Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Andrea Calverley am 10. Juni 2009
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Gesellschaft und Soziales

Sparen bei der Kinderbetreuung

Sehr geehrter Herr Ude,
ich bin Mutter von 2 Kindern, fast 3 Jahre und 9 Monate alt. Den "Luxus" des zweiten Kindes konnte ich mir nur deshalb leisten, da es nun das Elterngeld gibt und ich danach über den Geschwisterbonus einen Krippenplatz für meine zweite Tochter in der städt. Kinderkrippe in der Violenstrasse sicher hatte. Sowohl das liebevolle Personal als auch das tolle frische Essen dort haben uns überzeugt. Nun beginnt meine zweite Tochter mit der Eingewöhnung in der Kinderkrippe und ich erfahre nun so kurzfristig, dass sich an der Betreuung sowohl der Personalschlüssel, die Einteilung der Gruppenübergreifenden Kräfte wie auch das Essen aus der Frischküche ändern soll. Aufgrund der endlosen Wartelisten für Krippenplätze habe ich nun aber kaum eine Chance mich für einen anderen, nicht städt. Krippenplatz zu bewerben. Die Betreuung und Versorgung meiner Kinder ist mir aber sehr wichtig.
Meine Frage also an Sie: Wenn solche Einschnitte bei der Betreuung der Kleinsten als notwendig erachtet werden (was ich persönlich für eine Unding halte), warum gibt man Eltern dann nach Beschluss nicht wenigstens 1 Jahr Zeit sich um Alternativen zu kümmern bevor die Änderungen in Kraft treten?
Kinder sind unsere Zukunft Herr Ude und offensichtlich vom Staat gewollt. Bitte sparen Sie nicht bei der Betreuung. Damit die Mamis auch weiterhin ruhigen Gewissens zur Arbeit gehen können.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Familie Calverley

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Antwort
von Christian Ude am 30. Juli 2009
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Calverley,

zunächst einmal freue ich mich über Ihre positiven Erfahrungen in der städtischen Kinderkrippe Violenstraße.

Zu Ihrer Frage kann ich Ihnen derzeit nur mitteilen, dass es in Reaktion auf die Einführung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) 2006 Überlegungen der Landeshauptstadt München gibt, die Förder- und Finanzierungssystematik für städtische, freigemeinnützige und sonstige Kindertageseinrichtungen so zu regeln, dass Mittel für freiwillige städtische Leistungen – dazu gehört auch die Frischküche - für alle Kindertageseinrichtungen in der Stadt gleichmäßiger verteilt werden.

Eine vom Stadtrat beauftragte Kommission erarbeitet derzeit Maßnahmenvorschläge, wie dieses veränderte Finanzierungssystem umgesetzt werden kann. Die endgültige Entscheidung darüber, welche Finanzierungsgrundlage künftig für die Kinderkrippen gegeben sein wird, wird der Stadtrat voraussichtlich Ende des Jahres 2009 bzw. Anfang 2010 entscheiden.

Ob und ggf. in welchem Umfang sich nach dem Stadtratsbeschluss Änderungen am Personalschlüssel, bei der Einteilung gruppenübergreifender Kräfte oder bezüglich der Frischkostküche in Kinderkrippen ergeben werden, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.
Der Gemeinsame Elternbeirat der Städtischen Kinderkrippen wird jedoch rechtzeitig über die neue Beschlussvorlage informiert und zur Stellungnahme eingeschaltet werden.