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Autor Peter Pedall am 06. Juni 2013
3231 Leser · 90 Stimmen (-2 / +88) · 1 Kommentar

Mobilität und Verkehr

Raser im Stadtgebiet

Ich schreibe ihnen nachdem ich vom KVR eine Antwort auf ein Anliegen bekommen habe, die mir unzureichend erscheint.
Es geht um das Aufstellen einer Geschwindigkeitsanzeigetafel in der Marklandstrasse.

Die Strasse ist ca. 1 km lang, gerade und 30-Zone. Die meisten Verkehrsteilnehmer ignorieren die Geschwindigkeitsbeschränkung – teils ungedanks, teils ganz absichtlich, z.B. weil man eben noch die Sbahn erwischen will oder schnell zur Arbeit muss.
Parkende Autos werden von vielen hupend abgestraft. Radfahrer fahren überwiegend auf den Gehsteigen.
Im übrigen fahren sogar Stadtbusse und die Polizei regelmässig viel zu schnell. Die lange Gerade läd dazu ein.
Kinder muss man durchgehend an der Hand führen.

Im Bezirksauschuss wurden schon viele Anträge auf verkehrsberuhigende Massnahmen abgelehnt.

Meine Idee ist nun, auf eigene Kosten mit Nachbarn eine Geschwindigkeitsanzeigetafel aufstellen zu lassen.
Dezent weist diese die Autofahrer blinkend darauf hin, wenn sie zu schnell sind, also keine Strafe sondern nur ein Aufmerksammachen wohlgemerkt.

Vom KVR bekam ich die Antwort, dafür bekomme man keine Genehmigung, und es seien auch noch 5 solcher mobilen Anlagen für München abgelehnt worden.
Wortlaut: "Die Beeinflussung des Verkehrs durch Verkehrsregelungen, Wegweisungen oder eben auch Anlagen zur Geschwindigkeitsmessung/-überwachung ist eine hoheitliche Aufgabe des Kreisverwaltungsreferates als Straßenverkehrsbehörde."

In vielen vielen Gemeinden um München sieht man solche Tafeln und aus eigener umfassender Beobachtung kann ich nur sagen, dass sie die blinkenden Zeichen gegen die unbewussten Raser – und das ist eher der Grossteil – sehr sehr wirkungsvoll sind.
Was also, um Gottes Willen, kann gegen eine solche Tafel sprechen?
Es ist vielleicht noch verständlich, dass die Stadt diese Geräte nicht kaufen will, hier wird vielleicht anderen Massnahmen der Vorzug gegeben.
Aber warum kann man engagierten Bürgern nicht durch eine Genehmigung helfen, Fussgänger zu schützen und vor allem die vielen Kindern?
Warum können Behörden hier nicht mit Bürgern zusammenarbeiten? Hier kann es doch nur Gewinner geben!

Denn hier ist doch völlig eindeutig: Die Tafel schadet absolut niemandem, aber sie nützt sehr sehr vielen.

Diese Idee könnte Schule machen und unsere Stadt sicherer machen. Die Idee dieser Tafeln ist fantastisch und sollte noch viel verbreiteter sein.

Was also spricht gegen das Aufstellen einer solchen Tafel – selbstverständlich in Absprache mit der zuständigen Behörde?

+86

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Maria Käser
    am 06. Juni 2013
    1.

    Grundsätzlich kann ich diese Idee nachvollziehen, entsteht sie doch aus einer gewissen Hilflosikgeit gegenüber den untätigen Behörden im Zusammenhang mit Geschwindigkeitskontrollen. Trotzdem bin ich der Meinung, daß das KVR und wer auch immer dafür zuständig ist, endlich diese Raserei in München entgegenwirken muß. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden nahezu überall von den meisten Autofahrern völlig ignoriert. Und wie geschrieben, in 30iger-Zonen, ganz massiv. Leider passiert von Seiten der Behörden nicht's, das Auto hat halt in München immer noch den Vorrang!

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