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Autor Albrecht Liess am 13. Juli 2012
5503 Leser · 102 Stimmen (-29 / +73) · 4 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Obszöne Werbung in Lokalitäten der MVG

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!

Da ich keine zuständige Kontaktadresse bei der MVG oder bei den Stadtwerken finde, möchte ich Ihnen diese Angelegenehit vortragen, die viele Mitbürger und Mitbürgerinnen sicherlich schockiert:
Die MVG als Tocher-Unternehmen der Stadtwerke München stellt ihre Lokalitäten für ein Unternehmen zur Verfügung, die Mädchen auf großflächigen Plakaten dazu auffordert, sich selbst zu befriedigen, Onanie, Masturbation zu betreiben. Beweise hierfür: großflächige Werbung in den Wartehallen der MVG, so an den Bushaltestellen Ludmilla- und Lebschéestraße der Buslinie 52 und sicherlich stadtübergreifend: "Mädchen macht's Euch selbst!" (Werbung für den Frauensender Sixx).
Ich würde mich freuen, wenn Sie die MVG bzw. die für die Vergabe der Werbeflächen Zuständigen auffordern würden, hierzu Stellung zu beziehen und befragen zu lassen, warum sie diese Werbung zugelassen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Albrecht Liess

+44

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  1. Autor Björn Drubel
    am 13. Juli 2012
    1.

    Liebe Frau Liess,
    es leben auch junge Menschen in München ,die diese Dinge als sehr natürlich sehen. Es ist das natürlichste überhaupt. Schon Säulinge masturbieren. Obszön ist sowas sicherlich nicht. In München baden am Flaucher sogar Menschen splitternackt! Ich finde die reisserischen Zeitungsschlagzeilen an den Haltestellen obszöner, z.B.: wenn man einen blutigen abgeschlachteteten Bin Laden auf der Titelseite beim Warten auf den Bus sehen muss..das ist wirklich obszön.

  2. Autor Philipp Lübeck
    am 13. Juli 2012
    2.

    Sehr geehrter Herr Liess,
    ich habe die Werbeplakate zwar selber noch nicht wahrgenommen, habe aber im TV Werbespots mit demselben Inhalt gesehen. Mit "macht's euch selbst" meinen die Werbestrategen des Fernsehsenders nach meinem Verständnis aber, dass die Frauenwelt sich den auf Frauen ausgerichteten Fernsehsender selber im TV-Gerät einstellen können und sollen - also ohne männliche Hilfe. Im TV kam die Botschaft zum Ende hin sehr deutlich rüber. Am Anfang wird man natürlich dazu verleitet, was anderes zu denken, wenn eine so formulierte Aufforderung getätigt wird. Das Mittel der bewussten Provokation, bzw. zweideutigen Aussagen ist leider eines der effektivsten, um zu erreichen, dass die Menschen der entsprechenden Werbung Aufmerksamkeit schenken.
    Wie gesagt, ich kenne die Plakat- und Posterwerbung bisweilen noch nicht, kann mir allerdings vorstellen, dass irgendwo dort auch die eigentliche Botschaft des Fernsehsenders positioniert ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Philipp Lübeck

  3. Autor Maria Käser
    am 13. Juli 2012
    3.

    Sehr geehrter Herr Drubel,
    ja Sexualität ist das Natürlichste überhaupt, aber auch das Privateste und Intimste und muß meiner Meinung nach nicht überall und permanent in der Öffentlichkeit dargestellt, besprochen und allen Menschen ob sie wollen oder nicht visuell aufgedrängt werden. Daß man auch einen abgeschlachteten Bin Laden auf der Titelseite als obszön sehen kann, rechtfertigt aber doch nicht, daß man überall mit der Sexualität von irgendwelchen Menschen konfrontiert werden muß. Daß das Werbeplakat natürlich nur provozieren will und letztendlich was anderes meint, als man bei ersten Lesen vermutet, macht's in meinen Augen nicht besser. Für mich hat das was mit sexueller Verwarlosung in Wort und Bild zu tun.

  4. Autor Björn Drubel
    am 13. August 2012
    4.

    Liebe Frau Käser, das ist auch eine Frage der Generationen und des Elternhauses. Ich bin offen und von meinen Eltern sehr gut aufgeklärt worden und wenn mir etwas nicht gefällt,dann muss ich es mir ja nicht noch genau ansehen. Diese Plakatwerbung betriift überhaupt nichts intimes von mir. Wir leben im Jahr 2012 und nicht mehr im MIttelalter oder im Religionsgürtel der USA. Es gibt Leute, die es anstössig finden und es gibt Leute, die gehen damit offen und gelassen um. Jeder muss den anderen respektieren...also: Schauen sie doch einfach weg,wenn Sie ein öbzönes Plakat sehen.

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