Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Nina Hager am 02. Oktober 2012
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Mobilität und Verkehr

Schulwegsicherung Obere Au (Welfenstraße)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

wir möchten uns heute mit einem Anliegen zur Sicherung des Schulwegs unserer Kinder im Stadtteil Obere Au an Sie wenden.

Mit dem unmittelbar bevorstehenden Abschluss der neuen Wohn- und Geschäftsbebauung auf der Südseite der Welfenstraße wird diese wieder für den normalen Stadt- und Schwerlastverkehr frei gegeben. Viele Schulkinder aus der Welfenstraße queren hier die Straße Richtung Regerplatzviertel, um ihre Schulen (Grund- und Mittelschule an der Weilerstraße, Maria-Theresia-Gymnasium), Sportanlagen (TSV München Ost), den Spielplatz am Tassiloplatz oder ihre Freunde im Wohnviertel zu besuchen. Aber auch aus dem Regerplatzviertel werden ab Herbst 2012 viele Kinder die neue Kindertagesstätte und den städtischen Hort an der Welfenstraße besuchen. Zudem ist eine weitere Kindertagesstätte (Träger Diakonie Rosenheim) in Planung.

Im Namen der Eltern aller Kindergarten- und Schulkinder in diesem Viertel wenden wir uns an Sie mit der Bitte eine sichere Schulwegquerung der Welfenstraße auf Höhe Senftlstraße bzw. Aurbacherstraße zu veranlassen. Der jetzige Zustand stellt eine Gefährdung für unsere Kinder dar, da sie an einer schwer einsehbaren Stelle ohne Ampel die Straße überqueren müssten. Aus diesem Grund beantragen wir die Einrichtung einer Ampel an der Welfenstraße auf Höhe der Senftlstraße für die Schüler des Maria-Theresia-Gymnasiums, sowie einer Ampel auf Höhe der Aurbacherstraße für Anwohner der Welfenhöfe und der Hort- und Kindergartenkinder. Dies würde den gegenwärtig unsicheren Zustand verbessern.

Im Bebauungsplan war bereits eine Fußgängerampel an der Welfenstraße/Ecke Senftlstraße vorgesehen, dies wurde aber nicht weiterverfolgt und ist derzeit beim KVR auch nicht vorgesehen. Am 19.09.2012 haben wir in dieser Sache einen Antrag an den Bezirksausschuss Au-Haidhausen gestellt und warten den weiteren Verlauf ab. Mit diesem Brief möchten wir Sie ebenfalls auf die Sachlage aufmerksam machen, da wir auf Ihre Unterstützung hoffen.

Der Straßenverkehr auf der Welfenstraße ist genauso rege zu erwarten wie vor Baubeginn. Die Verbreiterung der Straße führt dazu, dass der Verkehr sogar schneller wird. Viele Autofahrer halten sich hier nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Zudem ist durch die jahrelang zu erwartenden Bauarbeiten in Folge des Abzugs der Paulaner-Brauerei eine Steigerung des Schwerlastverkehrs zu erwarten. Die Straße ist wegen ihrer Biegung an dieser Stelle für Kinder schwer einsehbar. Die nächsten Ampeln sind für unsere Kinder und auch die Anwohner der Welfenhöfe mit ihren 530 Wohnungen weit entfernt. Zudem wird im Regerhof ein Supermarkt eingerichtet, den die Schüler der umliegenden Schulen in der Mittagszeit stark frequentieren werden. Auch hier liegt der direkte Verbindungsweg auf Höhe der Senftlstraße.

Wir möchten erreichen, dass alle Kinder in unserem Viertel sicher zur Schule, in den Hort, zum Sport und nach Hause gehen können und möchten Sie daher in dieser Angelegenheit um ihre Unterstützung bitten. Die Kinder und alle Eltern werden Ihnen Ihr Engagement in dieser Sache danken.

Mit freundlichen Grüßen

Elternbeirat Städtischer Hort an der Weilerstraße
Elternbeirat Städtische Kindertagesstätte an der Weilerstraße
Elternbeirat der Grund- und Mittelschule an der Weilerstraße
Elternbeirat des Maria-Theresia-Gymnasiums

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Antwort
von Christian Ude am 16. Januar 2013
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Hager,



in Ihrer Mail vom 16.02.2012 beantragen Sie im Namen der Eltern aller Kindergarten- und Schulkinder die Errichtung einer Lichtsignalanlage an der Kreuzung Welfenstraße/Senftlstraße und an der Kreuzung Welfenstraße/ Aurbachstraße.

Zwischenzeitlich hat sich auch der Bezirksausschuss des 5. Stadtbezirkes, der von Ihnen ein gleichlautendes Schreiben erhalten hat, mit der Angelegenheit befasst und eine Fußgängerschutzanlage in Höhe Senftlstraße und einen Zebrastreifen in Höhe Aurbachstraße beantragt. Der Verkehrssicherheits- beauftragte des Kreisverwaltungsreferates wird zusammen mit dem Bezirks- ausschuss und der Polizei bei einem Ortstermin die Situation an beiden Örtlichkeiten prüfen. Ziel ist es, nach verkehrlichen Verbesserungen zu suchen, die evtl. dazu geeignet sind, auf Lichtsignalanlagen zu verzichten. Vom Ergebnis wird Sie das Kreisverwaltungsreferat informieren.



Die Zahl der jährlich beantragten Lichtsignalanlagen im gesamten Stadtgebiet übersteigt bei weitem die Zahl der Lichtsignalanlagen, die im Rahmen der dafür zur Verfügung stehenden Finanzmittel neu gebaut werden können. Das Kreisverwaltungsreferat hat deshalb mit Zustimmung des Stadtrates und in Übereinstimmung mit den Bezirksausschüssen seit vielen Jahren ein Bewert- ungsverfahren eingeführt, damit alle Anträge im Stadtgebiet möglichst gleich behandelt werden können. Im Rahmen des Bewertungsverfahrens werden alle neu eingehenden und bereits früher gestellten Anträge gesammelt und jährlich in Zusammenarbeit mit der Polizei und weiteren Fachgremien bewertet. Jährlich können auf der Grundlage dieses Verfahrens bis zu drei Lichtsignal- anlagen im Stadtgebiet errichtet werden.



Im Bewertungsverfahren werden die Verkehrsverhältnisse, wie der Schutz für Fußgänger und Schulkinder, die vorliegenden Verkehrsstärken, die von der Polizei geführte 
Unfallstatistik und andere verkehrsrelevante Daten besonders berücksichtigt. Die einzelnen Kriterien werden durch Punktzahlen gewichtet und ergeben in ihrer Summe die Bewertungspunktzahl. Die Bewertungs- ergebnisse wie auch die Lichtzeichenanlagen, mit deren Realisierung gerechnet werden kann, werden jährlich im Stadtrat beschlussmäßig behandelt.

Mit freundlichen Grüßen