Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Peter Gallinger am 05. Januar 2012
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Politik und Verwaltung

Streudienst und Stadtreinigung

Lieber Herr Ude,

schon lange ärgere ich mich jeden Winter über den übermäßigen Einsatz von Rollsplitt, der überdies i.d.R. auch noch wochen- bzw. monatelang liegen bleibt. Darüber hinaus ist mir nach meinem Umzug von Schwabing nach Nymphenburg in diesem Jahr aufgefallen, dass offenbar auch die Reinigung der Gehwege hier nicht besonders ernst genommen wird.

Als Autofahrer kann man mit dem o.g. Zustand ja noch ganz gut leben, als Radfahrer oder Fussgänger ist es jedoch eine Zumutung.

1. Als Radfahrer: Heute bin ich zum 2. Mal in den letzten 5 Jahren auf rutschigem Rollsplitt zu Fall gekommen und habe mir eine schmerzhafte Schulterprellung zugezogen. Der Rollsplitt ist nach Wegtauen des Schnees, was meistens max. 1 Tag dauert, eine große Gefahr für Radfahrer. Das vermeintliche Mehr an Sicherheit für meist nur einen Tag wird dann zur Farce. Darüber hinaus habe ich mir in den vergangenen Jahren schon mehrfach einen Plattfuss eingefahren, da die kleinen Steinchen mitunter sehr spitz sind. Ein weiteres Ärgernis besteht darin, dass - wie ich heute festgestellt habe - die Straße (hier Wotanstr.) bereits wieder vom Rollsplitt befreit wurde - während der Kies zuhauf auf Rad- und Fusswegen liegen bleibt.

2. Als Fussgänger: Hier ist es zwar kein Sicherheitsthema sondern einfach nur ein permantes Ärgernis, da man sich mit dem Rollsplitt nicht nur Schuhe sondern auch zuhause die Fussböden ruiniert, wenn man nicht sofort die Schuhe auszieht.

Jetzt werden Sie sicher mit der Sorgfaltspflicht argumentieren, die ich jedoch zumindest auf Freizeitwegen wie an der Isar oder hier in Obermenzing Richtung Blutenburg nicht nachvollziehen kann, da ja niemand gezwungen ist, dort bei Glätte spazieren zu gehen.

In Summe wird hier sehr viel Geld für einen zweifelhaften Effekt ausgegeben.

Zum Thema Reinigung der Gehwege ist mir schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass hier in der Wotanstr. offenbar gar keine Reinigung stattfindet. Der Zustand ist gelinde gesagt eine Zumutung. Dies umsomehr, als eben jetzt noch zusätzlich tonnenweise Kies vor der Tür verteilt wurde.

Nun meine Fragen:

a. Warum wird nicht nur dort gestreut, wo es gesetzlich unbedingt notwendig ist?
b. Warum wird z.B. nicht nur ein Teil des Gehsteigs (im Sinne eines Pfads) bestreut?
b. Warum wird beim kleinsten Schneefall bereits großflächig gestreut, obwohl die Wetterprognose bereits für den kommenden Tag warmes Tauwetter meldet?

Und vor allem:

Wenn schon in der enormen Menge Kies verteilt wird, warum kann die Stadtverwaltung diesen nicht ebenso schnell und zuverlässig wieder beseitigen??

Wenn Sie mir nun auch noch mitteilen würden, ob vor meiner Haustüre in der Wotanstr. in naher Zukunft mit einer Gehsteigreinigung zu rechnen ist, wäre ich Ihnen wirklich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Gallinger

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Eberhard Hörz
    am 15. Januar 2012
    1.

    Ich kenne die Verhältnisse in München nicht. Bei uns im Schwabenland sind die Grundstückseigentümer verpflichtet, den Gehweg entlang ihres Grundstücks instand zu halten, also den Schnee räumen, streuen und später säubern. Die Fahrradwege sind meist entlang der allgemeinen Straßen ausgewiesen. Wenn es richtig Winter ist - und bis heute gab es bei uns keinen Schneefall - dann sind diese Fahrradwege meist nicht benutzbar, weil sich dort der Schnee angesammelt hat.
    Vermutlich ist dieser Kommentar unnötig, weil er konkret zur angesprochenen Sache nichts beiträgt.

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