Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Maria B. am 26. Mai 2010
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Mobilität und Verkehr

Radfahren in der Fußgängerzone

Sehr geehrter Herr Ude,

da man sich in München aufwändigst um eine Chanchengleichheit für den Radverkehr bemüht folgender Vorschlag:

Fußgängerzonen werden zu den Zeiten in denen Lieferverkehr erlaubt ist auch für Radfahrer -evtl. sinnvollerweise mit Tempobegrenzung und nur auf vorbestimmten Streifen - freigegeben.

Immer wieder stelle ich fest, daß in der Fußgängerzone Neuhauserstraße der Lieferverkehr großzügigst -auch über die festgelegten Zeiten hinaus - behandelt wird. Beispielsweise wenn die Fahrer die Fußgängerzon nur queren (Ettstr-Damenstiftstr) ohne zu liefern um sich den Weg außenrum zu sparen.Oder lange nach der offiziellen Zeit noch die halbe Fußgängerzone zugeparkt ist. Ist ja evtl. auch gelegentlich sinnvoll um sich nicht den Vorwurf der Schikane einzuhandeln.

Da wäre es nur recht und billig den Radlern ähnliche Möglichkeiten einzuräumen und damit nicht nur den Autoverkehr sondern- wie immer gern öffentlich behauptet - auch den Radverkehr zu unterstützen.

Man könnte damit auch eine Entschärfung an der Residenzpost herbeiführen, denn eine Querung wäre dann zumindest in gewissen Zeiten an mehreren Stellen möglich.

Das Argument der Fußgängergefährdung fällt nicht sehr ins Gewicht, denn die findet bereits durch den ausgiebigen Lieferverkehr statt.

mit freundlichen Grüßen

Radfahrfan

+86

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Antwort
von Christian Ude am 06. September 2010
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Billinger,

der Landeshauptstadt München ist es ein wichtiges Anliegen, den Radverkehr zu fördern. Dabei gilt es auch, die Sicherheit der Radfahrer und natürlich auch die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Da Fußgängerzonen die einzigen Verkehrsflächen sind, auf denen Fußgänger absoluten Vorrang genießen, ist die Zulassung anderer Verkehrsarten (z.B. des Fahrrads) nur in engen Grenzen möglich. Ausnahmen können nur bei besonderer Dringlichkeit und unter strengen Anforderungen erteilt werden. Beim Lieferverkehr ist das Verkehrsaufkommen auf das unbedingt notwendige Maß (wie beispielsweise die Grundversorgung) beschränkt.

Die Residenzstraße zwischen Max-Joseph-Platz und Odeonsplatz sowie der südliche Abschnitt der Dienerstraße sind bereits für den Radverkehr freigegeben. Eine weitere Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr ist, gerade auch während des Lieferverkehrs, im Hinblick auf die Verkehrssicherheit nicht zielführend, da aus dem hohen Fußgängeraufkommen ein entsprechendes Gefahrenpotential resultiert.

Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass die Landeshauptstadt München bereits an Möglichkeiten arbeitet, um die Radverkehrsführung in der Altstadt weiter zu optimieren.

Im Hinblick auf das von Ihnen beschriebene Verhalten von Lieferanten ist hinzuzufügen, dass die Polizei und die Kommunale Verkehrsüberwachung im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit etwaige Regelverstöße ahnden.

Mit freundlichen Grüßen