Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Eva Spöckmaier am 27. Juli 2011
8188 Leser · 127 Stimmen (-19 / +108) · 1 Kommentar

Umwelt und Gesundheit

Rauchverbot auf Kinderspielplätzen

Sehr geehrter Herr Ude,

Soweit mir bekannt ist gilt auch auf Kinderspielplätzen das Nichtraucherschutzgesetz. Leider wir dieses auf dem Spielplatz Münchner Freiheit nicht beachtet und es gibt immer wieder Konflikte mit Rauchern.

Warum stellt man keine Schilder auf, auf denen darauf hingewiesen wird?

Der gesamte Sandbereich ist ein voller Aschenbecher in dem Kleinkinder spielen!

Ich finde das unzumutbar und verstehe nicht warum ich immer wieder gezwungen werde mich von Rauchenden Eltern/Erziehern/und anderen Besuchern beschimpfen und bepöbeln lassen muss, wenn ich sie freundlich darauf hinweise.
Ich finde das dies ein Thema ist bei dem man nicht wegsehen darf, schließlich geht es um die Gesundheit unserer Kinder.

Wer ist dafür Verantwortlich, dass das Nichtraucherschutzgesetz auf unseren Spielplätzen durchgesetzt wird?

Warum gibt es keine Schilder?

Und wer reinigt den Sand?

Desweiteren findet man immerwieder Scherben zerbrochener Bierflaschen und überfüllte Mülleimer.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass unsere Spielplätze rauchfrei werden und nicht zu Aschenbechern verkommen.

Best Grüße
Eva Spöckmaier

+89

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Antwort
von Christian Ude am 10. November 2011
Christian Ude

Liebe Frau Spöckmaier,,

das Rauchverbot des Bayerischen Gesundheitsschutzgesetzes gilt auf räumlich abgegrenzten und vom Träger gewidmeten Kinderspielplätzen, also auch auf dem Spielplatz Münchner Freiheit. Das Verbot gilt selbstverständlich auch dann, wenn es nicht gesondert ausgeschildert ist.

Aufgrund des Hinweises eines Bürgers hat die städtische Grünanlagenaufsicht den Spielplatz zwischen dem 04.07.2011 und dem 15.08.2011 bereits intensiv kontrolliert und dabei die angetroffenen Raucherinnen und Raucher auf das Verbot und die Konsequenzen von Verstößen aufmerksam gemacht.

Nach und nach wurden immer weniger rauchende Personen angetroffen. Bei Bedarf können die Kontrollen wiederholt werden. Wenn Sie weiterhin beobachten, dass das Rauchverbot missachtet wird, können Sie sich gerne direkt an das Baureferat (Gartenbau) per Mail an baureferat@muenchen.de oder telefonisch unter 233-27656 wenden.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes sind nur ganz wenige Anfragen oder Beschwerden hinsichtlich dieser Thematik auf Münchner Kinderspielplätzen eingegangen - und glücklicherweise keine einzige Meldung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, beispielsweise durch das Verschlucken von Zigarettenstummeln. Dies deutet darauf hin, dass das Rauchverbot auf Kinderspielplätzen bereits weitgehend bekannt ist und die Maßnahmen zur Information der Nutzerinnen und Nutzer sowie zur Sauberhaltung der Spielanlagen greifen. 

Im Hinblick auf das Rauchverbot und die Entsorgung von Abfällen konzentrieren sich die Anstrengungen des Baureferats auf die Förderung  des verantwortungsbewussten Verhaltens der Besucherinnen und Besucher und auf eine möglichst bedarfsgerechte und kurzfristige Beseitigung von Abfällen. Dazu gehört vor allem auch das Entfernen von Zigarettenkippen und Glasscherben aus Kinderspielbereichen, darunter die Sandflächen.

Die Reinigung des Spielplatzes an der Münchner Freiheit erfolgt dreimal wöchentlich, bei gutem Wetter in den Sommermonaten zusätzlich auch am Wochenende. Trotzdem wird es sich nicht immer vermeiden lassen, dass Abfälle hinterlassen werden, insbesondere wenn ein Ort, wie die Münchner Freiheit und der dort vorhandene Spielplatz tagtäglich von sehr vielen Menschen aufgesucht wird. 



Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (1)Schließen

  1. Autor M Dittberner
    am 13. September 2011
    1.

    Diese Anfrage hatte ich auch schon mal an die Stadt gestellt. Mir wurde vom entsprechenden Referat mitgeteilt, dass es für viele Spielplätze schwierig ist, wenn sie nicht klar umzäunt sind. Für andere, klar abgegrenzte Spielplätze sind sie derzeit am überlegen udn planen. Schön, dass die Anfrage jetzt noch mal von anderer Seite kommt, denn ich denke, dass ein Hinweis an Spielplätzen mit klaren Eingängen relativ leicht umsetzbar wäre und somit die Stadt auch dem Gesetz zum Schutz der Gesundheit, Artikel 2, Absatz 2 gerecht werden würde.

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