Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Ramona Sorge am 29. Oktober 2013
4414 Leser · 48 Stimmen (-8 / +40) · 3 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Sinn und Notwendigkeit von Schließzeiten in KITAS

Sehr geehrter Herr Ude,

wir sind Eltern und beide voll berufstätig. Im Jahr 2010 haben wir eine Kita (Odinstrasse Nr. 30 ) speziell OHNE die Ferienschließung ausgewählt.

Nun schließt sich auch unsere KITA seit dem letzten Jahr an die für "allgemein gültigen" Schließzeiten an. Das heisst ganz konkret das für das laufende Jahr mir 22 Tage Urlaub ( das sind fast 80 % meines Jahresurlaubs) vorgegeben werden. Die Begründung hierfür: wir müssen uns an die anderen KITAS anpassen, damit es eine einheitliche Richtlinie gibt.
Man kann einen Gastantrag stellen, um sein Kind in einer benachbarten KITA unterzubringen. Aber wer macht das schon. Das bedeutet großen Stress für das Kind in eine völle fremde Umgebung zu kommen für 2-3 Wochen. So lange ist meist nicht mal die Zeit der Eingewöhnung.

Warum ist die Stadt München so rückständig und plant für Ihre KITAS Urlaub. Mit einer guten Organisation der KITA kann ab einer bestimmten Mitarbeiteranzahl problemlos eine individuelle Urlaubsplanung statt finden.
Die KITA Odinstrasse hat das über 20 Jahre bewiesen, das es funktioniert.
Warum schickt die Stadt München ihre Angestellten, die meist in den unteren Einkommensgrenzen verdienen, gemeinschaftlich zur Hauptferienzeit in den Urlaub. Reisen, Flüge etc. sind dann deutlich teurer als außerhalb der Ferien. Warum plant die Stadt München für die Eltern die Urlaubszeiten? I

Für mich sieht das aktuell von meiner KITA so aus. Als ob sich die Stadt München es einfach einfach macht. Wir müssen nicht mehr viel organisieren und verwalten und planen. Denn der Mitarbeitereinsatz reguliert sich ja fast komplett mit den Schließzeiten. Verstehen sie mich nicht falsch, mir ist sehr wohl bewusst, das es nicht mit alles KITAs geht. In sehr kleinen Einheiten ist mir auch bewusst, das es nicht mit einer guten Planung funktioniert.

Ich finde, das in der heutigen Zeit und in einer so großen Stadt es doch möglich sein muss, den Bedarf der Betreuung unserer Kinder individuell und vor allem Bedarfsgerecht zu ermitteln.

In München ist es den meisten Eltern fast nicht mehr möglich ohne zwei komplette Einkommen zu leben. Deshalb ist es so wichtig, das Beruf und Betreuung gut zusammen passen.

Warum Herr Ude gibt es die Vorgabe in den Ferien zu schließen? Warum kann die KITA nicht bedarfsgerecht fragen, wer kommt denn eigentlich wann? Warum lassen Sie ihre Mitarbeiter nicht selber entscheiden, wann sie in den Urlaub gehen?

Vielen Dank für Ihre Zeit

Ramona Sorge

+32

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Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Nadine Adlich
    am 30. Oktober 2013
    1.

    Auch wir wünschen uns, dass es keine Schließzeiten mehr gibt. Zumal diese vom Datum auf die beliebtesten Wochen im Jahr fallen. Somit haben unsere Kollegen ohne Kinder nie eine Chance auf frei, weil sowohl die Eltern mit schulpflichtigen Kindern Vorrecht haben und jetzt auch noch die Eltern der KiTa-kinder. Überhaupt birgt es viel Konfliktpotenzial bei der Urlaubsplanung, vor allem wenn die Interessen mehrerer Kinder berücksichtigt werden müssen. Eine individuelle Bedarfsermittlung vor Ort während bestimmter Wochen im Jahr halte ich für eine gute Idee und ausprobierenswert.
    Außerdem steht die Flexibilität eines Arbeitnehmers heutzutage an oberster Stelle und ich finde, Schließzeiten einzuführen weil das alle so machen, passt dazu überhaupt gar nicht.

  2. Autor Ute Hörri
    am 13. Dezember 2013
    2.

    Dass es in der heutigen Zeit überhaupt möglich ist, dass Kindergärten zu irgendwelchen Zeiten schließen, ist schon unglaublich und unzumutbar für alle Eltern. Von den Arbeitnehmern wird alles abverlangt und es wird immer schwieriger, wenn sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Urlaub nehmen müssen. Familien- und Kinderfreundlichkeit wird zwar propagiert aber wo bleibt sie nur. Es gibt genug alleinerziehende Mütter denen es oft gar nicht möglich ist die Kinder immer zu den Schließzeiten der Kindergärten zu betreuen. Viele sind daher gezwungen zu Hause zu bleiben und Hartz IV zu beziehen. Wohin mit den Kindern, das ist hier die Frage?
    Bitte Herr Ude beheben Sie doch diesen Mißstand. Vielen Dank

  3. Autor Sebastian Hartmann
    am 19. Dezember 2013
    3.

    Es geht doch nicht nur um die Kindergärten! Was bitte schön, sollen Eltern von schulpflichtigen Kindern in den 84 Tagen machen, in denen die Kinder Schulferien haben?!
    Welcher Arbeitnehmer hat denn soviele Tage Urlaub?

    Schon mal daran gedacht? Und diese "tollen" Angebote für Kinder in den Ferien sind doch nicht Ihr ernst!

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