Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Sven Rudolph am 17. Februar 2012
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Gesellschaft und Soziales

Polizei ohne Rücksicht

Sehr geehrter Herr OB Ude,

in diesem Brief möchte ich Ihnen schildern, wie die Polizei in München bei Ihrem abkassieren Rücksicht auf Eltern mit Neugeborenen nimmt.
Am 14.01.2012 musste ich mit meinem Kind und meiner Lebensgefährtin, welche sich noch im Wochenbett befindet, eine wichtige Fahrt mit dem Auto machen. Welches ich für diesen Zweck aus der Tiefgarage holen musste. Da es der Winterdienst bis 14:30 Uhr nicht schaffte unsere Straße zu räumen und unser Hausmeister schneller war und den Fußweg vom Schnee geräumt hatte, beschloss ich kurzzeitig vor das Haus zu fahren. Da meine Lebensgefährtin nach Ihrer Geburtsoperation und ich mit einem 1 Monat altem Baby nicht durch den Schnee stapfen konnten um dabei zu riskieren eventuell zu stürzen.
Wie es das Glück wollte kam in diesen 5 Minuten eine Streife und schrieb mir einen Strafzettel. Als ich mit der Babyschale das Haus verließ kam die Polizeibeamtin aus dem Auto gesprungen und rief mir zu, dass ich ja wisse was ich falsch gemacht habe. Dies war mir auch bewusst aber eine mündliche Verwarnung hätte es auch getan, da die Beamtin ja die Umstände hätte auch einschätzen können. Außerdem habe ich Sie auf die Gefahr eines Sturzes mit der Babyschale durch den mangelnden Winterdienst aufmerksam gemacht, worauf mir Ihr Kollege noch aus dem Auto androhte, meinen Führerschein wegen Uneinsichtigkeit ein zu ziehen. Doch der Beamtin ging es nur darum mir die Zahlungsaufforderung auszuhändigen. Anschließend setzte Sie sich wieder in den Polizeiwagen und die beiden Beamten setzten Ihre Streife fort. Ich bemerkte das auf der Zahlungsaufforderung einige Ungereimtheiten zu sehen waren. Ich fuhr den Beamten hinterher und konnte durch eine Abkürzung Ihnen entgegen fahren, wo ich Ihnen deutlich machte,dass ich doch eine Frage habe. Die beiden schauten jedoch nach rechts und fuhren an mir vorüber.
Natürlich werde ich die Verwarnung bezahlen doch sollte niemand mehr erwähnen, dass die Menschen in München Kinderfreundlich sind, wenn es nicht einmal die Polizeibeamten sind. Für diese Beamten scheint es wichtiger zu sein 15 Euro zu kassieren als die Umstände zu berücksichtigen.
Daher habe ich die Frage nach dem Ermessensspielraum und wo ist die Stadt mit Herz, wenn 15 Euro wichtiger sind als das wohlergehen eines unschuldigen Babys?

Mit Gruß

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