Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Adolf Thum am 07. März 2011
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Sonstige

Plakatwerbung im Bereich Großmarkthalle, Schlachthof

Sehr geehrter Herr Ude,

seit 1973 wohne ich in München, werde aber demnächst wieder zu meinen Geburtsort ziehen.
Ich habe mich, besonders in der Zeit Ihrer Amstsperiode, hier sehr wohl gefühlt.

Eine Bitte habe ich zum Abschied:
Es gibt am Schlachthof in der Tumblingerstraße eine Mauer an der die Graffiti - Künstler sich ausleben durften. 'Durften' gilt leider nur noch sehr bedingt, weil sie sich in einem ständigen Kampf mit einem Personenkreis befinden, der den Ehrgeiz hat, aus Kommerzgründen, sei es der Werber (Es ist nur einer), Genehmiger oder diejenigen die den Platz zur Verfügung stellen, ein ganzes Viertel zuzukleben und selbst vor dieser Minderheitenkunst keinen Halt macht.

Eine Fahrt von der Kreuzung Zenettistrasse/ Tumblingerstrasse durch die Tumblinger Unterführung zum Gotzingerplatz zeigt überdeutlich was hier passiert.

Es tut mir weh, wenn ich sehe, daß hier so gefühllos Kunst mit einer solchen Plakatflut Stück für Stück systematisch überklebt wird. Es sind übrigens auch Plakate mindestens eines städtischen Unternehmens dabei.

Da ich desöfteren die Polizei beim Kontrollieren der Künstler sehe, nehme ich an, daß auch sie manchmal die Werber unfreiwillig unterstützen, wenn einem Graffitikünstler mal aus Wut die Spraydose ausrutscht und die 'Plakatierkunst' beschädigt wir.

Mein erster Wunsch ist, helfen Sie den Künstlern daß sie frei arbeiten dürfen, sie machen damit auch Betrachtern wie mir Freude.

Die Werbeflächen werden zunehmend knapper. Deshalb ist mein zweiter Wunsch, gebieten Sie der verantworlichen Autorität der Bevölkerung zuliebe Einhalt, denn es könnte sonst passieren, daß die dortigen Einwohner auch noch als Werbeträger für eine Firma zwangsverpflichtet werden.

Mit freundlichen Grüssen
Adolf Thum
PS: Ich glaube es ist erwähnenswert, daß das ein 66 jähriger Bürger geschrieben hat, der weder mit einem Künstler verwandt noch befreundet ist, noch überhaupt einen persönlich kennt.

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