Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Michael Reimann am 07. Juli 2011
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Sonstige

Olympia - nur für innovative Länder

Sehr geehrter Herr Ude,

die Wahl des IOC ist vorbei. Vorbei ist auch der Traum, dass das größte (oder eins der größten) Sportevent der Welt nach München kommt. Die Absage war bedingt vorhersehbar, da der Sport für die Auswahl der Lokalität nur eine zweite Rolle spielt. Einstellung der Bevölkerung, Aufbruchstimmung, Infrastruktur, Investments - das sind die eigentlichen Kriterien. In dieser Liga hat München jedoch haushoch versagt. Da hilft auch nicht der Enthusiasmus einiger Weniger.

Ich möchte Sie bitten, diese Warnung ernst zu nehmen und München endlich wieder innovativ zu gestalten. Bisher verschlafen oder verstauben nahezu die meisten dieser Projekte in der Bürokratie oder in Genehmigungsverfahren und werden erst realisiert, wenn es viel zu spät ist (Bsp. zweiter S-Bahn-Tunnel).

Sie rühmen sich zwar an einigen wenigen Projekten, jedoch fehlt es in kurzer Zeit das bereits Verpasste zu realisieren.
Was bei solchen Verzögerungen herauskommt, kann man auch gerade in Stuttgart miterleben.

Hyperdemokratisierung, Orientierung auf nur wenige, bestimmte Sozialgruppen etc. sind wohl hier nicht der richtige Weg.

Vielleicht wäre es sinnvoll, das Geld statt für Bürokratie und schlechten Bürgerservice in andere Dinge zu investieren oder anzulegen und der Jugend von München nicht nur neue Radwege zu präsentieren, sondern ein München mit international technologischem und infrastrukturellem Vorsprung.

Was ist Ihre Meinung hierzu?

Mit freundilchen Grüßen
MR

+51

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Sabine Kiermaier
    am 01. August 2011
    1.

    Sehr geehrter Herr Reimann, was verstehen Sie unter innovativ? Rein kommerziell orientierte Großveranstaltungen, wie die olympischen Spiele? Das macht das Stadtleben sicher nicht besser. Folgen sind jahrelange Baustellen und noch weniger grüne freie Flächen in der bereits mit Abstand dichtest besiedelten Stadt Deutschlands, das Ganze für vier Wochen Sport, den man sehr gut ohne die Schirmherrschaft des IOC betreiben kann. Und anschließend bleibt ein Berg Schulden, nur einige wenige verdienen an solchen Veranstaltungen. Kreatives Stadtleben braucht Raum, braucht Möglichkeiten, Phantasie zu entfalten, Radwege, Freiflächen und nicht noch mehr Kommerz. Mit freundlichen Grüßen, Kiermaier

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