Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor H. Brandner am 18. Juni 2012
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Umwelt und Gesundheit

Taubenplage bei gewofag

Sehr geehrter Herr Ude,

ich wohne in einer wohnung der gewofag in Neuhausen.
hier wohnen wir ziemlich zentral, dennoch ruhig und in vernünftig gebauten wohnungen. in einem kleinen park. also beinahe paradiesisch für münchner verhältnisse.
beinahe.
leider gibt es hier ein paar (meist alte, etwas verwirrte) mitbewohnerinnen, die ihre tierliebe durch hinauswerfen von "speiseresten" kundtun.
belästigung/gesundheitsgefährdung durch tauben - ganzjähriges brutverhalten, exkremente - nehmen überhand.
derzeit nisten auf dem balkon direkt über meinem schlafzimmer tauben; ab 5:00 morgens lärm, ganztägig kot. lüften von bettwäsche ist nicht möglich. fensterbretter ständig verschmutzt.
vor ca einem jahr minderte ich u.a. wegen taubenkot die miete. daraufhin erhielt ich "wg mietschulden" von der gewofag eine fristlose kündigung und wurde an das wohnungsamt verwiesen. der dortige mitarbeiter war recht erstaunt. vor gericht musste man zwar teilweise einlenken, taubenkot müsse lt. richter jedoch hingenommen werden.
durch den inzwischen immer massiveren taubenbefall geht eine große lärm- und gesundheitsbeeinträchtigung hervor. nachbarinnen informierten die hausmeisterin mit der bitte, das problem an die hausverwaltung weiterzuleiten. nichts geschieht. man sagte mir früher "wir tun was wir können:" nun, was kann man? die alten, geistig und sozial anders befähigten bewohnerinnen, die gerne "füttern", werden nicht zur unterlassung aufgefordert. das taubenfütterungsverbot der stadt münchen, von mir ausgehängt, wurde sofort entfernt.
aufgrund der abschreckenden wirkung einer fristlosen kündigung (bei mietminderung wg mängeln eine gern vorgenommene maßnahme der gewofag) wagt niemand, deutliche schritte zur gesunderhaltung einzuleiten. das risiko der obdachlosigkeit will keiner tragen. ich auch nicht mehr.
meine frage:
gibt es z.b. gesundheits-, seuchenhygienisch relevante oder andere stellen der stadt München, an die man sich wenden kann?
oder muss man die belästigung (wir haben bereits unsere eigene "3. startbahn"!) und gesundheitsgefährdung durch tatenlosigkeit bzw. bedrohung mit obdachlosigkeit durch die gewofag klaglos hinnehmen?
da ja die stadt München (alleinige?) eigentümerin der gewofag ist, ist man sicherlich an einer erhaltung/wiederher-stellung/neuschaffung der wohnqualität interessiert.

mit freundlichen grüßen

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