Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Daniela Zierold am 09. Februar 2012
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Gesellschaft und Soziales

Servicetelefon ohne Service!

Sehr geehrter Herr Ude

gerne würde ich eine Frage stellen zu Ihrem Serviceteam von der Kinderbetreuung der unter 3 Jährigen. Wie sehr viele Familien, die sich noch trauen in München zu leben, sind auch wir seit der 14. Schwangerschaftswoche um einen Betreuungsplatz für unseren Sohn ab seinem 14. Lebensmonat bemüht. Beide Eltern arbeiten Vollzeit und deswegen ist eine Ganztagsbetreuung für uns notwendig.

Nun wurde uns schon signalisiert, dass es mit einem Betreuungsplatz in einer städtischen Krippe eher schwierig wird. Das ist schon einmal der erste Dämpfer, denn man sollte meinen, dass eine vermögende Stadt wie München sich um solche Belange frühzeitig und ausreichend gekümmert hat, schließlich geht es hier um die nächste Generation an fleißigen Steuerzahlern.

Gerade habe ich nun in dem Servicebüro (2339675) angerufen und um Hilfe gebeten. Meine Fragen waren zum einen, welche Alternativen es denn für mich gäbe (Tagesmutter oder private Einrichtung war die Antwort), ob denn die Stadt München zumindest die Differenz des Monatsbeitrages zum städtischen Höchstsatz übernehmen würde (da müssen Sie mit Ihrem Bürgertelefon sprechen, aber das gilt grundsätzlich nur für gewisse Einkommensschichten) und wie es denn ab August 2013 aussehen würde. Man könnte ja versuchen, ein Jahr zu überbrücken, um dann ab 2013 in einer städtischen Krippe unterzukommen, es wird ja den Rechtssanspruch geben. Daraufhin meinte die sehr unfreundliche Dame, dass jetzt ja schließlich erst 2012 sei, und 2013 überhaupt noch nicht interessiere. Auf meine Nachfrage, ob denn alles dafür getan würde, dass der Rechtsanspruch erfüllt werden könne, meinte Sie nur, das Gesetz sei ja nichtmal klar und man müsse erstmal abwarten, was das Gesetz der Stadt abverlange.

Herr Ude, meine Fragen nun an Sie:
1. Warum wird man am Servicetelefon wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt, nur weil man sein unter dreijähriges Kind betreuen lassen will?
2. Was wird die Stadt München tun, um bis 2013 die Situation zu lösen?
3. Warum wurde das Thema bisher so stiefmütterlich behandelt?
4. Will die Stadt München, dass Familien nicht mehr im Zentrum wohnen können?
5. Wann hätte ich mich für den KITA Platz anmelden sollen?
6. Was würden Sie in unserer ganz persönlichen Situation tun?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit herzlichen Grüßen,

Daniela Z.

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