Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Günter Dr. Roth am 14. Mai 2010
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Mobilität und Verkehr

Radwege z.T. gefährlich eng u. überfüllt

Sehr geehrter Herr OB Ude,

viele der vielleicht früher einmal ausreichend breiten Radwege sind mittlerweile viel zu eng geworden und gefährlich zu befahren. Ein Überholen ist z.T. gar nicht oder nicht ohne Gefahren möglich, weil der Radverkehr -- zum Glück für die Umwelt und Gesundheit aller -- enorm zugenommen hat. Dieses betrifft z.B. die Hauptachse Leopold- /Ludwigstraße.

Könnte man hier nicht eine rasche Verbreiterung der Radwege, ggf. auch auf Kosten der oft überbreit oder doppelt geführten Kfz-Streifen oder auch der sehr breiten Fußgängerwege, vornehmen?

So könnte man z.B. auch einfach einen Fahrstreifen komplett für Fahrräder freigeben, was auch die bekannte Gefahr an Einmündungen/Kreuzungen für Radfahrer verringern würde, die beim Abbiegen von Autofahrern leicht übersehen werden, wenn Radler auf Radwegen fahren.

Freundliche Grüße

Dr. Günter Roth

+88

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Antwort
von Christian Ude am 12. August 2010
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Dr. Roth,

der Stadtrat hat im letzten Jahr in einem Grundsatzbeschluss unter anderem festgelegt, dass in Straßenabschnitten, wo keine Flächenreserven für einen notwendigen Bau oder Ausbau von Radwegen oder Radfahrstreifen zur Verfügung stehen, eine Neuverteilung von Straßenraum geprüft werden soll. Je nach örtlicher Situation können hierbei im Einzelfall auch Kfz-Fahrspuren entfallen. Die ersten Projekte werden zur Zeit in den zuständigen Referaten vorbereitet.

Der Radverkehr in München hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Im Jahr 2008 haben die Münchnerinnen und Münchner 14% ihrer Wege mit dem Rad zurückgelegt - gegenüber 10% im Jahr 2002. Diese Steigerung ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass die Landeshauptstadt München den Radverkehr schon seit vielen Jahren konsequent fördert und im ganzen Stadtgebiet viele kleine und größere Verbesserungsmaßnahmen realisiert hat. Weil das Fahrrad einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffemissionen und zur individuellen Gesundheit leistet und darüber hinaus ein flächensparendes und kostengünstiges Verkehrsmittel ist, sollen künftig noch mehr Menschen auf´s Rad steigen. Dafür muss natürlich auch das Radverkehrsnetz entsprechend ausgebaut werden.

Mit freundlichen Grüßen