Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Martin Wittmann am 31. Mai 2012
7336 Leser · 196 Stimmen (-14 / +182) · 1 Kommentar

Mobilität und Verkehr

Radltrasse vom Marienplatz zum Lerchenauer See

Sehr geehrter Herr Ude, liebe Stadt München,

Da ich häufig von der Hackerbrücke in Richtung Unterschleissheim unterwegs bin, habe ich mich sehr gefreut, dass dort eine Radltrasse auf dem Gelände des ehemaligen Olympiabahnhofs gebaut werden soll:
http://www.radlhauptstadt.muenchen.de/news/news-aus-der-r...
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.stadt-kauft-gr...

Eigentlich wollte ich fragen, wann es denn soweit ist.
Ich kann es kaum erwarten über die ehemaligen S-Bahn-Brücken kreuzungsfrei über den Frankfurter Ring zu gelangen.

Nun habe ich aber ein anderes Anliegen: Die aktuelle Radltrasse vom Olympiapark Richtung Lerchenauer See verläuft ja über die Feldbahnstraße.
Diese wurde vor 2-3 Wochen "ausgebessert". Jedoch mit grobem Kies, so dass das Fahrradfahren dort keinen Spass mehr macht. Durch die "Verschlimmbesserung" kann man jetzt dort nur noch Schrittempo fahren.

Warum wurde dort mit groben Kies und nicht fahrradtauglicher mit feinerem Schotter ausgebessert?
Kann man die ca. 500m nicht besser noch asphaltieren?

Ist im Zuge des Ausbaus des Radwegenetzes (Marienplatz – Lerchenauer See) mit einer Verbesserung in der Feldbahnstraße zu rechnen?

Danke für die Mühen zur Beantwortung meiner Frage vorab.

Mit freundlichen Grüssen

Martin Wittmann

+168

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Antwort
von Christian Ude am 26. September 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Wittmann,

mit Beschluss des Stadtrates vom 05.10.2011 wurde das Baureferat beauftragt, die Planungen für die Nord-Süd-Grünverbindung auf der ehemaligen S-Bahntrasse zu erstellen. Hierfür wird derzeit die Grundlagenermittlung durchgeführt. Sobald diese abgeschlossen ist, soll dem Stadtrat ein Beschluss zum weiteren Vorgehen zur Entscheidung vorgelegt werden.

Zu Ihrer Anfrage hinsichtlich der Radltrasse zum Lerchenauer See kann ich Ihnen mitteilen, dass die bislang ausgeschilderte Fahrradhauptroute vom Olympiapark zum Lerchenauer See nach Querung der Moosacher Straße nicht nördlich abzweigend zur Feldbahnstraße verläuft, sondern weiter über die Triebstraße nach Westen und dann über die Lassallestraße nach Norden bis zum Lerchenauer See.

Der Grund hierfür ist, dass es sich bei der gesamten „Eggarten-Kolonie“ zwischen der Bahnachse im Süden und im Osten, der Schittgablerstraße im Norden und der Lasallestraße im Westen, einschließlich der Anliegerstraßen und Wege – zu denen u.a. auch die Feldbahnstraße gehört –, um eine private Siedlungsfläche handelt. Zuständig für den Unterhalt dieser Anliegerstraßen und Wege ist die Eigentümerin, die CA Immo München (vormals Vivico). Durch die CA Immo wurden die nicht asphaltierten Wege nach dem Winter kürzlich wieder mit Kies und Kleinschotter in einen für den örtlichen Anliegerverkehr ausreichenden Zustand versetzt.

Da die nicht ausgebauten und zudem auch nicht beleuchteten Wege nicht den von der Landeshauptstadt München angestrebten Qualitätskriterien für eine innerstädtische Fahrradhauptroute entsprechen, wurde für die Ausweisung der Fahrradroute die zwar verkehrsreichere, dafür aber durchgehend asphaltierte und beleuchtete und damit auch unter dem Aspekt der Sicherheit zu bevorzugende Verbindung entlang der Trieb- und der Lassallestraße festgelegt.

Langfristig wird seitens der Stadt jedoch grundsätzlich angestrebt, in Zusammenarbeit mit der CA Immo als Grundstückeigentümerin, eine öffentliche Verbindung durch das Quartier in Richtung Lerchenauer See zu schaffen.

Einen guten Überblick über die ausgewiesenen Fahrradrouten und das Münchner Radverkehrsnetz insgesamt bietet Ihnen der Münchner Radlstadtplan.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Martin Wittmann
    am 02. Juli 2012
    1.

    Kurzes Update:

    Mittlerweise ist der grobe Kies unter lockerem Split versteckt, den ich sonst nur als Belag auf Friedhofswegen kenne.
    Das mag zwar augenscheinlich besser sein, ist aber für einen Fahrradweg kontraproduktiv:
    So muss man den Lenker schon beim Fahren gut festhalten um nicht ins Rutschen zu kommen.
    Hoffentlich muss da niemand schnell bremsen, sonst wird es rutschig.
    Wie locker der Split ist merkt man auch an den Drift-Spuren die Autos schon beim Anfahren oder Bremsen hinterlassen haben.

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