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Beantwortet
Autor Ulrich Hölscher am 19. Juli 2012
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Mobilität und Verkehr

Rote Radwege als Beitrag zur Verkehrssicherheit

Guten Morgen Herr Ude,
heute ist wieder so ein Tag, wo Radlfahrn richtig Spaß macht. Die Sonne scheint und es ist nicht zu warm. Spaß ja, wenn da nicht diese - sorry - lausigen Fahrradwege wären.
Sind Sie z.B. schon einmal den Radweg auf der Nymphenburger Straße gefahren? Es ist ein wahrer Wildwestritt. Der Belag eine reine Buckelpiste. Schlecht geflickte Aufbrüche, Baumwurzeln die sich nach oben Platz machen, eine Einfahrt nach der anderen mit "schönem" Kopfsteinpflaster. Jede Straße Münchens wäre schon 5mal komplettsaniert worden, wenn der Belag in solch einem desolaten Zustand wäre.
Und noch ein Thema: Fahrradfahrer brauchen Platz und Sicherheit. Sicherheit für sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer. D.h. Fahrradwege müssen breit genug und vor allem auch klar gekennzeichnet sein. Warum nicht dem Beispiel anderer Städte (Hamburg, Münster, Kopenhagen etc.) folgen und alle Radwege mit einem einheitlichen - schön ebenen - roten Belag versehen? Dies wäre ein klares Signal auch für Fußgänger, die einem derzeit - sicher ohne böse Absicht - ständig vors Rad laufen. Sie merken überhaupt nicht, dass sie auf den Radweg laufen.
Also, der Slogan "Radlhauptstadt München" klingt toll - bitte lassen Sie jetzt den schönen Worten auch konkrete Taten folgen.
In diesem Sinn wünsche ich noch einen schönen Tag!
Ulrich Hölscher

+108

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Antwort
von Christian Ude am 11. Oktober 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Hölscher,

auf der Nordseite des Radweges Nymphenburger Straße zwischen Stiglmaierplatz und Rotkreuzplatz werden alle Asphaltabschnitte saniert. Dabei werden die „gepflasterten“ Einfahrten ebenfalls asphaltiert. Die Bauarbeiten beginnen dort voraussichtlich ab Ende Oktober. Im Frühjahr 2013 folgt dann die Sanierung der Südseite des Radweges.

Die Radwege in München werden in der Regel asphaltiert und mit Einfass-Steinen aus Beton zu den Gehwegen und anderen Verkehrsflächen hin abgegrenzt. Die Betonsteine werden etwa 1,5 Zentimeter erhöht eingebaut; das dient auch Blinden und Sehbehinderten als erkennbarer Übergang. Die Kanten der Begrenzungssteine werden zudem abgeschrägt, was einen fließenden Übergang ermöglicht und so die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern erhöht.

Roteinfärbungen von Radwegen erfolgen nur in besonderen Konfliktbereichen, z.B. im Zuge gekennzeichneter Vorfahrtstraßen und an Knotenpunkten. Denn nicht nur Fahrradfahrer brauchen Platz und Sicherheit, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Als oberstes Gebot muss deshalb gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht gelten.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Norbert Goldschatz
    am 25. Juli 2012
    1.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, wovon Herr Hölscher spricht. Ich kenne viele Fahrradwege im Münchner Süden, die die von Hrn. Hölscher beschriebene Qualität haben.Während bei Straßen für den Autoverkehr regelmäßige Kontrollen Usus und die Basis für Sanierungspläne sind, ist das bei Fahrradwegen anscheinend nicht der Fall: Einmal gebaut werden sie sich selbst überlassen.

  2. Autor Björn Drubel
    am 07. August 2012
    2.

    Ja, das ist ein Leid mit den Radwegen in München. Schlimm, dass man auch noch gesetzlich gezwungen ist diese zu benutzen. Aber ich fahre dennoch immer öfter auf den Strassen, da das wesentlich sicherer ist. Beispiel: Pilgersheimer Strasse! Richtung Candidplatz ein Horror mit Fussgängern, kreuzenden Autos, Abbiegverkehr und Bordsteinen. Vom Candidplatz in Richtung Kolumbusplatz: Buckelpiste, und gefährliche Kanten als Trennung zum Fussweg. Im Dunkeln auch mit Beleuchtung besteht absolute Sturzgefahr! Also ich finde auch, dass man doch nur mal sich die oben genannten Städte anschauen braucht und das übernimmt man dann einfach. Aber so finde ich den Slogan "Radlhauptstadt" ziemlich überzogen und schlichtweg gelogen. München ist noch sehr weit davon entfernt.

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