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Autor Uta Matl am 13. November 2009
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Bildung und Kultur

Sanierung Schulen

Städtisches Heinrich-Heine-Gymnasium
Uta Matl (stellvertr. Vorsitzende des Elternbeirats)
81739 München

Dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen am Heinrich-Heine-Gymnasium

12. November 2009

Sehr geehrter Herr Ude,

das Städtische Heinrich-Heine-Gymnasium, das meine beiden Kinder besuchen, befindet sich in einem beklagenswerten Zustand und bedarf einer dringenden Sanierung: Seit Jahren bildet sich Kondenswasser in den Lichtkuppeln der Sporthalle, was einerseits durch Rutschgefahr bereits zu Unfällen und Verletzungen bei Schülern geführt hat und andererseits bei extremen Minusgraden die Fluchttür zufrieren lässt. Aber das ist noch nicht einmal das größte Problem.

Seit Herbst 2007 können im großen Chemiesaal der Schule wegen eines defekten Gasventils die Bunsenbrenner nicht mehr betrieben und daher keine Versuche mehr durchgeführt werden! Das Gasventil darf nicht ersetzt werden, sondern der ganze Fachraum muss saniert werden, da er nicht mehr den einschlägigen Vorschriften entspricht.

Nun bietet das Heinrich-Heine Gymnasium außer einem sprachlichen auch einen naturwissenschaftlich-technischen Zweig an, hier haben die Schüler von der 8. bis zur 10. Jahrgangsstufe sogenannte Profilstunden, in denen der Lernstoff durch selbst durchgeführte Experimente vertieft und wiederholt werden soll. Da aufgrund der defekten Gasleitung die Bunsenbrenner nicht benutzbar sind, können diese im Lehrplan vorgesehenen Versuche seit nunmehr zwei Jahren nur noch sehr eingeschränkt durchgeführt werden. Auch die Schüler des letzten G9-Jahrgangs leiden unter der Situation, vor allem die Schüler des derzeitigen Chemie-Leistungskurses.

Die Stadt weiß schon seit zwei Jahren über die Situation Bescheid, immer wieder werden Begehungen durch das Baureferat durchgeführt, doch eine Lösung ist bisher aus Kostengründen nicht in Sicht.

Natürlich ist mir klar, dass unser Gymnasium nicht das einzige ist, das auf Sanierungsmaßnahmen angewiesen ist. Ebenso ist mir natürlich bekannt, dass eine Finanzierung in Zeiten knapper Kassen problematisch ist. Wenn man aber in der Zeitung liest, dass die öffentliche Hand für 150 Millionen Euro ein neues Strafjustizzentrum bauen kann oder 45 Millionen für den Umbau des Kultusministeriums aufwendet, dann hat man als Eltern den Eindruck, dass durchaus Gelder zur Verfügung stehen, nur eben nicht für die Bildung unserer Kinder.

Ich fordere Sie auf, dafür zu sorgen, dass unserem Gymnasium nach jahrelangem Missstand wieder funktionierende Fachräume zur Verfügung stehen. Es ist allgemein bekannt, dass es an Naturwissenschaftlern mangelt; wenn die Schüler aufgrund maroder Fachräume in den Naturwissenschaften nicht experimentieren dürfen, wird sich die Begeisterung für diese Fächer auch in Zukunft in Grenzen halten.

Ich hoffe sehr, dass für unsere Schule und für unsere Schüler eine zeitnahe Lösung gefunden werden kann.

In Erwartung Ihrer umgehenden Rückantwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Uta Matl
(im Namen des Elternbeirats
des Heinrich-Heine-Gymnasiums)

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