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Autor Maria Käser am 09. Mai 2012
6840 Leser · 111 Stimmen (-33 / +78) · 4 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Sozialer Wohnungsbau auf einem Münchner Filetgrundstück

Sehr geehrter Herr Ude,
wie ich heute einem Zeitungsbericht entnehmen konnte, plant die Stadt München auf einem städtischen Grundstück, gegenüber der Schrannenhalle, also direkt am Viktualienmarkt, Sozialwohnungen zu bauen. Dieses Grundstück hat einen Wert von 12,2 Millionen Euro. Der Verkehrswert einer Wohnung mit ca. 80 qm läge bei € 670.000,-- und die Sozial-Kaltmiete bei mtl. ca. € 450,--. Jetzt frage ich mich, wäre es nicht sinnvoller, dieses Grundstück zu verkaufen, denn für den erzielbaren Preis, könnte man eine Vielzahl von Sozialwohnungen, verteilt in ganz München bauen. So steht z.B. das Baugrundstück an der Westendstraße, wo das ehemalige Trambahndepot war, seit Jahren leer, weil hier der Stadt offensichtlich das Geld für die Bebauung fehlt. Ich könnte mir auch vorstellen, daß hier die Akzeptanz fehlt, bei Bürgern, die täglich nach München zur Arbeit pendeln müssen, weil sie in das Umland gezogen sind, wegen der teuren Mieten. Stattdessen werden Sozialwohnungen in bester Innenstadtlage gebaut, die sich nicht einmal ein gut verdienender Beschäftigter dort leisten könnte. ich finde das hat weder etwas mit sozial noch mit Gerechtigkeit zu tun, sondern mit Verschwendung von Steuergeldern. Sollten Sie diesen Plan nicht nocheinmal überdenken?

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  1. Autor Lothar Volz
    am 11. Mai 2012
    1.

    Wo steht geschrieben, dass die Innenstadt nur von reichen Leuten bewohnt werden darf?
    -
    Ist diese Profitgier der Grund, warum man in der Innenstadt keine "kleinen" Häuser mit Wiesen oder Bäume mehr haben will oder sich nicht mehr leisten kann? Allein, dass man auf dem Marienplatz zur Weihnachtszeit einen Baum mit LKW anliefern muss und mit einen Autokran aufstellen muss, ist doch schon peinlich genug für eine moderne Stadt! Wenn die Stadt vor 50 Jahren auf dem Marienplatz einen Baum gepflanzt hätte, der das ganze Jahr dort "leben darf", dann wäre das auch ein geigneter Christbaum für die Weihnachtszeit. So ist es auf dem Land! Man könnte den gigantischen Aufwand, einen Baum aus Tirol anliefern zu lassen, sparen! Das ist alles andere als modern!
    -
    So ruiniert man eine Stadt systematisch! Wo sollen auch Bienen in der Stadt Honig fnden, wenn es weit und breit nur vereinzelt Bäume gibt? (siehe Beitrag "Stadthonig" )

  2. Autor Maria Käser
    am 11. Mai 2012
    2.

    Sehr geehrter Herr Volz,
    ich kann jetzt nicht so ganz nachvollziehen, was der Weihnachtsbaum auf dem Marienplatz, mit meinem Beitrag zu tun hat? Daß vielleicht vor 50 Jahren ein "fester" Baum gepflanzt werden hätte können, um kein Transportproblem zu haben, hätten Sie vielleicht vor 50 Jahren in der Stadtverwaltung anregen sollen. Nun zu meinem eigentlichen Thema;
    mich ärgert Ihre Argumentation insofern, als daß Sie so tun, als ob es nur arme und reiche Bürger in München geben würde. Nein, auch wenn er immer wieder von Interessengruppen tot geredet oder tot geschrieben wird; es gibt in München auch noch einen Mittelstand, der gut bis sehr gut verdient. Aber selbst für diesen ist es nicht erschwinglich, im Zentrum Münchens zu wohnen. Deshalb kann ich nicht ganz verstehen, warum Menschen die leider, aus welchen Gründen auch immer, sozial unterstützt werden müssen, direkt am Viktualienmarkt leben sollen. Wie ich schon geschrieben habe, mit dem Erlös aus dem Verkauf dieses Grundstückes könnte die Stadt wesentlich mehr Wohnung bauen. Auch in z. B. Pasing, Sendling, Trudering usw. kann man schön zu wohnen!

  3. Autor Lothar Volz
    am 15. Mai 2012
    3.

    Sehr geehrte Frau Kneißl,

    vor 50 Jahren war ich noch nicht auf der Welt! Und ich habe in meinen bisherigen Leben schon sehr viele Bäume gepflanzt! Der große Wirbelsturm im Jahr 1990 hat verherende Schäden in unserem Wald angerichtet. Wir haben fast 10 Jahre lang aufgeforstet. Den finanziellen Nutzen aus dieser Arbeit werden auch irgendwann mal unsere Ur-Enkel haben, aber wir selber nicht. Aber Bäume produzieren Sauerstoff ! Jetzt schon ! Also auch ihr Münchner profitiert von uns Landmenschen! Ihr Münchner würdet ersticken, wenn euch nur der Sauerstoff zu Verfügung stünde, den die Münchner Bäume produzieren !
    -
    Was glauben Sie, wird ein Investor mit diesem Grundstück machen, wenn er 12 Millionen für dieses "Filet-Grundstück" bezahlt? Glauben Sie daran, dass der dann dort eine Wiese mit Bäumen und Blumen und Kinderspielplatz anlegt? Es wird ja rein aus Profitgier wieder alles zubetoniert. Platz für Bäume hätte die Stadt ja dringend notwendig! Deswegen das Beispiel mit dem Christbaum auf dem Marienplatz! Aber ist nicht wichtig genug! Aber es stehen ja im Englischen Garten genüg Bäume! Die Stadt München braucht jetzt nicht mehr einen Baum auf den Marienplatz pflanzen! Der würde dort gar nicht mehr wachsen, weil er zu wenig Licht bekäme und keinen natürlichen Boden hätte und es hätte auch kein Mensch die Geduld, 50 Jahre zu warten, bis der Baum groß wäre.
    -
    Sozial schwächere Bürger brauchen keine große Wohnung! 100 kleine Wohungen bringen genau soviel Mieteinnahmen wie 50 doppelt so große Wohungen! Solche Bürger brauchen auch keine Tiefgarage, weil sie gar kein Auto besitzen! Solche Menschen sind auch nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß unterwegs! Also was spricht dagegen, dass man diese Bürger dort nicht wohnen lässt?
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    Und ich würde nie im Leben auch nur in der Nähe einer Innenstadt leben wollen!

  4. Autor Michael Lehr
    am 04. Juni 2012
    4.

    Ich bin gegen einen Verkauf des kommunalen Grundes genauso wie gegen einen Bau von Sozialwohnungen in diesem Ballungsraum.

    Wir brauchen auch Grünflächen und Bäume im Innenstadtbereich.

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