Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Archiviert
Autor Steffen Hartmann am 20. Juli 2009
4607 Leser · 13 Stimmen (-3 / +10) · 0 Kommentare

Mobilität und Verkehr

Theresienwiese

Sehr geehrter Herr Ude,

bitte verzeihen Sie, dass ich nach jetzt jahrelang empfundener Schikane meinem Ärger etwas Luft machen muss:
München will doch eigentlich den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen erhöhen. Jemand der ganzjährig 14 km mit dem Fahrrad in die Arbeit fährt, empfindet das, was sich seit drei Jahren auf der Theresienwiese abspielt in diesem Zusammenhang als den blanken Hohn. Da wird zwei Monate vor Beginn der Wiesn dem umweltbewussten Münchner einfach ein Bauzaun vor die Nase gesetzt. Rechnet man die Dauer der Wiesn und die Frist bis zur Wiederöffnung der Traverse über die Thereseienwiese ein, so ist einer der meistfrequentierten Radlstrecken Münchens (vom Westen in die Innenstadt) für fast ein viertel Jahr blockiert. Nicht mal eine zumutbare Umleitung ist eingerichtet. Der Zettel, der mal am Zaun flatterte hatte nichts besseres vorzuschlagen, als bitteschön um die gesamte Tw. außenrum zu fahren. Von dieser Stelle aus (südliche Rampe neben der Bavaria), war der Vorschlag allerdings schlicht unzumutbar, teilweise auch fast lebensgefährlich (die Details hierzu würden an dieser Stelle zu weit gehen).

Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie dem Radverkehr hier die gewünschte Priorität eingeräumt wird. Sicherlich ist der Rechtsstreit mit einem auf dieser Strecke verunglückten Radler ein gern zitiertes Argument. Wenn man allerdings seit Jahren eine Furt für Radfahrer über den Marienplatz freihalten kann, warum kann dann nicht ein Streifen von 3m Breite über die Theresienwiese markiert werden, auf dem eben mal die Baufahrzeuge auf die Radlfahrer achten müssen. Beim jährlichen Christbaumverkauf hat man ja auch keine Skrupel den Radverkehr in eine eher noch schmalere Gasse zwischen zwei Verkaufsareale zu zwängen. Ich kann nur hoffen, dass sich irgendwann mal wirklich jemand für die praktischen Belange des Radverkehrs einsetzt und die auch gegen die wirtschaftlichen Interessen (hier Tourismus) durchsetzt.

Mit freundlichen Grüßen und nichts für ungut
Steffen Hartmann

+7

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.