufes wieder keine Möglichkeit eine Verschiebung GEMEINSAM mit dem KVR festzulegen. Es reicht!!!

Meine Fragen:
1) Teilschuld ja?
2) Wie lange müssen Eheleute wie ich noch mit solchen Zuständen im KVR leben? Ich lebte 5 Jahre in Erding, solche Extrembedingungen gibt es dort nicht!
3) Bringt dieses "neue Internet System" wieder so viele Verbesserungen wie das aktuelle, das vor ~2 Jahren eingeführt wurde?
4) Warum fragt das KVR nicht einfach Einblick in die Schufa an oder das Finanzamt?

Ich bedanke mich vorab für Ihre Antworten und hoffe noch auf eine ausländerfreundlichere Zukunft in Bayern auch im Namen unseres Sohnes.

eine junge Familie Münchens

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