Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Jürgen G. am 06. Mai 2010
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Umwelt und Gesundheit

Renaturierung an der Würm Mergenthaler Str. - Sinnvolle Nutzung für Mensch und Tier

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Sie sind heute in Obermenzing und sehen sich das neue Naherholungsgebiet an der Würm an. Wie gefällt Ihnen das Ergebnis? Ich bin Anwohner, Familienvater von zwei Kindern, Fußgänger, Jogger, Radler und Hundebesitzer und nutze diese Grünzone in diesen Funktionen seit Jahren. Und das möchte meine Familie inkl. Hund auch weiterhin so handhaben. Leider wurden nun um das neue Areal die grünen Hundepoller installiert, die vorher nur um den alten, jetzt ans andere Würmufer verlegten Bolzplatz, aufgestellt waren.
Ich habe mein Anliegen auch im BA21 vorgebracht und eine Nutzung wie bislang beantragt. Dabei stellte sich heraus, dass der BA21 von der neuen Installation der Pfosten durch das Gartenbauamt gar nichts wusste. Wie kann es sein, dass hier die städtischen Instanzen nicht miteinander reden, zumal es sich um einen massiven Eingriff in die Nutzung dieses Erholungsgebietes handelt? Ca. 500 (!) Obermenzinger Bürger unterstützen meinen Antrag beim BA21 durch ihre Unterschriften für eine sinnvolle, respektvolle Nutzung des Grüngebietes durch Mensch und Tier. Wir erwarten hier Ihre Unterstützung, damit dieses hervorragend gestaltete und von der Bevölkerung dankend angenommene alte und neugestaltete Gebiet in der Nutzung keinen Rückschritt erfährt und nicht unsinnigerweise durch Einschränkungen für Mensch und Tier nicht mehr nutzbar ist. Seit der Aufstellung der Hundetütenspender ist eine Verunreinigung dieses Gebietes deutlich spürbar besser geworden. Dennoch gibt es wie in allen Lebensbereichen einige Mitbürger, die rücksichtslos sind und sich nichts um Müll und Verunreinigungen scheren. Wir täglichen Nutzer dieses Grünzuges achten jedoch sehr auf eine saubere Umwelt und sind uns auch nicht zu schade Glasflaschen, Splitter und auch Hausmüll - verursacht durch rücksichtslose Mitbürger - zu entfernen. Die Frage stellt sich über die Halbwertszeit von Hundekot und Glascherben. Seit der Neugestaltung des Würmarmes sind Unmengen von Flaschen und Glasscherben in gerade diesem neuen Areal zu finden. Dies wird die Servicenummer der Stadt München 23396296, Herr Riedel, sicherlich bestätigen, denn besonders seit dem 24.4.2010 haben viele Bürger ein Schlachtfeld bestehend aus Glas(-scherben) auf dem neuen Spielgelände am westlichen Ufer vorgefunden. Jugendliche veanstalten dort Flaschenweitwurf und haben somit das Spielfeld nahezu unbrauchbar gemacht. Viermal musste die Poliei in dieser Nacht ausrücken und 120 randalierende Jugendliche ebendort maßregeln.
Es versteht sich von selbst, dass unsere Kinder dort wegen Verletzungsgefahr nicht mehr spielen können - und das obwohl die neue Spielwiese eben erst eröffnet wurde!
Und auch Hundebesitzer meiden dieses neue Spiel- oder besser Müll- und Glas-Areal auch wenn keine grünen Pfosten dort aufgestellt wären. Jugendliche brauchen ihre Rückzugsräume, müssen sich aber auch an die Regeln halten.
Was ist schlimmer für die Umwelt und stellt für Mensch und Tier eine grössere Gefahr dar? Biologisch schnell abbaubarer Hundedreck oder spitze, messerscharfe Glasscherben/-splitter.
Uns Obermenzinger Bürgern ist an einer intakten Umwelt gelegen, die wir zur Erholung nutzten wollen, respekt- und verantwortungsvoll. Egal ob Radler, Jogger, Hundefreund, spielendes Kind, Anlieger, Spaziergänger, Naturschützer oder auch (steuerpflichtiger) Hund.
Leben und leben lassen sagen die Bayern.
Vielleicht können Kontrollen gegenüber denjenigen, die sich nicht an die Regeln halten helfen. Generell jedoch gerade diejenigen zu bestrafen, die sich für dieses wunderschöne Gebiet verantwortlich fühlen, schiesst weit über das Ziel hinaus.
Herr Oberbürgermeister, machen Sie sich selbst ein Bild, das hat auch der BA21 in einem Ortstermin vor. Und glauben Sie nicht, dass grüne Hundepoller die jetzt erst beginnende Problematik lösen werden. Hier müssen Bürger, BA21 (Umwelt, Jugend) und Gartenbauamt eine sinnvolle Lösung finden, ohne jedoch den einen oder anderen zu übergehen.

Ich (und viele Obermenzinger, inkl. der schon ca. 500 Unterschriften) bin bereit, mich auch weiterhin aktiv einzubringen und zähle auch auf Ihre Unterstützung.

Herzliche Grüsse

Jürgen Gaiser

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