Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Peter Kiss am 08. März 2013
3702 Leser · 75 Stimmen (-1 / +74) · 1 Kommentar

Mobilität und Verkehr

Sieht so Verkehrsplanung aus? Nebenstraße als Einfallstraße aus dem Umland!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,
Ich wohne in der Dülferstraße im Bereich zwischen Lerchenstraße und Schaarschmidtstraße, an der Ecke der Kreuzung Schaarschmidtstraße/Dülferstraße. Dieser Bereich ist als 30-er Zone ausgewiesen.
Die Schaarschmidtstraße ist im Kreuzungsbereich als verkehrsberuhigter Bereich ausgeschildert.
Laut dieser Kennzeichnung ist folgendes Verhalten vorgeschrieben:
•der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit einhalten
•die Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern, wenn nötig müssen sie warten.
Beide Vorschriften werden i.d.R. nicht eingehalten. Fahrzeugführer motorisierter Fahrzeuge fahren mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch und ignorieren zudem in diesem Bereich wiederholt die“ Rechts vor Links“ Regelung. Will ein Passant die Straße überqueren, muss er einen Spurt einlegen, länger warten oder auf einen Fahrzeugführer hoffen, der sich vorschriftsmäßig verhält. Vor allem ist zu bemerken, dass in diesem Verkehrsbereich viele Mütter ihre Kinder in den naheliegenden Kindergarten in der Josef-Frankl-Straße bringen.
Nachdem die Dülferstraße bekannter weise leider die, oder zumindest eine der Hauptein-und Hauptausfallstraßen zwischen der Stadt München und dem angrenzenden Landkreis u.a. aus dem Dachauer Hinterland, Schleißheim, Lohhof u.s.w. in die Stadt München darstellt, ist das Verkehrsaufkommen zu Arbeitsbeginn bzw. Arbeitsende der Verkehrsteilnehmer (= Berufsverkehr) – immens hoch. Somit summieren sich die o.g. Übertretungen erheblich.
Auch nachts ist es mit der Ruhe nicht weit her. Dann fahren die Leute aus dem o.g. Umkreis, die Veranstaltungen oder Ähnliches in der Stadt besucht haben, in flottem Tempo wieder nach Hause.

Ein weiteres Problem stellt sich wie folgt dar:
An der Ecke der Kreuzung Schaarschmidtstr./Dülferstr. sind an den Gehsteigen die Randsteine abgesenkt. Sind die Fahrzeugführer stadtauswärts unterwegs, so benützen sie oft den Gehsteig als zusätzliche Fahrbahn. Da nützt die zu weit vom Randstein entfernt im Gehsteig Richtung stadtauswärts angebrachte Rohrbarriere, in deren Mitte ein weißes rechteckiges Schild mit Pfeilen Richtung stadtauswärts angebracht ist, auch nichts. Das Auffahren auf den Gehsteig kommt vor allem dann vor, wenn Fahrzeuge auf der anderen Straßenseite parken und Gegenverkehr herrscht. Die Anwohner im Haus mir gegenüber wurden beim Betreten des Gehsteigs mehrmals durch das unzulässige Auffahren der Fahrzeugführer auf den Gehsteig gefährdet. Als Sofortmaßnahme wäre in Erwägung zu ziehen, die Randsteine im Bereich vor der Barriere zur Fahrstraße hin so weit zu erhöhen, dass zumindest ein Auffahren auf den Gehweg mit erhöhter Geschwindigkeit verhindert wird.
Nachdem der Durchgangsverkehr bereits öfter parkende Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen hat – vor allem beschädigte bzw. abgerissene Außenspiegel sind zu verzeichnen – wird ein Großteil der PKW der anliegenden Bewohner bis weit in den Fußweg hinein geparkt, so dass z.B. Mütter die Kinderwägen schieben sich - wenn überhaupt noch genügend Platz vorhanden ist – vorbeizwängen müssen. Außer diesem Übel stellt sich auch noch die Frage, ob das Abstellen der PKW auf Gehsteigen zulässig ist.
Letztlich sei noch angemerkt, dass die Anwohner seit Jahrzehnten die geschilderten Belastungen erleiden müssen. Wir wären sehr dankbar, wenn für Entlastung gesorgt werden könnte.
Ich habe folgende Bitten bzw. Anträge an die Stadt München:
1 .Gibt es eine Möglichkeit die Dülferstraße im beschriebenen Bereich vom Durchgangsverkehr zu entlasten.
2. Kann regelmäßig die Einhaltung der Verkehrsregeln, sei es in Hinsicht auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit oder auf das Verhalten der Fahrzeugführer in einem verkehrsberuhigten Bereich, durch die Polizei überprüft werden.
3. Kann das regelgerechte Parken irgendwie bewerkstelligt werden. Dies hätte auch den Vorteil, dass der Durchgangsverkehr bei eventuellem Gegenverkehr nicht „freie Fahrt“ hätte. Bedingt durch das bisherige Parkverhalten den Gehsteig teils weit über die Hälfte seiner Breite als Parkplatz zu benützen, haben zwei sich begegnende Fahrzeuge, trotz des parkenden Fahrzeugs, die Möglichkeit sich aneinander „vorbeizuquetschen“.
4. Erhöhung der Randsteine wie beschrieben.

Wir Betroffenen wären Ihnen Herr Oberbürgermeister zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie uns in irgendeiner Weise "Linderung" verschaffen könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Kiss

+73

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Gerhard Beck
    am 12. April 2013
    1.

    Wir sind Nachbarn von Herrn Kiss in der Dülferstr. und müssen die Verkehrsflut in der Rush-hour mit der entsprechenden Lärmbelästigung und auch Fußgängergefährdung mit ansehen.

    Das Hauptproblem ist das Fehlen von Querverbindungen zwischen den Einfallstraßen sowie die fehlende Verkehrsanbindung der Schleißheimer Straße in Richtung Norden. Sie endet einfach kurz vor der A99 im Nirvana. Folge ist, dass alle, die in die Schleißheimer Straße müssen, entweder über die Ingolstädter Straße und Neuherbergstraße oder von der Feldmochinger Straße durch die Wohngebiete Feldmoching und Hasenbergl fahren müssen. Von der Feldmochinger Straße kommend muss die Bahn gequert werden, was ausschließlich durch die Unterführung an der Dülferstraße möglich ist. Hierher gelangt man von der Feldmochinger Straße nur durch die 30-Zonen Herbergstr. u. Dülferstr. (tlw. Spielstraße, wie beschrieben) und die aufgrund der vielen Ampeln gern gemiedenen Josef-Frankl-Str.

    Aus meiner Sicht gibt es neben den geforderten verstärkten Verkehrskontrollen nur die Lösung, einerseits die Schleißheimer Straße mit einer neuen Anschlussstelle an die A99 anzubinden und andererseits eine Querverbindung parallel zur A99 zwischen Feldmochinger Straße u. Schleißheimer Straße zu bauen. Weiterhin sollte die Dülferstraße westlich der Bahn zur Anwohnerzone oder alternativ Spielstraße mit entsprechenden baulichen Hindernissen umgewandelt werden.

    Es kann doch nicht das Ziel einer so liebenswerten Großstadt wie München sein, einerseits die Ansiedelung und Ausdehnung von Industrie (in diesem Fall BMW) mit den positiven Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu fördern und die dafür notwendige Verkehrsanbindung zu Lasten der Anwohner zu vernachlässigen.

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