Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Sabine Schütz am 12. November 2012
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Mobilität und Verkehr

Parkplatznot in der Siedlung Ludwigsfeld

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

heute wende ich mich mit der akuten Parkplatzproblematik in der Siedlung Ludwigsfeld an Sie.
Meine Familie und ich wohnen seit zwölf Jahren dort. Von Anfang an war die Parkplatzsituation schwierig, Mittlerweile hat sich die Situation derart dramatisch zugespitzt, dass es einer dringenden Lösung bedarf.
Es stehen grundsätzlich für die Anwohner viel zu wenig Stellplätze zur Verfügung. Da die Siedlung Ludwigsfeld eingegrenzt ist durch Dachauer-/Karlsfelder Straße, sowie die Autobahn A99, ist ein Ausweichen außerhalb der Siedlung nicht möglich. Dabei berücksichtigt ist noch nicht einmal, dass eine komplette Generation von Kindern derzeit den Führerschein macht und daher nochmals Fahrzeuge hinzu kommen. Die Siedlung wurde seit 1998 für Familien im München-Modell erweitert, jedoch die Verkehrssituation nicht angepasst.

Gründe für diese Not sind unter anderem die Kindergärten, wo täglich bis zu 120 Kinder morgens in die Einrichtung gebracht werden. Die Eltern kommen größtenteils mit dem Auto, da sie in der Nähe arbeiten (MAN, MTU), jedoch nicht in der Siedlung wohnen. Sie sind gezwungen, entweder auf dem Gehsteig oder im Halteverbot zu parken. Das Gleiche ereignet sich am Nachmittag beim Abholen der Kinder. Leider verfügen die Kindergärten über maximal sechs Parkplätze, die jedoch für die Erzieher/Innen reserviert sind.

Derzeit entsteht ein weiterer Wohnkomplex in der Kristallstraße. Dadurch wurden die vorhandenen Garagen entfernt, die Benutzer dieser Garagen kommen jetzt ebenfalls als Parkplatz-Suchende hinzu. Auch ist damit zu rechnen, dass die neuen Anwohner zwar einen Tiefgaragenplatz haben werden, jedoch lagebedingt auch weitere Autos pro Haushalt anschaffen.

Somit ist seit unserem Einzug in unser Reihenhaus, wo ein Stellplatz mit gekauft wurde, die Parkplatzsituation extem verschlechtert , ein Ausweichen aber in keine Richtung möglich. Es stellt sich schlichtweg die Frage, wo wir parken sollen?

Aus unserer Sicht gibt es durchaus Lösungsmöglichkeiten:
Das Grundstück hinter dem neuerbauten Kindergarten in der Diamantstraße wird derzeit wild beparkt, die Zufahrt und das Abstellen ist dort sowohl verboten, als auch gefährlich für die PKW´s , da der Belag nicht befestigt ist und eine extreme Unebenheit aufweist. Dieses Feld könnte von der Stadt saniert, planiert und als offizieller Parkplatz zur Verfügung gestellt werden.
Das Grundstück, an der Kristallstraße, auf dem der SV Italia einst spielte, liegt seit Jahren brach. Auch hier gäbe es eine Möglichkeit, Parkraum zu schaffen.

Der Taxistandort an der Kristallstraße könnte verlegt bzw. reduziert werden. Diesen Taxistand könnte man ohne weiteres in die Rothwiesenstraße verlegen. Laufkundschaft ist an diesem Stand so gut wie nicht vorhanden.

Ein Abstellen von Lastern und Anhängern sollte in der gesamten Siedlung verboten werden. Genauso wie das tägliche Reservieren von Stellplätzen mit Mofas und Rollern, die einen kompletten Parkplatz blockieren und abends auf den Gehsteig gestellt werden. Ein Verbot hilft selbstverständlich auch nur, wenn es regelmäßig kontrolliert wird.

Falls die Firma MAN in auch nur absehbarer Zeit den von ihr und der Landeshauptstadt München geplanten und zugesagten Ausbau der Karlsfelder Straße durchführt, würde sowohl der Durchgangsverkehr als auch die Buslinien 176 und 172 nicht mehr durch die Siedlung führen. Dadurch wäre das Verkehrsaufkommen wesentlich geringer und die Halteverbote, die sich aus der Buslinie ergeben, könnten aufgehoben werden.

Das waren unsere Vorschläge zur Entspannung der Parkplatzsituation. Mit großem Interesse sehe ich Ihrer Antwort und Ihren Lösungsvorschlägen entgegen. Denn das etwas unternommen werden muss, ist offensichtlich, da sonst der Kollaps in der Siedlung droht.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Schütz

+46

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Maria Käser
    am 12. November 2012
    1.

    Das ist ein generelles Problem in München; es werden immer mehr und größere Häuser gebaut, aber wo die Leute die dann dort wohnen, ihre Autos abstellen sollen, interessiert niemanden.

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