Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Archiviert
Autor Gloria Höcht am 12. August 2013
5458 Leser · 76 Stimmen (-11 / +65) · 2 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Richtiges Verhalten gegenüber Hunden

Sehr geehrter Herr Ude,

Wäre es nicht möglich, auch im Sinne eines besseren und friedlichen Miteinanders, bereits im Kindergarten und oder in der Grundschule eine Art Kurs "Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einen Hund sehe oder mir ein Hund begegnet" anzubieten? Ähnlich dem Verkehrserziehungsunterricht und /oder Flyer (Mehrsprachig) für die Eltern zu verteilen?

Zunehmend muss ich feststellen, dass immer mehr Kinder nicht wissen, wie man sich gegenüber Hunden richtig verhält.
Bereits mehrfach musste ich miterleben, dass Kinder, die einem Hund begegnen, dabei ist es egal wie groß der Hund ist oder ob angeleint oder nicht, vor lauter Angst teilweise kopflos und laut schreiend davon rannten und ohne zu schauen über die Straße liefen.
Wenn ich dann versuche den Kindern zu erklären, dass ihr Verhalten wirklich gefährlich ist und versuche Ihnen zu erklären wie sie sich richtig verhalten sollten, dann werde ich teilweise von den anwesenden Eltern beschimpft.
Ich nehme an auch die Eltern haben keine Ahnung wie man sich Hunden gegenüber richtig verhält und geben das Panikverhalten als einzig richtige Verhaltensweise an ihre Kinder weiter.
Manche Eltern und Kinder freuen sich aber auch darüber und nehmen den Rat gerne an. Teilweise endet es auch damit, dass das Kind sich dann traut meinen Hund zu streicheln. Was mich immer sehr freut, wenn es mir gelingt einem Kind etwas die Angst zu nehmen.
Ich habe jetzt schon ein mehrfach mit Eltern und auch Hundebesitzern gesprochen und sie fanden die Idee in der Schule bzw. im Kindergarten den Kindern etwas über den richtigen Umgang mit Hunden zu erzählen sehr gut. (Es gibt ja auch das andere Extrem, Kinder die auf jeden Hund zu rennen und streicheln wollen.)
Ich wohne in der Nähe einer Grundschule und teilweise gehe ich schon vor 8 Uhr spazieren. Mir graut schon davor wieder solche gefährlichen Situationen auf der Straße zu beobachten Die Kinder gefährden sich wirklich selber und es ist nur eine Frage der Zeit, bis einem Kind etwas passiert.
Ich bin sicher, dass für so ein Projekt sich genug Freiwillige finden ließen -Hundetrainer, Mitglieder der Hundestaffel, engagierte Hundebesitzer, Tierärzte etc.- entsprechende Infoveranstaltungen abzuhalten.
Den Flyer könnte ja dann die Stadt zur Verfügung stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,
G.Höcht

+54

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Wolf Hoefler
    am 21. August 2013
    1.

    Eine sehr gute Initiative. Danke dafür. Die geschilderten Erfahrungen mit Kindern und ihren Eltern, wenn man auf Sie zugeht und erklärt kann ich bestätigen.
    Ein ergänzender Gedanke dazu:
    Kinder wird - zwangsläufig - schon sehr früh beigebracht, wie sie sich im Strassenverkehr, dominiert durch Kfz, zu verhalten haben. Was sie dürfen, was sie sollen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Unfällen mit Kindern. Das ist immer schlimm, aber das Auto, der gesamte Strassenverkehr wird danach nicht verteufelt. Niemand fordert, daß Autofahrer und ihre Kfz, die mit einem Kind (aber auch Erwachsenen) einen Unfall gehabt haben, unabhängig davon, wer diesen verschuldet hat, getötet werden. Bei Unfällen mit Hunden ist das anders. Diese sollen an Maulkorb und Leine und die Forderung das Tier einzuschläfern wird auch gerne erhoben.
    Warum dieser Unterschied ? Es kommen wohl deutlich mehr Menschen durch Kfz zu Schaden als durch Tiere. Aber kaum ein Elternteil, keine Medien verteufelt deshalb das Auto und nimmt alle Autofahrer / Autos quasi in Sippenhaft, wie dies Hundehaltern passiert.
    Damit kein Missverständnis aufkommt - verantwortlich für sein Tier ist der Halter und derjenige, der damit spazieren geht und wenn man sein Tier nicht im 100%-ig im Griff hat, dann muß der Hund leider an die Leine. Einwirken muß man auf den Halter - z.B. durch einen "Führerschein", daß Tier und das Umfeld muß dann nicht unter unverantwortlichen Haltern leiden.

  2. Autor Regina Kirschner
    am 17. September 2013
    2.

    ich finde es auch gut wenn Kinde lernen mit Hunden richtig umzugehen, es geht nicht nur darum das sie nicht Kopflos weglaufen sondern auch darum das Hunde lebewesen sind und eigentlich ja nichts böses wollen (meistens freuen sie sich ja Kinder zu sehen und wollen spielen und gestreichelt werden). Ich erlebe leider immer wieder das erst vor meinem Hund weggelaufen wird (nehme ihn eh immer kurz wenn ich Kinder sehe damit er net ausbüxt und die Kinder noch mehr verängstigt), nach dem weglaufen wenn ich die richtung gewechselt habe wird mein Hund meistens verfolgt, teilweise sogar mit Stöcken oder Steinen beworfen, ist ja kein wunder das mein kleiner Angst bekommt und knurrt, beissen tut er nciht aber unter solchem stress würde ich das nicht ausschließen da er ja verfolgt und bedroht wird :(

    Mein Hund hat mitlerweile Angst vor größeren Gruppen von Kindern weil er einfach schlechte Erfahrungen gemacht hat, ihc versuche das natürlich wieder in positive Erfahrungen umzuwandeln in dem ich Kinder erlaube ihn zu streicheln und mit ihm zu spielen aber bei mehr als 3 Kindern ist schluss und es ist ihm zu stressig :(

    Ich fände es gut wenn Kinder beigebracht bekommen (so wie ich früher) das man ruhig auf Hunde zugehen kann auch an ihnen vorbei udn evtl sogar streicheln darf wenn man den Haltre vorher gefragt hat.

  3. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.